{"id":11824,"date":"2018-08-03T08:37:23","date_gmt":"2018-08-03T06:37:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11824"},"modified":"2024-01-18T08:49:18","modified_gmt":"2024-01-18T07:49:18","slug":"11824","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11824","title":{"rendered":"Hoffnung f\u00fcr den Feldhamster"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Hoffnung f\u00fcr den Feldhamster<br \/>\nNeues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt<\/p>\n<p>Der Feldhamster ist eine der am st\u00e4rksten bedrohten S\u00e4ugetierarten<br \/>\nDeutschlands. Um dies zu \u00e4ndern, wurde im Bundesprogramm Biologische<br \/>\nVielfalt jetzt das Projekt \u201eFeldhamsterland\u201c gestartet. Das Projekt<br \/>\nhat das Ziel, die verbliebenen Populationen des Feldhamsters zu sch\u00fctzen<br \/>\nund die Agrarlandschaft in f\u00fcnf Bundesl\u00e4ndern so zu gestalten, dass sie<br \/>\ndem Feldhamster und dar\u00fcber hinaus anderen Arten der Agrarlandschaft<br \/>\nzugutekommt. Das Bundesumweltministerium f\u00f6rdert das Projekt mit rund 3,4<br \/>\nMillionen Euro. Es l\u00e4uft bis zum Jahr 2023 und wird vom Bundesamt f\u00fcr<br \/>\nNaturschutz (BfN) fachlich begleitet.<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Svenja Schulze: \u201eDie Intensivierung der<br \/>\nLandwirtschaft ist eine Hauptursache f\u00fcr die Gef\u00e4hrdung des Feldhamsters<br \/>\nund der biologischen Vielfalt im Allgemeinen. Das macht deutlich: Der<br \/>\nErhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft kann nur gemeinsam<br \/>\nmit der Landwirtschaft gelingen. In diesem Vorhaben wird modellhaft<br \/>\ngezeigt, wie Naturschutz, Landwirtschaft und Ehrenamt gemeinsam zum Schutz<br \/>\nder biologischen Vielfalt beitragen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>BfN-Pr\u00e4sidentin Beate Jessel: \u201eDer Feldhamster ist auf der Roten Liste<br \/>\nder S\u00e4ugetiere Deutschlands als \u2018vom Aussterben bedroht\u2018 eingestuft.<br \/>\nOhne die gro\u00dffl\u00e4chige Umsetzung von Schutz- und Hilfsma\u00dfnahmen wird<br \/>\ndiese Tierart in absehbarer Zeit bei uns aussterben. Es besteht ein<br \/>\ndringender Handlungsbedarf. Denn am Feldhamster wird deutlich, dass wir<br \/>\nauch in vergleichsweise intensiv genutzten Agrarlandschaften ein Minimum<br \/>\nan biologischer Vielfalt sicherstellen m\u00fcssen. Wichtig zu wissen ist<br \/>\ndabei auch: Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Feldhamster kommen auch weiteren Arten der<br \/>\nAgrarlandschaft zugute.\u201c<\/p>\n<p>Der Feldhamster lebt in offenen Landschaften, bevorzugt auf L\u00f6ss- und<br \/>\nLehmb\u00f6den, die zur Anlage seiner Baue besonders geeignet sind. Diese<br \/>\nVorkommen geh\u00f6ren in Deutschland zu den fruchtbarsten Ackergebieten, die<br \/>\nauch traditionell bereits einer vergleichsweise intensiven Nutzung<br \/>\nunterliegen. Hier fand die Art \u00fcber Jahrhunderte ausreichend Nahrung und<br \/>\nDeckung. Die Zunahme moderner und immer effizienterer<br \/>\nLandbewirtschaftungstechniken und eine zu enge Fruchtfolge f\u00fchrten dazu,<br \/>\ndass sich die Lebensbedingungen des Feldhamsters rapide verschlechterten:<br \/>\nEs bleiben keine Erntereste \u00fcbrig und die Tiere finden keine Deckung<br \/>\nmehr. Deshalb geht der Bestand der Art seit Jahren stark zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Um diesen Trend zu stoppen, beraten Feldhamsterexpertinnen und -experten im<br \/>\nProjekt \u201eFeldhamsterland\u201c Landwirtschaftsbetriebe in f\u00fcnf<br \/>\nProjektregionen, wie sich Ma\u00dfnahmen, die dem Feldhamster und auch anderen<br \/>\nArten zugutekommen, in der Agrarlandschaft effektiv umsetzen lassen. So<br \/>\nist in diesem Projekt unter anderem vorgesehen, Getreidestreifen nicht zu<br \/>\nernten oder in gro\u00dfem Umfang Luzerne anzubauen. Durch diese und weitere<br \/>\nmodellhafte Ma\u00dfnahmen erh\u00e4lt der kleine Nager Deckung und Nahrung<br \/>\nzugleich.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus soll ein Netzwerk ehrenamtlicher Feldhamstersch\u00fctzer<br \/>\naufgebaut werden. Ziel ist es, das Wissen zur Verbreitung der Art zu<br \/>\nverbessern und auf eine breitere Basis zu stellen, um damit auch eine<br \/>\nlangfristige Wirkung des Projekts zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eFeldhamsterland\u201c wird vom Bundesumweltministerium mit rund<br \/>\n3,4 Mio. Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt gef\u00f6rdert und<br \/>\nvom Bundesamt f\u00fcr Naturschutz fachlich begleitet. Koordiniert wird das<br \/>\nf\u00fcnfj\u00e4hrige Projekt von der Deutschen Wildtier Stiftung. Projektpartner<br \/>\nsind der Landschaftsverband Mittelth\u00fcringen, die Stiftung Natur und<br \/>\nUmwelt Rheinland-Pfalz, die Hessische Gesellschaft f\u00fcr Ornithologie und<br \/>\nNaturschutz und die Senckenberg Gesellschaft.<\/p>\n<p>Informationen zum Projekt unter: http:\/\/bit.ly\/feldhams<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10707\" rel=\"attachment wp-att-10707\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10707\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/torte-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/torte-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/torte.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><br \/>\nHintergrund<br \/>\nDas Bundesprogramm Biologische Vielfalt<br \/>\nDie Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird<br \/>\nseit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterst\u00fctzt.<br \/>\nGef\u00f6rdert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich<br \/>\nrepr\u00e4sentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders<br \/>\nbeispielhafter Weise umsetzen. Die gef\u00f6rderten Ma\u00dfnahmen tragen dazu<br \/>\nbei, den R\u00fcckgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und<br \/>\nmittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen<br \/>\ndem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der<br \/>\nbiologischen Vielfalt und gehen \u00fcber die rechtlich geforderten Standards<br \/>\nhinaus. Akzeptanzbildende Ma\u00dfnahmen der Information und Kommunikation<br \/>\ntragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein f\u00fcr die biologische<br \/>\nVielfalt zu st\u00e4rken.<br \/>\nWeitere Informationen zum Bundesprogramm:<br \/>\nwww.biologischevielfalt.bfn.de\/bundesprogramm.html<\/p>\n<p>Quelle: bmu-bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Hoffnung f\u00fcr den Feldhamster Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt Der Feldhamster ist eine der am st\u00e4rksten bedrohten S\u00e4ugetierarten Deutschlands. 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