{"id":11645,"date":"2018-05-16T08:16:34","date_gmt":"2018-05-16T06:16:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11645"},"modified":"2018-05-16T08:16:34","modified_gmt":"2018-05-16T06:16:34","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-mai-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11645","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2018"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2018<\/p>\n<p>Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich im ersten Quartal 2018 fort. Die Konjunktur<br \/>\nschw\u00e4chte sich zwar etwas ab, hierbei waren aber auch Sondereffekte ma\u00dfgeblich. Der Aufschwung<br \/>\nbleibt intakt. Das Produzierende Gewerbe legt im ersten Quartal eine Verschnaufpause ein. Die<br \/>\nindustriellen Auftragseing\u00e4nge waren sogar r\u00fcckl\u00e4ufig. Das Gesch\u00e4ftsklima bleibt aber<br \/>\n\u00fcberdurchschnittlich gut. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Der Handel zeigt<br \/>\nsich angesichts guter Rahmenbedingungen zuversichtlich. Die weiterhin hohe Nachfrage nach<br \/>\nArbeitskr\u00e4ften in weiten Teilen der Wirtschaft sorgt f\u00fcr eine stetig steigende Besch\u00e4ftigung. Die<br \/>\nHerausforderungen f\u00fcr Arbeitgeber bei der Mitarbeitersuche bleiben gro\u00df. Die Verringerung der<br \/>\nh\u00f6heren Arbeitslosigkeit in strukturschwachen Gebieten und die Langzeitarbeitslosigkeit bleiben<br \/>\nAufgaben.<br \/>\nDie deutsche Wirtschaft ist auch im ersten Quartal des Jahres 2018 gewachsen. [1] Das<br \/>\nBruttoinlandsprodukt erh\u00f6hte sich preisbereinigt um 0,3 Prozent gegen\u00fcber dem Vorquartal. [2] Die<br \/>\nRate liegt erwartungsgem\u00e4\u00df unter dem f\u00fcr die deutsche Wirtschaft recht hohen durchschnittlichen<br \/>\nQuartalswachstum von 0,7 Prozent im Jahr 2017. Die Nachfrage nach industriellen Produkten sowohl<br \/>\naus dem Inland als auch aus L\u00e4ndern au\u00dferhalb des Euroraums fiel geringer aus als im Vorquartal und<br \/>\nsenkte die Exporte. Hinzu kamen einige Sondereffekte, die vor\u00fcbergehend d\u00e4mpfend wirkten. Neben der<br \/>\nGrippewelle, den vermehrten Streiks und der fr\u00fchen Lage der Osterferien d\u00fcrfte sich die vorl\u00e4ufige<br \/>\nHaushaltsf\u00fchrung des Bundes sp\u00fcrbar ausgewirkt haben. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die schw\u00e4chere<br \/>\nAuslandsnachfrage sind sicherlich vielf\u00e4ltig. Inwieweit hierzu eine m\u00f6gliche Verunsicherung durch<br \/>\ndie seit Beginn des Jahres sch\u00e4rferen au\u00dfen- und handelspolitischen T\u00f6ne der Regierung der<br \/>\nVereinigten Staaten beitrug, ist derzeit noch schwer zu beurteilen. Insgesamt bleibt der Aufschwung<br \/>\nder deutschen Wirtschaft aber intakt. Die Weltwirtschaft ist weiterhin grunds\u00e4tzlich in guter<br \/>\nVerfassung und die deutsche Wirtschaft bleibt, wenn man zum Beispiel ihre Nachfrage nach<br \/>\nArbeitskr\u00e4ften zugrunde legt, auf Wachstum ausgerichtet. Die einschl\u00e4gigen<br \/>\nGesch\u00e4ftsklimaindikatoren sind zwar nicht mehr ganz so positiv wie zum Jahreswechsel, ihr<br \/>\n\u00fcberdurchschnittliches Niveau spricht aber deutlich f\u00fcr die Fortsetzung des Aufschwungs, wenn<br \/>\nvielleicht auch mit etwas angepasster Dynamik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><br \/>\nDie Weltwirtschaft