{"id":12930,"date":"2019-10-14T08:30:00","date_gmt":"2019-10-14T06:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12930"},"modified":"2019-10-14T08:30:00","modified_gmt":"2019-10-14T06:30:00","slug":"ueberwachung-der-luftverschmutzung-von-schiffen-aufgenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12930","title":{"rendered":"\u00dcberwachung der Luftverschmutzung von Schiffen aufgenommen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>\u00dcberwachung der Luftverschmutzung von Schiffen aufgenommen \/ Spanien neues Mitglied<\/p>\n<p>Scheuer: Bonn \u00dcbereinkommen wegweisend f\u00fcr besseren Schutz der Meere<\/p>\n<p>Die Vertragsstaaten des Bonn \u00dcbereinkommens haben sich heute auf Einladung von Bundesminister Andreas Scheuer zur Feier von 50 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit bei der Bek\u00e4mpfung der Verschmutzung der Nordsee durch \u00d6l und andere Schadstoffe in Bonn getroffen. Im Rahmen des sogenannten Bonn \u00dcbereinkommens erneuerten und erweiterten die Minister ihr Engagement f\u00fcr den Schutz der Nordsee und ihrer angrenzenden Bereiche.<\/p>\n<p>Andreas Scheuer, Bundesminister f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur:<\/p>\n<p>50 Jahre nach der Gr\u00fcndung des Bonn \u00dcbereinkommens war es mir eine Ehre, die Vertragsparteien erneut in Bonn zu begr\u00fc\u00dfen. Es ist uns gelungen, zwei wichtige Entscheidungen herbeizuf\u00fchren: die Erweiterung des Anwendungsbereichs um die von Schiffen ausgehende Luftverschmutzung zu \u00fcberwachen und die geographische Ausdehnung durch den Beitritt Spaniens. Zwei Entscheidungen, die den Weg weisen f\u00fcr einen noch besseren Schutz der Meere.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4804\" rel=\"attachment wp-att-4804\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4804\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schiff-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schiff-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schiff-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Susana Salvador, Generalsekret\u00e4rin des Bonn \u00dcbereinkommens:<\/p>\n<p>Nach 50 Jahren effektiver und ergebnisorientierter Arbeit liefert das Bonn \u00dcbereinkommen weiterhin Leitlinien und Anregungen zum Schutz der Meeresumwelt und zeigt, wie effektiv Zusammenarbeit bei Meeresverschmutzungsereignissen sein kann.<\/p>\n<p>Die Sitzungsteilnehmer begr\u00fc\u00dften den Beitritt Spaniens zum Bonn \u00dcbereinkommen und die Neuordnung der Zust\u00e4ndigkeitszone zwischen Frankreich und Spanien mit Einbeziehung des Golfs von Biskaya mit dem Ziel der Abdeckung des wichtigsten Verkehrswegs zwischen der Nordsee und dem Mittelmeer. Bei der Sitzung wurde zudem der Anwendungsbereich des \u00dcbereinkommens erweitert, um den illegalen Aussto\u00df von Luftschadstoffen durch die Schifffahrt zu verhindern. Die Minister begr\u00fc\u00dften es, dass eine Reihe wichtiger neuer Verpflichtungen eingegangen wurden, um neuen Trends im Seeverkehr und bei anderen maritimen Aktivit\u00e4ten, wie der k\u00fcstenfernen \u00d6l- und Gasgewinnung, Rechnung zu tragen. Sie unterstrichen, dass trotz der beobachteten Abnahme von \u00d6lverschmutzungen in den letzten Jahren die Risiken weiterbestehen werden.<br \/>\n\u00dcber das Bonn \u00dcbereinkommen<\/p>\n<p>Das Bonn \u00dcbereinkommen ist ein Instrument zur Zusammenarbeit von Nordseeanrainerstaaten und Europ\u00e4ischer Union (den Vertragsparteien) mit dem Ziel, einander bei der Bek\u00e4mpfung von Verschmutzungen im Bereich der Nordsee zu helfen, welche durch Schiffsungl\u00fccke sowie fortlaufende Verschmutzungen aus Schiffsverkehr und Offshore-Anlagen entstehen, sowie \u00dcberwachungst\u00e4tigkeiten zur Erkennung und Bek\u00e4mpfung der Meeresverschmutzung durchzuf\u00fchren. Es handelt sich dabei um das \u00e4lteste regionale \u00dcbereinkommen, das von Regierungen zur Bek\u00e4mpfung von Verschmutzungsvorf\u00e4llen geschlossen wurde.<\/p>\n<p>Bei den Nordseeanrainerstaaten handelt es sich um Belgien, D\u00e4nemark, Frankreich, Deutschland, Irland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und das Vereinigte K\u00f6nigreich Gro\u00dfbritannien und Nordirland. Am 11. Oktober 2019 wurde Spanien zur 11. Vertragspartei des Bonn \u00dcbereinkommens.