{"id":12093,"date":"2018-11-21T08:22:51","date_gmt":"2018-11-21T07:22:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12093"},"modified":"2018-11-21T08:23:06","modified_gmt":"2018-11-21T07:23:06","slug":"vorstellung-neuer-zahlen-zur-partnerschaftsgewalt-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12093","title":{"rendered":"Vorstellung neuer Zahlen zur Partnerschaftsgewalt 2017"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Vorstellung neuer Zahlen zur Partnerschaftsgewalt 2017<\/p>\n<p>Start der neuen Kampagne<\/p>\n<p>zum Hilfetelefon \u201eGewalt gegen Frauen\u201c<\/p>\n<p>Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ver\u00f6ffentlicht Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey heute (20.11.2018) die \u201eKriminalstatistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2017\u201c. Erstellt wurde die Auswertung durch das Bundeskriminalamt. Au\u00dferdem stellte sie die neue Kampagne zum Hilfetelefon \u201eGewalt gegen Frauen\u201c vor.<\/p>\n<p>Kriminalstatistische Auswertung zur Partnerschaftsgewalt 2017<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3276\" rel=\"attachment wp-att-3276\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3276\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/knast-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/knast-300x225.png 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/knast.png 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Auswertung wurde gegen\u00fcber den beiden Vorjahren erweitert und an die neue Gesetzeslage angepasst. Die Zahlen zeigen, in welchem Umfang und mit welchen Auspr\u00e4gungen versuchte und vollendete Gewalt in Paarbeziehungen bei der Polizei in 2017 bekannt geworden sind. Deutlich wird, in welcher Beziehung T\u00e4ter und Opfer zueinander stehen und welche Delikte passiert sind.<\/p>\n<p>Bundesfrauenministerin Dr. Giffey: \u201eDie Zahlen sind schockierend, denn sie zeigen: F\u00fcr viele Frauen ist das eigene Zuhause ein gef\u00e4hrlicher Ort \u2013 ein Ort, an dem Angst herrscht. H\u00e4ufiger als jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner get\u00f6tet. 2017 starben insgesamt 147 Frauen durch sogenannte Partnerschaftsgewalt. Das ist f\u00fcr ein modernes Land wie Deutschland eine unvorstellbare Gr\u00f6\u00dfenordnung. Es geht um Straftaten, die geahndet werden und f\u00fcr die die T\u00e4ter zur Verantwortung gezogen werden m\u00fcssen. Genauso wichtig ist, den Frauen Hilfe und Unterst\u00fctzung zukommen zu lassen. Dazu haben wir ein Aktionsprogramm gegen Gewalt an Frauen gestartet und einen Runden Tisch von Bund, L\u00e4ndern und Kommunen eingerichtete, der abgestimmte Gegenma\u00dfnahmen erarbeiten wird.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahr 2017 wurden durch ihre Partner oder Ex-Partner insgesamt 138.893 Personen Opfer versuchter und vollendeter Taten. Zu den Delikten geh\u00f6ren Mord und Totschlag, K\u00f6rperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle N\u00f6tigung, Bedrohung, Stalking und N\u00f6tigung, Zuh\u00e4lterei und Zwangsprostitution. Insgesamt waren 113.965 Frauen von Partnerschaftsgewalt betroffen. Die Auswertung des BKA zeigt: Es sind zu \u00fcber 82 Prozent Frauen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Fast die H\u00e4lfte (49,1 Prozent) von ihnen lebte in einem Haushalt mit dem Tatverd\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Die gesamte Auswertung finden Sie hier:<\/p>\n<p>https:\/\/www.bka.de\/DE\/AktuelleInformationen\/StatistikenLagebilder\/Lagebilder\/Partnerschaftsgewalt\/partnerschaftsgewalt_node.html<\/p>\n<p>Start der neuen Kampagne zum Hilfetelefon \u201eGewalt gegen Frauen\u201c<\/p>\n<p>Gemeinsam mit Petra S\u00f6chting, der Leiterin des Hilfetelefons \u201eGewalt gegen Frauen\u201c, stellte die Bundesministerin heute die neue \u00d6ffentlichkeitskampagne des Hilfetelefons vor.<\/p>\n<p>Mit starken, entschlossenen Pers\u00f6nlichkeiten will die Kampagne noch mehr Frauen ermutigen, sich bei Gewalt Hilfe zu holen. Obwohl jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt erf\u00e4hrt, suchen nur 20 Prozent der Betroffenen Unterst\u00fctzung. Die unterst\u00fctzenden Botschaften sollen betroffenen Frauen Mut machen, ihr Schweigen zu brechen.<\/p>\n<p>Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey: \u201e\u201eDu bist doch selber schuld\u201c. \u201eDir glaubt doch eh\u2019 keiner\u201c. \u201eDie Familie wird dich versto\u00dfen\u201c. Es sind S\u00e4tze wie diese, mit denen gewaltbetroffene Frauen eingesch\u00fcchtert und zum Schweigen gebracht werden sollen \u2013 in Deutschland, Tag f\u00fcr Tag, quer durch alle Gesellschaftsschichten. Doch die Frauen in der Kampagne lassen sich nicht mundtot machen. \u201eAber jetzt rede ich\u201c lautet ihre Antwort. Diese Frauen setzen der Gewalt etwas entgegen, indem sie nicht l\u00e4nger schweigen. Reden ist f\u00fcr viele Frauen der erste Schritt aus der Gewaltspirale. Mit der neuen Kampagne \u201eAber jetzt rede ich\u201c wollen wir noch mehr Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu holen und Unterst\u00fctzungsangebote wahrzunehmen.