expandiert trendm\u00e4\u00dfig mit hohem Tempo. Die Weltindustrieproduktion startete<br \/>\nallerdings mit wenig Dynamik in das neue Jahr, lag im Februar dennoch um 3,9 Prozent \u00fcber dem<br \/>\nNiveau des Vorjahres. Die st\u00e4rksten Impulse kommen \u00fcber ein Jahr gesehen von den asiatischen<br \/>\nSchwellenl\u00e4ndern, die Produktion der entwickelten Volkswirtschaften wurde aber ebenfalls sp\u00fcrbar<br \/>\nausgeweitet. Die weiteren Aussichten f\u00fcr den regional breit angelegten globalen Aufschwung bleiben<br \/>\npositiv, auch wenn sich sein Wachstumstempo kaum mehr steigern d\u00fcrfte. Der globale Markit<br \/>\nEinkaufsmanagerindex erh\u00f6hte sich im April und lag deutlich in seiner Wachstumszone. Das ifo<br \/>\nWeltwirtschaftsklima indes schw\u00e4chte sich im zweiten Quartal, insbesondere hinsichtlich der<br \/>\nGesch\u00e4ftserwartungen, ab. IWF und OECD rechnen f\u00fcr die Weltwirtschaft f\u00fcr die Jahre 2018 und 2019<br \/>\nmit einem Wachstum von jeweils 3,9 Prozent.<br \/>\nDie deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen haben sich angesichts des weniger<br \/>\ndynamischen au\u00dfenwirtschaftlichen Umfelds zuletzt schw\u00e4cher entwickelt. Sie gingen im ersten<br \/>\nQuartal 2018 gegen\u00fcber dem Vorquartal in jeweiligen Preisen um 0,3 Prozent zur\u00fcck. Auch die ifo<br \/>\nExporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe sind im April weiter gesunken. Dabei k\u00f6nnte die<br \/>\naktuelle Handelspolitik der USA eine Rolle gespielt haben. Die nominalen Importe von Waren und<br \/>\nDienstleistungen haben sich im ersten Quartal gegen\u00fcber dem Vorquartal nicht ver\u00e4ndert. Sie d\u00fcrften<br \/>\nangesichts der steigenden Binnennachfrage im weiteren Verlauf aufw\u00e4rtsgerichtet bleiben.<br \/>\nDie Industrie startete verhalten in das neue Jahr. Ihre Produktion nahm im gesamten ersten Quartal<br \/>\nlediglich um 0,1 Prozent gegen\u00fcber dem Vorquartal zu, trotz Anstieg um 1,0 Prozent im M\u00e4rz. Die<br \/>\nProduktion im Baugewerbe stieg im M\u00e4rz um 0,6 Prozent und im gesamten ersten Quartal ebenfalls nur<br \/>\num 0,1 Prozent. W\u00e4hrend innerhalb der Industrie die Investitionsg\u00fcter im ersten Quartal um 0,2<br \/>\nProzent und die Konsumg\u00fcter um 2,0 Prozent zulegten, wurde die Produktion von Vorleistungsg\u00fctern um<br \/>\n0,9 Prozent zur\u00fcckgenommen. Die Auftragseing\u00e4nge im Verarbeitenden Gewerbe verzeichneten im M\u00e4rz<br \/>\nein Minus von 0,9 Prozent, was vor allem auf einen geringeren Anteil von Gro\u00dfauftr\u00e4gen zur\u00fcckging.<br \/>\nIm gesamten ersten Quartal wurden sogar 2,4 Prozent weniger Auftr\u00e4ge registriert. Sowohl die<br \/>\nNachfrage aus dem Inland (-2,1 Prozent) als auch vor allem die aus Staaten au\u00dferhalb des Euroraums<br \/>\n(-3,6 Prozent) war r\u00fcckl\u00e4ufig. Der Aufschwung in der Industrie bleibt aber intakt, zumal im ersten<br \/>\nQuartal Sondereffekte wie vermehrte Streiks, die Grippewelle sowie die Lage der Osterfeiertage die<br \/>\nProduktion ged\u00e4mpft haben d\u00fcrften. Das au\u00dfenwirtschaftliche Umfeld ist insgesamt positiv, der<br \/>\nAuftragsbestand auf Rekordniveau und das Gesch\u00e4ftsklima \u00fcberdurchschnittlich gut. Auch vom<br \/>\nBauhauptgewerbe kommen eher positive Nachrichten. Nach einer ruhigeren Phase wird die Erzeugung im<br \/>\nProduzierenden Gewerbe daher wieder Fahrt aufnehmen.