{"id":12620,"date":"2019-06-17T08:09:33","date_gmt":"2019-06-17T06:09:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12620"},"modified":"2019-06-17T08:09:33","modified_gmt":"2019-06-17T06:09:33","slug":"kloeckner-in-china-gemeinsam-gegen-den-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12620","title":{"rendered":"Kl\u00f6ckner in China: Gemeinsam gegen den Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p>Berlin &#8211; Peking:<\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner in China: Gemeinsam gegen den Klimawandel<br \/>\nDeutsches Agrarministerium unterst\u00fctzt China auf dem Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft<\/p>\n<p>China ist nicht nur der drittgr\u00f6\u00dfte Markt f\u00fcr deutsche Lebensmittel, sondern auch der wichtigste Partner des Bilateralen Kooperationsprogramms des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL). Auf ihrer Delegationsreise nach China hat die Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, diese Kooperation verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner betont: &#8222;Wir brauchen eine internationale Allianz im Kampf gegen den<\/p>\n<p>Klimawandel und f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherung. China spielt hier als bev\u00f6lkerungsreichstes Land der Erde und mit \u00fcber 300 Millionen Bauern eine zentrale Rolle.&#8220;<\/p>\n<p>Deshalb hat Kl\u00f6ckner mit dem Minister f\u00fcr Landwirtschaft und l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Han Changfu, vereinbart, dass sich die gemeinsame Projektarbeit zuk\u00fcnftig vor allem dem Klima- und Umweltschutz in der Landwirtschaft widmet. Wichtig dabei sind klimaschonende Anbauverfahren und Tierhaltungsmethoden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=7845\" rel=\"attachment wp-att-7845\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7845\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/china.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"100\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Ministerin hat heute die Feldtage er\u00f6ffnet, auf denen bereits erste erfolgversprechende Ergebnisse der gemeinsamen Ackerbau-Projekte gezeigt werden. Kl\u00f6ckner fordert: &#8222;Deutschland und China m\u00fcssen hier noch enger zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Allein schon wegen der Gr\u00f6\u00dfe des Landes k\u00f6nnen wir die internationalen Klimaschutzziele nicht ohne China erreichen. Ich m\u00f6chte die diesj\u00e4hrige Deutsch-Chinesische Agrarwoche deshalb im November unter das Thema Klima und Landwirtschaft stellen.&#8220;<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hat Kl\u00f6ckner mit dem Minister f\u00fcr nat\u00fcrliche Ressourcen, Lu Hao, beschlossen, die Zusammenarbeit beim Wald zu intensivieren. China hat das weltweit gr\u00f6\u00dfte Aufforstungsprogramm und will die Erfahrungen der deutschen Forstwirtschaft f\u00fcr ein nachhaltiges Waldmanagement nutzen. &#8222;Ich bin gerne f\u00fcr diesen Wissensaustausch bereit &#8211; aber nach fairen Regeln und auf Augenh\u00f6he. Vernetzung ist keine Einbahnstra\u00dfe.&#8220;<\/p>\n<p>Zur St\u00e4rkung der nachhaltigen Landwirtschaft hat Julia Kl\u00f6ckner die seit \u00fcber drei\u00dfig Jahren erfolgreiche Agrarforschungskooperation weiter ausgebaut: &#8222;Es geht darum, die Landwirtschaft weltweit nachhaltiger zu gestalten. Daf\u00fcr konnte ich in meinen Gespr\u00e4chen sensibilisieren. Mein Ministerium leistet einen erheblichen Beitrag, um Chinas Weg zu einer nachhaltigen, umweltschonenden und modernen Landwirtschaft zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Deshalb habe ich ein bilaterales Doktorandenprogramm vereinbart. Mit diesem Austausch k\u00f6nnen wir unser Wissen vernetzen und von den Fortschritten in der Digitalisierung und der Biotechnologie in der Landwirtschaft profitieren.&#8220;<\/p>\n<p>Hintergrund:<\/p>\n<p>Bundesministerin Kl\u00f6ckner ist vom 13. bis 16. Juni 2019 in China mit Stationen in Peking, Jiangsu und Shanghai. Begleitet wird die Ministerin von einer Delegation aus Vertretern von Unternehmen und Verb\u00e4nden der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft sowie interessierten Journalisten. Ziel der Reise ist es, die bilateralen Kooperationen mit China zu intensivieren und die Markt\u00f6ffnung zu beschleunigen.