{"id":12782,"date":"2019-08-18T08:02:04","date_gmt":"2019-08-18T06:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12782"},"modified":"2019-08-18T08:02:04","modified_gmt":"2019-08-18T06:02:04","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-august-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12782","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2019"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2019<\/p>\n<p>Die gesamtwirtschaftliche Wirtschaftsleistung hat sich im zweiten Quartal geringf\u00fcgig<br \/>\nabgeschw\u00e4cht. Das globale wirtschaftliche Umfeld mit Handelskonflikten, Brexit und geopolitischen<br \/>\nKrisen d\u00e4mpft den Welthandel und die Weltkonjunktur. Dies trifft die deutsche Industrie. Die<br \/>\nBinnenkonjunktur zeigt sich aber robust. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Juni<br \/>\nzur\u00fcckgegangen. Im Quartalsvergleich ergeben sich f\u00fcr alle Bereiche Verluste. Die Auftragseing\u00e4nge<br \/>\nim Verarbeitenden Gewerbe sind trotz des Zuwachses im Juni im Quartalsvergleich nochmals leicht<br \/>\ngesunken. St\u00fctzend wirken weiterhin die steigenden Einkommen der privaten Haushalte und die<br \/>\nfiskalpolitischen Impulse. Am Arbeitsmarkt wird die schw\u00e4chere Konjunktur sichtbarer. Der<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsaufbau erfolgt in kleineren Schritten, die Arbeitslosigkeit stagniert auf niedrigem<br \/>\nNiveau.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><br \/>\nDie exportorientierte deutsche Wirtschaft agiert weiterhin in einem schwierigen<br \/>\nau\u00dfenwirtschaftlichen Umfeld. Ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) schw\u00e4chte sich im zweiten Quartal<br \/>\npreisbereinigt leicht um 0,1 % ab. [1][2] Nach dem soliden Wachstum im ersten Quartal erbrachte sie<br \/>\ndennoch die zweith\u00f6chste Wirtschaftsleistung in der Historie der Bundesrepublik. Einem bei<br \/>\nr\u00fcckl\u00e4ufigen Exporten negativem Wachstumsbeitrag des Au\u00dfenhandels stand eine weiterhin robuste<br \/>\nbinnenwirtschaftliche Nachfrage gegen\u00fcber. Unter der stotternden globalen Wirtschaft leidet<br \/>\nweiterhin vor allem das Verarbeitende Gewerbe. W\u00e4hrend die mehr binnenwirtschaftlich ausgerichteten<br \/>\nDienstleistungsbereiche ihre Wertsch\u00f6pfung weiter ausweiteten, zeigten sich bei industrienahen<br \/>\nDienstleistungen erste Bremsspuren. Hinzu kam nach dem milden Winterquartal eine schwache<br \/>\nFr\u00fchjahrsbelebung beim Bau. Die heimische Energieerzeugung wurde angesichts g\u00fcnstigerer<br \/>\nEnergieimporte zur\u00fcckgefahren.<br \/>\nDer Ausblick bleibt vorerst ged\u00e4mpft. Die Handelskonflikte haben sich zuletzt weiter versch\u00e4rft und<br \/>\ndie Aussichten auf einen geordneten Brexit nicht verbessert. Vor diesem Hintergrund haben sich die<br \/>\nKonjunkturindikatoren abgeschw\u00e4cht. Der Absatz und die Auftragseing\u00e4nge in der Industrie sind<br \/>\nmerklich niedriger als vor einem Jahr und das Gesch\u00e4ftsklima hat sich deutlich eingetr\u00fcbt. Auf der<br \/>\nanderen Seite ist die Binnenkonjunkturweiterhin intakt. Besch\u00e4ftigung und L\u00f6hne steigen und die<br \/>\nGeld- und Fiskalpolitik liefern positive Impulse.<br \/>\nDie Weltkonjunktur bleibt angespannt und verhalten. Zwar nahmen im Mai sowohl die globale<br \/>\nIndustrieproduktion als auch der Welthandel leicht zu, gegen\u00fcber dem Vorjahr blieben die<br \/>\nWachstumsraten jedoch niedrig. Das Gesch\u00e4ftsklima der globalen Industrie folgte auch im Juli seinem<br \/>\nseit Anfang 2018 abw\u00e4rts gerichteten Trend. Dabei sank der IHS Markit PMI noch tiefer unter seine<br \/>\nWachstumsschwelle. Das unterk\u00fchlte ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal 2019<br \/>\nangesichts der Ballung globaler Risiken weiter eingetr\u00fcbt. Vor diesem Hintergrund gehen die<br \/>\ninternationalen Organisationen von einer wenig dynamischen, aber gleichwohl aufw\u00e4rtsgerichteten<br \/>\nweltwirtschaftlichen Entwicklung aus.<br \/>\nDie Flaute des Welthandels schl\u00e4gt sich auch in den deutschen Ausfuhren nieder: Die Exporte von<br \/>\nWaren und Dienstleistungen gingen im Juni saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,5 %<br \/>\nzur\u00fcck. F\u00fcr das zweite Quartal 2019 ergab sich ein deutliches Minus von 1,8 %. Die Unternehmen<br \/>\ngehen laut den ifo Exporterwartungen, die im Juli auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise<br \/>\ngefallen sind, auch f\u00fcr die kommenden Monate von keinem Exportzuwachs aus. Die Importe von Waren<br \/>\nund Dienstleistungen sanken im Juni saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 0,1 %. Im gesamten<br \/>\nzweiten Quartal nahmen sie gegen\u00fcber dem Vorquartal um 0,9 % ab. Auch preisbereinigt sind die<br \/>\nExporte im dritten Quartal st\u00e4rker als die Importe zur\u00fcckgegangen und haben so f\u00fcr einen negativen<br \/>\nWachstumsbeitrag des Au\u00dfenhandels gesorgt.