{"id":12042,"date":"2018-11-01T08:19:11","date_gmt":"2018-11-01T07:19:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12042"},"modified":"2018-11-03T08:05:53","modified_gmt":"2018-11-03T07:05:53","slug":"besserer-schutz-fuer-den-gartenschlaefer-neues-projekt-im-bundesprogramm-biologische-vielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12042","title":{"rendered":"Besserer Schutz f\u00fcr den Gartenschl\u00e4fer Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Besserer Schutz f\u00fcr den Gartenschl\u00e4fer<br \/>\nNeues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt<\/p>\n<p>Der Gartenschl\u00e4fer, der \u201ekleine Bruder\u201c des Siebenschl\u00e4fers, geh\u00f6rt<br \/>\nzu den un-bekannteren heimischen Arten und ist noch wenig erforscht. Sein<br \/>\nBestand ist in den letzten Jahrzehnten in ganz Europa drastisch<br \/>\nzur\u00fcckgegangen. Dem soll ein jetzt gestartetes Projekt entgegenwirken,<br \/>\ndas im Bundesprogramm Biologi-sche Vielfalt gef\u00f6rdert wird. Das Projekt<br \/>\nwird die Art n\u00e4her untersuchen, kurz-fristige Schutzma\u00dfnahmen ergreifen<br \/>\nund ein bundesweites Schutzkonzept er-arbeiten. In sechs Bundesl\u00e4ndern<br \/>\nsoll das Konzept anschlie\u00dfend gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern<br \/>\numgesetzt werden. Das Bundesumweltministerium f\u00f6rdert das Projekt mit<br \/>\netwa 3,6 Millionen Euro. Es l\u00e4uft bis zum Jahr 2024 und wird vom<br \/>\nBundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN) fachlich begleitet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3400\" rel=\"attachment wp-att-3400\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3400\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSC00016-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSC00016-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/DSC00016.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Svenja Schulze: \u201eDer Gartenschl\u00e4fer ist eine von<br \/>\nvielen seltenen Arten, \u00fcber die wir immer noch viel zu wenig wissen.<br \/>\nDieses Projekt soll Abhilfe schaffen. Engagierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger<br \/>\nk\u00f6nnen einen wichtigen Beitrag leisten zum besseren Verst\u00e4ndnis dieser<br \/>\nbisher wenig erforschter Art. Die von Ehrenamtlichen in einem<br \/>\nOnline-Meldesystem gesammelten Daten werden genutzt, um ein umfassendes<br \/>\nSchutzkonzept f\u00fcr den Gartenschl\u00e4fer zu erarbeiten. Unser Ziel ist, den<br \/>\nBestand dieser gef\u00e4hrdeten Art zu sichern.\u201c<\/p>\n<p>BfN-Pr\u00e4sidentin Prof. Beate Jessel: \u201eGesammelt werden Haarproben des<br \/>\nGartenschl\u00e4fers, die anschlie\u00dfend genetisch untersucht werden. Daraus<br \/>\nwird dann ersichtlich, wo eine Ver-netzung von Lebensr\u00e4umen besonders<br \/>\nsinnvoll und notwendig ist, wo Tiere aus Wildtier-auffangstationen wieder<br \/>\nausgewildert werden sollten und welche Best\u00e4nde vorrangig durch eine<br \/>\nVerbesserung ihrer Lebensr\u00e4ume gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen. Wir erwarten<br \/>\nauch Er-kenntnisse zu Wanderbewegungen und zum r\u00e4umlichen Verhalten<br \/>\neinzelner Tiere sowie \u00fcber die genetische Vielfalt innerhalb dieser<br \/>\nArt.\u201c<\/p>\n<p>Der Gartenschl\u00e4fer geh\u00f6rt zur Familie der Bilche, ist nachts aktiv und<br \/>\nh\u00e4lt etwa f\u00fcnf Mona-te Winterschlaf. Seine Verbreitung, Genetik sowie<br \/>\ndie Ursachen f\u00fcr den drastischen R\u00fcck-gang der Art werden in dem jetzt<br \/>\ngestarteten Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bund f\u00fcr<br \/>\nUmwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), der Senckenberg Gesellschaft<br \/>\nf\u00fcr Naturforschung und der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen gemeinsam<br \/>\nmit Ehrenamtlichen untersucht.<\/p>\n<p>Dort, wo bereits bekannterma\u00dfen Gartenschl\u00e4fer vorkommen, werden von<br \/>\nProjektbeginn an Sofortma\u00dfnahmen umgesetzt. Beispielsweise sollen<br \/>\nkleinr\u00e4umig Habitate verbessert und vernetzt und zus\u00e4tzliche Versteck-<br \/>\nund Nistm\u00f6glichkeiten geschaffen werden.<\/p>\n<p>Das Projekt l\u00e4uft von Oktober 2018 bis September 2024 und wird vom<br \/>\nBundesamt f\u00fcr Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums im<br \/>\nBundesprogramm Biologische Vielfalt mit rund 3,6Millionen Euro<br \/>\ngef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<br \/>\nDer Gartenschl\u00e4fer (Eliomys quercinus) ist laut den bundesweiten Roten<br \/>\nListen der gef\u00e4hr-deten Tiere und Pflanzen in Kategorie G eingestuft<br \/>\n(Gef\u00e4hrdung unbekannten Ausma\u00dfes). Er ist eine seltene Art, deren<br \/>\nBestand in den letzten Jahrzehnten in Deutschland deutlich zur\u00fcckgegangen<br \/>\nist. Deutschland tr\u00e4gt f\u00fcr die weltweite Erhaltung des Gartenschl\u00e4fers<br \/>\neine hohe Verantwortung, weil ein gro\u00dfer Anteil seines Weltbestandes bei<br \/>\nuns lebt. Der Garten-schl\u00e4fer ist nach dem Bundesnaturschutz- und dem<br \/>\nBundesartenschutzgesetz besonders gesch\u00fctzt.<br \/>\nMehr zum Projekt:<br \/>\nhttps:\/\/biologischevielfalt.bfn.de\/bundesprogramm\/projekte\/projektbeschreibungen\/erarbeitung-eines-bundesweiten-schutzkonzepts-fuer-den-gartenschlaefer.html<\/p>\n<p>Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt<br \/>\nDie Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird<br \/>\nseit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterst\u00fctzt.<br \/>\nGef\u00f6rdert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich<br \/>\nrepr\u00e4sentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders<br \/>\nbeispielhafter Weise umsetzen. Die gef\u00f6rderten Ma\u00dfnah-men tragen dazu<br \/>\nbei, den R\u00fcckgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und<br \/>\nmittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen<br \/>\ndem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der<br \/>\nbiologischen Vielfalt und gehen \u00fcber die rechtlich geforderten Standards<br \/>\nhinaus. Akzeptanzbildende Ma\u00dfnahmen der Informati-onen und Kommunikation<br \/>\ntragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein f\u00fcr die biolo-gische<br \/>\nVielfalt zu st\u00e4rken.<br \/>\nWeitere Informationen zum Bundesprogramm:<br \/>\nwww.biologischevielfalt.bfn.de\/bundesprogramm.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Besserer Schutz f\u00fcr den Gartenschl\u00e4fer Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt Der Gartenschl\u00e4fer, der \u201ekleine Bruder\u201c des Siebenschl\u00e4fers, geh\u00f6rt zu den un-bekannteren heimischen Arten und ist noch wenig erforscht. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten in ganz Europa drastisch zur\u00fcckgegangen. 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