\u201c<\/p>\n<p>Das Hilfetelefon ist beim Bundesamt f\u00fcr Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) angesiedelt. Helga Roesgen, Pr\u00e4sidentin des BAFzA: \u201eDas Hilfetelefon \u201eGewalt gegen Frauen\u201c ist ein enorm wichtiger Baustein im Beratungs- und Unterst\u00fctzungssystem f\u00fcr Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Mit unserer \u00d6ffentlichkeitsarbeit zeigen wir, dass es eine Stelle gibt, an die sie sich wenden k\u00f6nnen \u2013 genau dann, wenn sie bereit daf\u00fcr sind\u201c.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit Petra S\u00f6chting, der Leiterin des Hilfetelefons \u201eGewalt gegen Frauen\u201c, pr\u00e4sentierte Ministerin Giffey den neuen Kampagnen-Spot sowie acht Kampagnenmotive, die die Vielfalt der betroffenen Frauen aufgreifen. \u201eUnsere Kampagne zeigt Frauen, die mutig, selbstbestimmt und entschlossen sind, einen Weg aus der Gewalt zu finden\u201c, so Petra S\u00f6chting. \u201eEs sind Frauen, die die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln. Denn, so belegen Studien und so zeigt auch die Erfahrung beim Hilfetelefon: Gewalt kann jede Frau treffen \u2013 unabh\u00e4ngig von Alter, sozialem oder kulturellem Hintergrund.\u201c<\/p>\n<p>Dem neuen Kampagnenspot leiht die Schauspielerin Alina Levshin der Kampagne ihr Gesicht. Die Bambi-Preistr\u00e4gern, bekannt aus dem Spielfilm \u201eKriegerin\u201c, engagiert sich daf\u00fcr, dass das Thema \u201eGewalt gegen Frauen\u201c in der \u00d6ffentlichkeit wahr- und ernstgenommen wird. \u201eJede Frau, die k\u00f6rperliche oder sexuelle Gewalt erlebt, sollte es nicht l\u00e4nger dulden und sich beim Hilfetelefon melden\u201c, so die unter anderem mit dem Deutschen Film- und Fernsehpreis ausgezeichnete Schauspielerin. \u201eDas Thema braucht \u00f6ffentlichkeitswirksame Kampagnen, die das Thema zur Sprache bringen.\u201c<\/p>\n<p>Ein bundesweites Unterst\u00fctzungsnetzwerk tr\u00e4gt die Kampagne in die Breite<\/p>\n<p>Eine besondere Rolle bei der Bekanntmachung der neuen Kampagne kommt den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten zu. Sie k\u00e4mpfen vor Ort gegen Gewalt an Frauen und machen das Angebot des Hilfetelefons \u201eGewalt gegen Frauen\u201c fl\u00e4chendeckend bekannt. F\u00fcr die neue \u00d6ffentlichkeitskampagne versteht sich die Bochumer Gleichstellungsbeauftragte Regina Czajka als Kampagnenbotschafterin: \u201eDas Hilfetelefon \u201eGewalt gegen Frauen\u201c ist eine wichtige Erg\u00e4nzung zum bestehenden Unterst\u00fctzungsangebot in den Gemeinden und St\u00e4dten. Darum machen wir auf regionaler Ebene auf das bundesweite Angebot aufmerksam.\u201c<\/p>\n<p>Steigende Beratungskontakte durch h\u00f6here Bekanntheit<\/p>\n<p>In den f\u00fcnf Jahren seit seiner Gr\u00fcndung verzeichnet das bundesweite Beratungsangebot kontinuierlich steigende Beratungszahlen. 143.020-Mal wurden Ratsuchende per Telefon, Chat oder E-Mail zwischen M\u00e4rz 2013 und Dezember 2017 beim Hilfetelefon \u201eGewalt gegen Frauen\u201c beraten.<\/p>\n<p>Ob Gewalt in der Partnerschaft, Mobbing, Stalking, Zwangsheirat, Vergewaltigung oder Menschenhandel \u2013 das Hilfetelefon \u201eGewalt gegen Frauen\u201c steht betroffenen Frauen rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, zu allen Formen von Gewalt zur Seite. Unter der Rufnummer 08000 116 016 und \u00fcber die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de k\u00f6nnen sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkr\u00e4fte beraten lassen \u2013 anonym, kostenlos, barrierefrei und in 18 Sprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterst\u00fctzungseinrichtung vor Ort.<\/p>\n<p>Auch M\u00e4nner, die sich beim Hilfetelefon melden, werden im \u00fcbrigen nicht abgewiesen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Beratungsangebot erhalten Sie auf: www.hilfetelefon.de.<br \/>\nQuelle: bmfsfj.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Vorstellung neuer Zahlen zur Partnerschaftsgewalt 2017 Start der neuen Kampagne zum Hilfetelefon \u201eGewalt gegen Frauen\u201c Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ver\u00f6ffentlicht Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey heute (20.11.2018) die \u201eKriminalstatistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2017\u201c. 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