<br \/>\nDie Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde im Juni nach einer Verschnaufpause im Mai weiter<br \/>\nzur\u00fcckgenommen (-1,5 %). Gegen\u00fcber dem Vorquartal ergab sich im zweiten Quartal damit ein R\u00fcckgang<br \/>\num insgesamt 1,8 %. Sowohl das Baugewerbe (-1,1 %) als auch die Industrie (-1,7 %) verzeichneten<br \/>\nhierbei Einbu\u00dfen. Innerhalb der Industrie waren es der Maschinenbau, die Metallerzeugung und die<br \/>\nKfz-Produktion, die im zweiten Quartal die gewichtigsten R\u00fcckg\u00e4nge verbuchten. Die schwache<br \/>\nFr\u00fchjahrsbelebung beim Bau war wohl mehr dem hohen Produktionsniveau im Winterquartal und weniger<br \/>\nder Konjunktur geschuldet. Zum R\u00fcckgang der Energieerzeugung trugen verst\u00e4rkte Nettoimporte bei.<br \/>\nDie Entwicklung von Auftragseingangs- und Stimmungsindikatoren sprechen gegenw\u00e4rtig nicht f\u00fcr<br \/>\npositive Impulse seitens der Industrie in den kommenden Monaten. Auch wenn die Auftragseing\u00e4nge bei<br \/>\numfangreichen Gro\u00dfauftr\u00e4gen im Juni um 2,5 % gestiegen sind, ergab sich doch in der<br \/>\nQuartalsbetrachtung ein erneuter R\u00fcckgang. Dieser fiel allerdings mit -1,0 % merklich geringer aus<br \/>\nals noch im ersten Quartal mit -4,2 %. Das Gesch\u00e4ftsklima im Verarbeitenden Gewerbe tr\u00fcbte sich<br \/>\nallerdings im Juli nochmals etwas weiter ein.<br \/>\nDie privaten Konsumausgaben sind daher eine noch wichtigere St\u00fctze der binnenwirtschaftlichen<br \/>\nEntwicklung. Sie d\u00fcrften im zweiten Quartal allerdings etwas weniger dynamisch zugelegt habe, als<br \/>\nim konsumstarken ersten. So erh\u00f6hten sich die Ums\u00e4tze im Einzelhandel ohne Kfz im zweiten Quartal<br \/>\nlediglich um 0,1 %, trotz eines starken Anstiegs im Juni. Auch die Neuzulassungen von Pkw bei<br \/>\nprivaten Haltergruppen fielen im zweiten Quartal nach den Nachholeffekten im ersten etwas<br \/>\nbescheidener aus. Das Gesch\u00e4ftsklima im Einzelhandel ist zwar per Saldo positiv und noch deutlich<br \/>\ng\u00fcnstiger als im langj\u00e4hrigen Durchschnitt. Es hat sich aber seit Herbst vergangenen Jahres<br \/>\nkontinuierlich eingetr\u00fcbt.<br \/>\nDer Besch\u00e4ftigungsaufbau setzte sich im Juni mit gedrosselter Dynamik fort. Der saisonbereinigte<br \/>\nZuwachs der Erwerbst\u00e4tigkeit lag nur bei 8.000 Personen, einen geringeren Zuwachs gab es zuletzt<br \/>\nvor drei Jahren. Gegen\u00fcber dem Vorjahr bedeutet dies in Ursprungszahlen aber immer noch einen<br \/>\nAnstieg um 410.000 Personen. Auch der Anstieg bei der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung<br \/>\num saisonbereinigt 20.000 Personen hat sich im Mai merklich abgeschw\u00e4cht. Die Konjunkturabk\u00fchlung<br \/>\nzeigt sich vor allem im Bereich der Arbeitnehmer\u00fcberlassung, wo der Personalbestand von April auf<br \/>\nMai um 12.000 Mitarbeiter zur\u00fcckging. Die Arbeitslosigkeit stagnierte im Juli saisonbereinigt<br \/>\nnahezu (+1.000 Personen) auf niedrigem Niveau, in Ursprungszahlen nahm sie mit Beginn der<br \/>\nSommerferien um 59.000 Personen auf knapp 2,3 Mio. zu. Bei der Unterbesch\u00e4ftigung zeigte sich per<br \/>\nSaldo ebenfalls kaum Bewegung. Die Fr\u00fchindikatoren lassen erwarten, dass sich der gem\u00e4\u00dfigte<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsaufbau bei leicht steigender Arbeitslosigkeit fortsetzt.<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<br \/>\n_________________________________________________________________________________<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2019 Die gesamtwirtschaftliche Wirtschaftsleistung hat sich im zweiten Quartal geringf\u00fcgig abgeschw\u00e4cht. Das globale wirtschaftliche Umfeld mit Handelskonflikten, Brexit und geopolitischen Krisen d\u00e4mpft den Welthandel und die Weltkonjunktur. Dies trifft die deutsche Industrie. Die Binnenkonjunktur zeigt sich aber robust. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Juni zur\u00fcckgegangen. 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