{"id":12038,"date":"2018-10-30T08:07:30","date_gmt":"2018-10-30T07:07:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12038"},"modified":"2018-10-30T08:07:30","modified_gmt":"2018-10-30T07:07:30","slug":"antibiotikaresistenzen-machen-nicht-an-laendergrenzen-halt-wir-muessen-international-dagegen-vorgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12038","title":{"rendered":"Antibiotikaresistenzen machen nicht an L\u00e4ndergrenzen halt &#8211; wir m\u00fcssen international dagegen vorgehen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Julia Kl\u00f6ckner: \u201eAntibiotikaresistenzen machen nicht an L\u00e4ndergrenzen halt &#8211; wir m\u00fcssen international dagegen vorgehen\u201c<br \/>\nMinisterin stellt die erfolgreiche Deutsche Resistenzstrategie in Marrakesch vor<\/p>\n<p>Die Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, nimmt heute in Marrakesch, Marokko, an der zweiten internationalen Konferenz der Weltorganisation f\u00fcr Tiergesundheit OIE zu Antibiotikaresistenzen teil. Bereits beim G-20-Agrarministertreffen im Juli dieses Jahres hatte Kl\u00f6ckner f\u00fcr ein gemeinsames globales Vorgehen sowie eine deutliche Beschr\u00e4nkung beim Einsatz f\u00fcr Antibiotika in der Tierhaltung geworben, wozu sich die Teilnehmer des Treffens bekannt hatten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1235\" rel=\"attachment wp-att-1235\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1235\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/stop.png\" alt=\"\" width=\"274\" height=\"258\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dazu erkl\u00e4rt Julia Kl\u00f6ckner: \u201eDurch Antibiotika haben viele Krankheiten ihren Schrecken verloren, doch viele Mittel wirken mittlerweile nicht mehr, Bakterien entwickeln zunehmend Resistenzen. Im schlimmsten Fall macht das eine Behandlung der Krankheit bei Mensch wie Tier unm\u00f6glich, viele resistente Erreger k\u00f6nnen zum Tod f\u00fchren. Antiobiotikaresistenzen sind ein sektor\u00fcbergreifendes globales Problem, dem wir aktiv begegnen m\u00fcssen &#8211; f\u00fcr die Bundesregierung hat das hohe Priorit\u00e4t. Ob Human- oder Tiermedizin, jeder Sektor muss je nach spezifischen lokalen und nationalen Gegebenheiten passende Ma\u00dfnahmen ergreifen.<\/p>\n<p>Unsere Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie, entwickelt auch auf Bestreben meines Ministeriums, fu\u00dft dabei auf vier S\u00e4ulen: Resistenzentwicklung beobachten, Antibiotikamengen erfassen, Antibiotikaeinsatz minimieren, strenge Vorschriften zum Einsatz kritischer Antibiotika bei Tieren. Damit konnten wir konkrete Erfolge erzielen: Im ,gr\u00fcnen\u2018 Sektor sind die Antibiotikaabgabemengen in den vergangenen Jahren um 57 Prozent gesunken, auch die Resistenzraten sind in vielen Bereichen r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n<p>Ein solcher Prozess l\u00e4uft nicht ohne H\u00fcrden und Herausforderungen ab. Umso mehr will ich mit unserem Beispiel Mut machen &#8211; vor allem denjenigen L\u00e4ndern, die noch nicht so weit sind. Gleichzeitig wollen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen und Ma\u00dfnahmen auch international umsetzen. Mit meinen Ministerkollegen hatte ich auf dem G-20-Treffen im Sommer hierzu konkret bereits vereinbart, dass Antibiotika nur zu therapeutischen, kurativen Zwecken und nicht pr\u00e4ventiv oder zur Wachstumsf\u00f6rderung eingesetzt werden darf.\u201c<\/p>\n<p>Eine enge Zusammenarbeit in diesem Feld, so die Ministerin weiter, f\u00f6rdere die Lebensmittelsicherheit sowie die Produktion qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel, die EU-Standards entspr\u00e4chen. Das mache den Export nach Europa und allgemein den reibungslosen Handel mit tierischen Produkten unter Einhaltung der veterin\u00e4rrechtlichen Vorgaben \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nDie OIE wurde 1924 unter dem Namen \u201eOffice Internationale d\u2018Epizootie\u201c (Internationales Tierseuchenamt) auf der Basis eines internationalen Abkommens gegr\u00fcndet und ist damit \u00e4lter als die UN. 2003 wurde die Organisation unter Beibehaltung des Acronyms \u201eOIE\u201c in \u201eWeltorganisation f\u00fcr Tiergesundheit\u201c umbenannt, Ihr kommt mit derzeit 182 Mitgliedsl\u00e4ndern die weltweite F\u00fchrungsrolle in Angelegenheiten von Tiergesundheit und Tierschutz zu.<\/p>\n<p>Zur Konferenz: Um die bereits in vielen L\u00e4ndern entwickelten Ans\u00e4tze zur Eind\u00e4mmung von Antibiotikaresistenzen weiter zu st\u00e4rken und auszubauen, bringt die zweite globale OIE-Konferenz Experten, betroffene Berufsgruppen, Politiker, internationale Organisationen und Geldgeber zusammen. Die Kenntnisse \u00fcber die aktuelle Situation in Bezug auf Antibiotikaresistenzen bei Tieren und das gegenseitige Verst\u00e4ndnis sollen so gef\u00f6rdert, und Empfehlungen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige nachhaltige Kontrolle von Antibiotikaresistenzen entwickelt werden.<\/p>\n<p>Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) 2020: Seit dem Jahr 2015 &#8211; also seit auch WHO, OIE und FAO ihr Engagement in einer gemeinsamen Strategie geb\u00fcndelt haben &#8211; l\u00e4uft in Deutschland bereits die Nachfolgestrategie unter dem Namen Dart 2020.<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Julia Kl\u00f6ckner: \u201eAntibiotikaresistenzen machen nicht an L\u00e4ndergrenzen halt &#8211; wir m\u00fcssen international dagegen vorgehen\u201c Ministerin stellt die erfolgreiche Deutsche Resistenzstrategie in Marrakesch vor Die Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, nimmt heute in Marrakesch, Marokko, an der zweiten internationalen Konferenz der Weltorganisation f\u00fcr Tiergesundheit OIE zu Antibiotikaresistenzen teil. 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