{"id":12031,"date":"2018-10-28T07:54:25","date_gmt":"2018-10-28T06:54:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12031"},"modified":"2018-10-28T07:54:25","modified_gmt":"2018-10-28T06:54:25","slug":"im-tandem-die-ausbildung-meistern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12031","title":{"rendered":"Im Tandem die Ausbildung meistern"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Kultusminister Bernd Sibler bei Start des neuen Projekts &#8222;WEICHENSTELLUNG f\u00fcr Ausbildung und Beruf&#8220; mit Studierenden und zugewanderten Jugendlichen in Bayern<\/p>\n<p>Im Tandem die Ausbildung meistern<\/p>\n<p>Rund jede vierte Ausbildung wird in Deutschland vorzeitig abgebrochen. Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, das Bayerische Staatsministerium f\u00fcr Unterricht und Kultus sowie die Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg (FAU) wollen mit dem gemeinsamen Projekt &#8222;WEICHENSTELLUNG f\u00fcr Ausbildung und Beruf&#8220; neuzugewanderte Jugendliche auf ihrem Weg zu einer erfolgreichen Ausbildung unterst\u00fctzen: Zwei Jahre begleiten dabei Studierende die Jugendlichen als Mentoren. Gerade auf diese kommen in der Ausbildung oft besonders sprachliche und interkulturelle Herausforderungen zu. Das Projekt ist jetzt mit den ersten 23 Tandempaaren gestartet.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Auftaktveranstaltung in N\u00fcrnberg am Donnerstag betonte Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister f\u00fcr Unterricht und Kultus: &#8222;Wir haben mit unseren Deutsch- und den Berufsintegrationsklassen nach dem Prinzip des F\u00f6rderns und Forderns f\u00fcr neuzugewanderte Jugendliche eine gute Ausgangsbasis f\u00fcr eine anschlie\u00dfende Berufsausbildung geschaffen. Umso wichtiger ist es, sie auch w\u00e4hrend ihrer dualen Ausbildung weiter zu f\u00f6rdern, damit ihnen der \u00dcbergang in den Beruf gelingt. Das Projekt WEICHENSTELLUNG hat sich die erfolgreiche Integration junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den Arbeitsmarkt als Ziel gesetzt.&#8220;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der ersten beiden Jahre der dualen Ausbildung treffen sich die Tandempaare einmal w\u00f6chentlich f\u00fcr 90 Minuten. In dieser Zeit f\u00f6rdern die Lehramtsstudierenden der FAU die jungen Zuwanderer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren in vielerlei Hinsicht: Die Studierenden helfen bei sprachlichen Fragen f\u00fcr Pr\u00fcfungen, bereiten komplexe Unterrichtsinhalte nach, sind Ansprechpartner bei Konflikten in Schule und Betrieb, bringen ihnen Strategien f\u00fcrs Lernen sowie zum L\u00f6sen von Problemen bei und vermitteln gesellschaftliche und betriebsspezifische Normen und Werte. Dar\u00fcber hinaus finden monatlich Veranstaltungen f\u00fcr die gesamte Gruppe wie zum Beispiel Theaterbesuche statt, um den sozialen und interkulturellen Austausch, sowie die Integration in das kulturelle Leben in N\u00fcrnberg zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Dr. Tatiana Matthiesen, Leiterin des F\u00f6rderbereichs Bildung und Erziehung der ZEIT-Stiftung, unterstrich: &#8222;N\u00fcrnberg macht den Anfang bei WEICHENSTELLUNG f\u00fcr Ausbildung und Beruf. In der zweitgr\u00f6\u00dften bayerischen Stadt lernen junge Zugewanderte zwischen 18 und 22 Jahren unter anderem Berufe wie Hotelfachmann, Fachinformatiker, Maler und Lackierer, Maschinen- und Anlagenf\u00fchrer, Krankenpfleger, Fachkraft Metalltechnik oder Fachkraft f\u00fcr Lagerlogistik. WEICHENSTELLUNG f\u00fcr Ausbildung und Beruf begleitet die jugendlichen Gefl\u00fcchteten in der anspruchsvollen Phase der Berufsausbildung. Das Betreuungsverh\u00e4ltnis ist besonders intensiv &#8211; jeweils ein Mentor ist f\u00fcr einen Auszubildenden da. Das Konzept von WEICHENSTELLUNG bew\u00e4hrt sich auch hier: Im Gespann von Mentoren und Mentees f\u00fchrt enge Lernbegleitung zum Erfolg. Die ZEIT-Stiftung hat WEICHENSTELLUNG bereits bei Viertkl\u00e4sslern und beim schulischen \u00dcbergang von Zugewanderten erprobt. Jetzt gilt es, das berufsbegleitende<br \/>\nWEICHENSTELLUNG-Programm erfolgreich zu starten.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3339\" rel=\"attachment wp-att-3339\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3339\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lkw.