{"id":12296,"date":"2019-02-07T08:28:22","date_gmt":"2019-02-07T07:28:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12296"},"modified":"2019-02-07T08:28:22","modified_gmt":"2019-02-07T07:28:22","slug":"mehr-tierwohl-von-der-geburt-bis-zur-schlachtung-machen-wir-sichtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12296","title":{"rendered":"\u201eMehr Tierwohl von der Geburt bis zur Schlachtung machen wir sichtbar.\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner: \u201eMehr Tierwohl von der Geburt bis zur Schlachtung machen wir sichtbar.\u201c<br \/>\nBundesministerin stellt Kriterien f\u00fcr das staatliche Tierwohlkennzeichen vor, bessere Orientierung f\u00fcr Verbraucher<\/p>\n<p>Nachdem die Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, den ressortabgestimmten Gesetzentwurf f\u00fcr ein dreistufiges Tierwohlkennzeichen zur Notifizierung in Br\u00fcssel vorgelegt hat, hat sie heute die Kriterien f\u00fcr das neue staatliche Tierwohlkennzeichen der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Diese werden Grundlage der zum Gesetz zugeh\u00f6rigen Verordnung sein. Damit beschreitet Julia Kl\u00f6ckner in Sachen Steigerung des Tierwohles und Verbesserung der Orientierung f\u00fcr Verbraucher neue, bisher in Deutschland nicht dagewesene Wege. Das anspruchsvolle staatliche Siegel hat zur Voraussetzung, dass nur diejenigen damit werben d\u00fcrfen, die verpflichtend und \u00fcberpr\u00fcfbar h\u00f6here Tierschutzanforderungen, die \u00fcber dem gesetzlichen Mindeststandard liegen, erf\u00fcllen. Die Zeit von der Geburt bis zur Schlachtung eines Tieres wird dabei in den Blick genommen. Mindestens 20 Prozent mehr Platz f\u00fcr die Tiere gelten bereits in der ersten Stufe, aber auch ressourcen- und managementbezogene Kriterien liegen zu Grunde. Das Kennzeichen wird zun\u00e4chst f\u00fcr Schweine gelten, dann ausgeweitet werden zum Beispiel auf Gefl\u00fcgel.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=11564\" rel=\"attachment wp-att-11564\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11564\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20170516-WA0000-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20170516-WA0000-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20170516-WA0000-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20170516-WA0000-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IMG-20170516-WA0000.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner: \u201eTiere sind Mitgesch\u00f6pfe, keine Wegwerfware. Deshalb ist das Thema Tierschutz eines, das uns alle angeht. Nicht nur die Tierhalter, sondern auch Handel, Gastronomie und Verbraucher. Das Tierschutzgesetz definiert gesetzliche Mindeststandards. Aber wenn von der Geburt bis zur Schlachtung eines Tieres h\u00f6here Tierwohlstandards, die \u00fcber die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen, eingehalten wurden, dann kann das der Verbraucher in der Regel nicht erkennen. Der Preis alleine ist nicht aussagekr\u00e4ftig genug. Deshalb f\u00fchren wir ein staatliches Tierwohlkennzeichen ein, mit dem nur derjenige werben darf, der \u00fcberpr\u00fcfbare, anspruchsvolle Kriterien erf\u00fcllt, die \u00fcber dem gesetzlichen Mindeststandard liegen. Es wird Verbesserungen beim Platzangebot, bei den Besch\u00e4ftigungsmaterialien, der Strukturierung der Buchten, beim Transport der Tiere geben, aber auch bei Fortbildung und Stallmanagement der Tierhalter. Bei der Verleihung des Kennzeichens nehmen wir die gesamte Lebensspanne eines Tieres in den Blick: von der Geburt bis zur Schlachtung. Verbraucher sollen schnell erkennen k\u00f6nnen, wo mehr Tierwohl drinsteckt, und Tierhalter sollen f\u00fcr ihre Mehrinvestitionen zum Wohle der Tiere honoriert werden. Denn: Die Mehrkosten f\u00fcr mehr Tierwohl kann nicht alleine der Tierhalter tragen. Wir Verbraucher sind gefragt, unseren W\u00fcnschen nach mehr Tierwohl beim Einkauf auch Ausdruck zu verleihen.<br \/>\nDamit nicht nur Verbraucher dar\u00fcber informiert werden, sondern auch viele Landwirte mitmachen, planen wir eine mehrj\u00e4hrige Informationskampagne im Zeitraum der Einf\u00fchrung des Kennzeichens.