<\/p>\n<p>Das Bonn \u00dcbereinkommen wurde 1969 von den acht Staaten unterzeichnet, die Nordseeanrainer sind: Belgien, D\u00e4nemark, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und dem Vereinigten K\u00f6nigreich. Dies geschah kurz nachdem im Jahr 1967 der \u00d6ltanker \u201eTorrey Canyon\u201c vor der K\u00fcste Cornwalls zerbrochen war, wodurch es mit einem \u00d6laustritt von 117.000 Tonnen zur ersten gro\u00dfen Verschmutzungskatastrophe mit Auswirkungen auf Westeuropa gekommen war. Dennoch wurde das Bonn-\u00dcbereinkommen erst in den sp\u00e4ten 1970er Jahren aktiviert, nachdem zwei weitere schwerwiegende Schadstoffunf\u00e4lle passiert waren: der der \u201eEkofisk\u201c im Jahr 1977 und der der \u201eAmoco Cadiz\u201c im Jahr 1978. Seither hat das \u00dcbereinkommen wirksam funktioniert und wurde zweimal erweitert &#8211; 1983 zur Einbeziehung anderer Schadstoffe und 1987 zum Einschluss der Zusammenarbeit im Bereich der \u00dcberwachung. 1983 wurde die Europ\u00e4ische Union Vertragspartei. Zu einer neuerlichen Erweiterung kam es 2010, als Irland beitrat und das \u00dcbereinkommen somit auch f\u00fcr die irischen Gew\u00e4sser sowie die angrenzenden norwegischen Gew\u00e4sser und Gew\u00e4sser des Vereinigten K\u00f6nigreichs galt.<\/p>\n<p>Das Leitkonzept des Bonn \u00dcbereinkommens ist die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Verringerung der Verschmutzungsgefahr durch die unfallbedingte und illegale Verschmutzung, die durch Schiffe oder sonstige maritime Aktivit\u00e4ten verursacht wird.<\/p>\n<p>Im Kern besteht die Arbeit des Bonn \u00dcbereinkommens darin, bei der Verh\u00fctung und Bek\u00e4mpfung von Meeresverschmutzung durch Schiffe und Offshore-Einrichtungen in der Nordsee und ihren angrenzenden Bereichen regional zusammenzuarbeiten, \u00dcberwachungst\u00e4tigkeiten zur Erkennung und Bek\u00e4mpfung der Meeresverschmutzung durchzuf\u00fchren sowie S\u00e4uberungsma\u00dfnahmen nach Schiffskatastrophen und illegaler Verschmutzung zu ergreifen. Das sind die Errungenschaften aus 50 Jahren wissenschaftlicher, technischer und operativer Arbeit im Rahmen des Bonn \u00dcbereinkommens.<\/p>\n<p>Die Nordsee und ihre angrenzenden Bereiche sind die Heimat vielf\u00e4ltiger und leistungsf\u00e4higer \u00d6kosysteme und f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben von Millionen von Menschen von wesentlicher Bedeutung. Hier befinden sich einige der am meisten befahrenen Schifffahrtswege weltweit. Trotz des allgemeinen R\u00fcckgangs der Zahl der unbeabsichtigten \u00d6lverschmutzungen in europ\u00e4ischen Gew\u00e4ssern geschehen immer noch in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden gro\u00dfe \u00d6lunf\u00e4lle. Obwohl der gr\u00f6\u00dfte Teil des j\u00e4hrlich ins Meer gelangenden \u00d6ls auf Austritte an Land zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, sind \u00d6lunf\u00e4lle auf See immer noch eine wichtige Ursache von Verschmutzung und machen 10 bis 15 Prozent der gesamten \u00d6lmenge aus, die jedes Jahr weltweit in die Meere gelangt.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Bonn \u00dcbereinkommen finden Sie unter www.bonnagreement.org<\/p>\n<p>Quelle:bmvi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: \u00dcberwachung der Luftverschmutzung von Schiffen aufgenommen \/ Spanien neues Mitglied Scheuer: Bonn \u00dcbereinkommen wegweisend f\u00fcr besseren Schutz der Meere Die Vertragsstaaten des Bonn \u00dcbereinkommens haben sich heute auf Einladung von Bundesminister Andreas Scheuer zur Feier von 50 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit bei der Bek\u00e4mpfung der Verschmutzung der Nordsee durch \u00d6l und andere Schadstoffe in Bonn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":4804,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,3],"tags":[2965],"class_list":["post-12930","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland-2","category-news","tag-luftverschmutzung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12930"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12930\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12931,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12930\/revisions\/12931"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4804"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}