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"160\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um auch nach dem Projektstart gemeinsame Bildungserfolge zu erm\u00f6glichen, werden die Studierenden w\u00e4hrend der gesamten Projektlaufzeit durch die FAU begleitet: Zum einen werden sie fachlich mit drei aufeinander aufbauenden Modulen qualifiziert und zum anderen durch das Team am Lehrstuhl f\u00fcr Wirtschaftsp\u00e4dagogik und Personalentwicklung, den FAU-Experten auf dem Gebiet der beruflichen Bildung, pers\u00f6nlich betreut. Das bayerische Kultusministerium hat hierf\u00fcr eigens eine Lehrkraft an den Lehrstuhl abgeordnet. Zudem hat rund die H\u00e4lfte der Mentoren vor ihrem Studium selbst einmal eine Ausbildung gemacht &#8211; die Praxis in Betrieben und Berufsschulen ist nichts Neues f\u00fcr sie. Alle anderen haben durch Praktika Einblicke in die Arbeitswelt gesammelt. Studierende aller Lehr\u00e4mter und Fachrichtungen werden als Mentorinnen und Mentoren t\u00e4tig sein k\u00f6nnen. Das Zentrum f\u00fcr Lehrerinnen- und Lehrerbildung der FAU (ZfL), von dem auch die Initiative f\u00fcr WEICHENSTELLUNG an der FAU ausging, \u00fcbernimmt<br \/>\ndie uniinterne Koordination und gew\u00e4hrleistet zum Beispiel, dass sich alle angehenden Lehrkr\u00e4fte das Projekt f\u00fcr ihr Studium anrechnen lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am Ende sollen alle Seiten profitieren: Die Auszubildenden werden bei ihrem Weg in den Arbeitsmarkt unterst\u00fctzt; die Studierenden sammeln wichtige Praxiserfahrung; Betriebe und Schulen erhalten eine zus\u00e4tzliche F\u00f6rderung f\u00fcr ihre Auszubildenden und k\u00f6nnen m\u00f6gliche Probleme fr\u00fchzeitig erkennen und darauf reagieren.<\/p>\n<p>&#8222;Die Studierenden bauen als Mentoren eine ganz andere, n\u00e4here Beziehung zu den jungen Frauen und M\u00e4nnern auf als es Ausbildern im Betrieb oder Lehrkr\u00e4ften in der Berufsschule m\u00f6glich ist. Sie erhalten einen unmittelbaren Einblick, was die Auszubildenden besch\u00e4ftigt, welche Fragen und auch Probleme auftauchen k\u00f6nnen. F\u00fcr die angehenden Lehrkr\u00e4fte aller Schularten und Fachrichtungen bietet das Projekt die Chance, Erfahrungen zu sammeln und sich Kompetenzen anzueignen, die f\u00fcr ihren sp\u00e4teren Beruf von unsch\u00e4tzbarem Wert sind und die sie so auch sp\u00e4ter nicht mehr machen k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Prof. Dr. B\u00e4rbel Kopp, Vizepr\u00e4sidentin Education der FAU.<\/p>\n<p>Das sieht auch Bernd Sibler so: &#8222;Durch die Teilnahme an dem Programm entwickeln die neuzugewanderten Auszubildenden ihre beruflichen und ihre pers\u00f6nlichen Kompetenzen weiter. Auf der anderen Seite ist die T\u00e4tigkeit als Mentorinnen und Mentoren aber auch eine Bereicherung f\u00fcr unsere Lehramtsstudierenden. Das ist also ein klarer Gewinn f\u00fcr alle Beteiligten. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit! Nur gemeinsam k\u00f6nnen wir die Weichen f\u00fcr Bildungs-und Berufserfolge junger Menschen stellen, die hier bei uns eine neue Heimat finden sollen.&#8220;<br \/>\nAusf\u00fchrliche Informationen zum Projekt WEICHENSTELLUNG f\u00fcr Ausbildung und Beruf: https:\/\/www.weichenstellung-nuernberg.fau.de\/.<br \/>\nWeitere Informationen:<br \/>\nFlorian Kirchh\u00f6fer<br \/>\nTel.: 0911\/5302-498<br \/>\nflorian.kirchhoefer@fau.de<\/p>\n<p>Quelle: stmuk.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Kultusminister Bernd Sibler bei Start des neuen Projekts &#8222;WEICHENSTELLUNG f\u00fcr Ausbildung und Beruf&#8220; mit Studierenden und zugewanderten Jugendlichen in Bayern Im Tandem die Ausbildung meistern Rund jede vierte Ausbildung wird in Deutschland vorzeitig abgebrochen. Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, das Bayerische Staatsministerium f\u00fcr Unterricht und Kultus sowie die Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg (FAU) wollen mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":3806,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[78,71],"tags":[2666],"class_list":["post-12031","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bayern","category-menue","tag-tandemausbildung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12031","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12031"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12031\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12034,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12031\/revisions\/12034"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12031"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12031"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12031"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}