<br \/>\nDie Indikatoren f\u00fcr den privaten Konsum sind zwar gemischt, zeichnen insgesamt aber ein leicht<br \/>\npositives Bild. Die Ums\u00e4tze im Einzelhandel gingen im M\u00e4rz zwar nochmal um 0,6 Prozent zur\u00fcck.<br \/>\nDamit ergab sich f\u00fcr das erste Quartal ein Minus zum Vorquartal von 0,8 Prozent. Die Zahl der<br \/>\nNeuzulassungen von Kraftfahrzeugen insbesondere bei den privaten Haltergruppen entwickelt sich im<br \/>\nersten Quartal demgegen\u00fcber sehr g\u00fcnstig. Das ifo Gesch\u00e4ftsklima f\u00fcr den Einzelhandel hat sich im<br \/>\nApril wieder etwas aufgehellt, der prognostizierte GfK-Konsumklimaindex f\u00fcr Mai ging dagegen leicht<br \/>\nzur\u00fcck. Beide Indikatoren bewegen sich auf \u00fcberdurchschnittlichem Niveau. Angesichts der g\u00fcnstigen<br \/>\nEinkommens- und Besch\u00e4ftigungsentwicklung d\u00fcrfte der private Konsum daher weiter zum Wachstum<br \/>\nbeitragen.<br \/>\nDie positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt setzen sich mit der \u00fcblichen Fr\u00fchjahrsbelebung fort.<br \/>\nDie Fr\u00fchindikatoren signalisieren auch nach dem j\u00fcngsten leichten D\u00e4mpfer eine weiterhin hohe<br \/>\nNachfrage der Unternehmen nach Arbeitskr\u00e4ften. Im M\u00e4rz nahm die Erwerbst\u00e4tigkeit saisonbereinigt um<br \/>\n32.000 Personen zu und auch auf Jahressicht blieb der Besch\u00e4ftigungszuwachs (+1,4 Prozent) sehr<br \/>\nhoch. Der Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung war im Februar nicht mehr so<br \/>\nhoch wie in den Vormonaten, aber nach wie vor sehr kr\u00e4ftig (+53.000 Personen). Die Zahl der<br \/>\nArbeitslosen sank im April weiter und unterschritt nach den Ursprungszahlen die Marke von 2,4 Mio.<br \/>\nPersonen. Gegen\u00fcber M\u00e4rz ging sie um 7.000 Personen zur\u00fcck. Die Unterbesch\u00e4ftigung, die zudem<br \/>\nPersonen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunf\u00e4higkeit<br \/>\nber\u00fccksichtigt, nahm st\u00e4rker ab. Die Eind\u00e4mmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die h\u00f6here<br \/>\nArbeitslosigkeit in strukturschwachen Gebieten bleiben als Herausforderungen bestehen.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nHinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in<br \/>\nder Juni-Ausgabe des Monatsberichts \u201eSchlaglichter der Wirtschaftspolitik\u201c ver\u00f6ffentlicht. Diese<br \/>\nAusgabe wird voraussichtlich in der 22. Kalenderwoche 2018 auf der Internetseite des<br \/>\nBundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie zu finden sein.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 15. Mai 2018 vorlagen. Soweit nicht<br \/>\nanders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber der jeweiligen Vorperiode auf Basis<br \/>\npreisbereinigter und kalender- und saisonbereinigter Daten.<br \/>\n[2] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Mai 2018.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Wirtschaftliche-Lage\/2018\/20180515-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-mai-2018.html<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2018 Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich im ersten Quartal 2018 fort. 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