\u201c<\/p>\n<p>Tierwohlkennzeichen ist freiwillig<br \/>\nDazu erkl\u00e4rt Bundesministerin Kl\u00f6ckner: \u201eWarum ist das Tierwohlkennzeichen nicht verpflichtend f\u00fcr alle? Weil das Kennzeichen dem Verbraucher ein Mehr an Tierwohl anzeigen soll, denn die Anforderungen liegen \u00fcber den gesetzlichen Mindeststandards.<br \/>\nDas staatliche Tierwohlkennzeichen ist mehr als ein reines Haltungskennzeichen. Wir zeichnen nicht bereits Produkte aus, die lediglich den gesetzlichen Mindeststandard erf\u00fcllen. Das Tierwohlkennzeichen soll dem Verbraucher aber auf den ersten Blick vermitteln: Hier handelt es sich um ein Produkt, in dem ein Mehr an Tierwohl zur Grundlage liegt. Man belobigt auch keinen Autofahrer, der an einer roten Ampel und sich damit einfach an die Verkehrsregeln h\u00e4lt.<br \/>\nVerbraucher wollen aber nicht wissen, ob sich jemand an die gesetzlichen Mindestanforderungen gehalten hat, was selbstverst\u00e4ndlich sein sollte und keines besonderen Labels bedarf. Verbraucher wollen wissen, wo mehr Tierwohl drinsteckt, sie wollen das beim Einkauf auch erkennen k\u00f6nnen. Deshalb d\u00fcrfen nur diejenigen mit dem staatlichen Tierwohlkennzeichen werben, die verpflichtend und \u00fcberpr\u00fcfbar h\u00f6here Kriterien von der Geburt bis zur Schlachtung des Tieres eingehalten haben. Im \u00dcbrigen ist auch das Bio-Siegel freiwillig und nicht verpflichtend und bis heute ein Erfolg.\u201c<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nDas staatliche Tierwohlkennzeichen wird drei qualitativ aufeinander aufbauende Stufen haben, um die Vermarktungschancen zu optimieren. Pro Stufe werden die Anforderungen h\u00f6her sein. Die Kriterien des Kennzeichens sind u.a.:<\/p>\n<p>\u00b7 mehr Platz f\u00fcr die Tiere,<br \/>\n\u00b7 mehr Besch\u00e4ftigung und Raufutter,<br \/>\n\u00b7 st\u00e4rkere Buchtenstrukturierung,<br \/>\n\u00b7 keine bet\u00e4ubungslose Ferkelkastration,<br \/>\n\u00b7 l\u00e4ngere S\u00e4ugephase,<br \/>\n\u00b7 Einstieg in den Ausstieg aus dem Schw\u00e4nzekupieren,<br \/>\n\u00b7 weitergehende Anforderungen an Eigenkontrollen,<br \/>\n\u00b7 bessere Transportfahrzeuge ab 4 Stunden Transport,<br \/>\n\u00b7 Tiergesundheitsbenchmarking,<br \/>\n\u00b7 mehr Tierschutz bei der Schlachtung,<br \/>\n\u00b7 regelm\u00e4\u00dfige Tierschutzfortbildung der Tierhalter,<br \/>\n\u00b7 Tr\u00e4nken, die ein Saufen aus offener Fl\u00e4che erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Anbei finden Sie sowohl eine grafische als auch detaillierte Darstellung der Kriterien der einzelnen Stufen.<\/p>\n<p>Umfragen zeigen: Die gro\u00dfe Mehrheit der Verbraucher ist bereit, mehr f\u00fcr Lebensmittel zu bezahlen, wenn die Tiere besser gehalten werden. Ein Gro\u00dfteil der Verbraucher w\u00fcnscht sich eine staatliche Tierwohl-Kennzeichnung (81 Prozent). Im Koalitionsvertrag f\u00fcr die 19. Wahlperiode wurde deshalb eine Tierwohlkennzeichnung bis zur Mitte der Legislaturperiode vereinbart. .<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Kl\u00f6ckner: \u201eMehr Tierwohl von der Geburt bis zur Schlachtung machen wir sichtbar.\u201c Bundesministerin stellt Kriterien f\u00fcr das staatliche Tierwohlkennzeichen vor, bessere Orientierung f\u00fcr Verbraucher Nachdem die Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, den ressortabgestimmten Gesetzentwurf f\u00fcr ein dreistufiges Tierwohlkennzeichen zur Notifizierung in Br\u00fcssel vorgelegt hat, hat sie heute die Kriterien f\u00fcr das neue [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":11564,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,3],"tags":[1592],"class_list":["post-12296","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland-2","category-news","tag-tierwohl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12296"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12296\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12297,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12296\/revisions\/12297"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}