<\/p>\n<p>Auf den Feldtagen des deutsch-chinesischen Ackerbauprojekts, die die Ministerin er\u00f6ffnet, werden erfolgversprechende Ans\u00e4tze im Ackerbau vorgestellt: der Humusaufbau und Bindung von Kohlenstoff im Boden sowie erweiterte Fruchtfolgen, um den Wassereinsatz zu reduzieren und die Bodenfruchtbarkeit zu erh\u00f6hen. So kann der Einsatz synthetischer D\u00fcngemittel reduziert werden, ohne Ertragsverluste hinnehmen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Bilaterale Kooperation<\/p>\n<p>Die Projekte im \u00dcberblick:<br \/>\n* Deutsch-Chinesisches Agrarzentrum (DCZ) in Peking<\/p>\n<p>Das Deutsch- Chinesische Agrarzentrum (DCZ) wurde im M\u00e4rz 2015 vom BMEL und seinem chinesischen Partnerministerium als Kontakt- und Informationsstelle zur F\u00f6rderung und Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China im Agrar- und Ern\u00e4hrungssektor gegr\u00fcndet. Aufgabe dieses Zentrums ist es, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen.<br \/>\n* Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der Tierzucht in China<br \/>\n* Deutsch-Chinesischer Ackerbau- und Landtechnik-Demonstrationspark (DCALDP)<br \/>\nDas Deutsch-Chinesische Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der Tierzucht in China und der Deutsch-Chinesische Ackerbau- und Landtechnik-Demonstrationspark (DCALDP) verfolgen als Demonstrationsprojekte das Ziel, einen Beitrag zur Entwicklung und Verbreitung nachhaltigerer, ressourcenschonender und effizienterer Bewirtschaftungsmethoden bzw. Haltungspraktiken in China zu leisten. Beide Vorhaben werden durch Wirtschaftspartner unterst\u00fctzt, welche Landtechnik sowie Sach- und Betriebsmittel f\u00fcr die praktische Arbeit zur Verf\u00fcgung stellen. Das Tierzuchtprojekt l\u00e4uft seit 2010 und ist im Juli 2018 in die dritte Projektphase eingetreten. Der DCALDP wurde 2015 er\u00f6ffnet und l\u00e4uft seit August 2018 in der zweiten Projektphase.<br \/>\n* Das Austauschprogramm f\u00fcr junge Fachkr\u00e4fte im Agrarsektor (AEP)<\/p>\n<p>Seit Januar 2019 wird das neue Austauschprogramm f\u00fcr junge Fachkr\u00e4fte im Agrarsektor (AEP) durchgef\u00fchrt. J\u00e4hrlich sollen bis zu 20 junge Fachkr\u00e4fte an einem vierw\u00f6chigen Fortbildungsprogramm in dem jeweils anderen Land teilnehmen. Ziel ist, Teilnehmern Qualifikationen f\u00fcr k\u00fcnftige Management- und F\u00fchrungsaufgaben zu vermitteln und den Wissenstransfer von Deutschland nach China und von China nach Deutschland zu unterst\u00fctzen. Durch die Besuche deutscher Teilnehmer in China und die Ausdehnung des Programms \u00fcber Unternehmen hinaus auf weitere Institutionen des Agrarsektors wird auch ein \u00fcbergeordnetes deutsches Interesse bedient.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den vier l\u00e4ngerfristig angelegten Vorhaben f\u00f6rdert das BMEL im Jahr 2019 zwei Vorhaben im Bereich Klima- und Umweltschutz.<\/p>\n<p>\u00b7 Das an das DCZ angegliederte Teilprojekt &#8222;Deutsch-Chinesische Kooperation im Bereich Landwirtschaft und Klimawandel&#8220; dient dem Austausch zwischen deutschen und chinesischen Fachexperten zum Thema Klimaanpassung im Agrarsektor sowie der gemeinsamen Erarbeitung von politischen Handlungsempfehlungen, die zum Ziel haben, klimaschonende Anbauverfahren und Tierhaltungsmethoden in China zu f\u00f6rdern. Die Etablierung eines Austausches \u00fcber spezifische Themen im Bereich Klimaanpassung, Fachexpertenreisen nach China und Deutschland sowie die Durchf\u00fchrung einer Konferenz zum Thema Klima und Landwirtschaft sollen die fachliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China zu diesem Thema f\u00f6rdern und vertiefen.<\/p>\n<p>\u00b7 Ein an das Tierzuchtprojekt angegliedertes Teilprojekt dient der &#8222;Etablierung eines Kompetenznetzwerkes f\u00fcr eine klima- und umweltfreundliche Nutztierhaltung in China&#8220;. Das Netzwerk soll einen konkreten Beitrag dazu leisten, bei Entscheidungstr\u00e4gern in China das Bewusstsein f\u00fcr klima- und umweltrelevante Wirkungen der Nutztierhaltung zu st\u00e4rken und die Verbreitung innovativer Verfahren und Technologien zur Verminderung von Treibhausgasen und zur Verbesserung der Umweltvertr\u00e4glichkeit lokaler Tierhaltungssysteme zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Hinzu kommen bei der bilateralen Kooperation zwei ebenfalls am DCZ angesiedelte Vorhaben im Bereich Wald- und Forstwirtschaft:<\/p>\n<p>\u00b7 Die Beratungsstelle f\u00fcr Forstpolitik (Forest Policy Facility, FPF) und<\/p>\n<p>\u00b7 ein Pilotprojekt zur praktischen Erprobung einer nachhaltigen und multifunktionalen Waldbewirtschaftung in der Region Shanxi.<\/p>\n<p>Quelle: bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin &#8211; Peking: Kl\u00f6ckner in China: Gemeinsam gegen den Klimawandel Deutsches Agrarministerium unterst\u00fctzt China auf dem Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft China ist nicht nur der drittgr\u00f6\u00dfte Markt f\u00fcr deutsche Lebensmittel, sondern auch der wichtigste Partner des Bilateralen Kooperationsprogramms des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL). 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