{"id":11555,"date":"2018-04-15T08:35:21","date_gmt":"2018-04-15T06:35:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11555"},"modified":"2018-04-15T08:35:21","modified_gmt":"2018-04-15T06:35:21","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-april-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11555","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2018"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2018<\/p>\n<p>Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort, sein Tempo hat sich zu Jahresbeginn<br \/>\nleicht abgeschw\u00e4cht. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist weiterhin g\u00fcnstig, die schwelenden<br \/>\nHandelskonflikte bergen allerdings erh\u00f6hte Risiken. Die Aufw\u00e4rtstrends bei den Auftragseing\u00e4ngen im<br \/>\nVerarbeitenden Gewerbe und bei der Industrieproduktion haben sich zuletzt abgeschw\u00e4cht, bleiben<br \/>\naber bestehen. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte war zuletzt weniger dynamisch. Die<br \/>\nKonsumlaune und die Stimmung im Handel bleiben aber zuversichtlich. Die hohe Nachfrage nach<br \/>\nArbeitskr\u00e4ften in weiten Teilen der Wirtschaft sorgt f\u00fcr eine stetig steigende Besch\u00e4ftigung. Die<br \/>\nverbesserten Arbeitsmarktchancen f\u00fcr Bewerber gehen einher mit h\u00f6heren Herausforderungen f\u00fcr viele<br \/>\nArbeitgeber bei der Mitarbeitersuche. Arbeitslosigkeit und Unterbesch\u00e4ftigung sinken weiter.<br \/>\nDie deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem soliden Aufschwung. Ihre Kapazit\u00e4ten sind<br \/>\ndeutlich \u00fcber normal ausgelastet. [1] Anfang des Jahres hat sich ihr Expansionstempo allerdings<br \/>\netwas verlangsamt. Hierf\u00fcr sprechen zum Beispiel die einschl\u00e4gigen Indikatoren f\u00fcr das<br \/>\nGesch\u00e4ftsklima, die sich auf hohem Niveau etwas abgeschw\u00e4cht haben. Auch das Produktionsvolumen im<br \/>\nProduzierenden Gewerbe oder die industriellen Ums\u00e4tze befinden sich aktuell etwas unterhalb des<br \/>\nNiveaus des Jahresschlussquartals 2017. Angesichts der hohen Schlagzahl der deutschen Wirtschaft in<br \/>\nden vier sehr wachstumsstarken Quartalen im Jahr 2017 ist dies keine ung\u00fcnstige Entwicklung. Sie<br \/>\nbedeutet kein Ende des Aufschwungs, sondern verbessert die Chancen f\u00fcr seine Verstetigung. So ist<br \/>\ndas Gesch\u00e4ftsklima weiterhin \u00fcberdurchschnittlich, die Auftragsb\u00fccher sind voll und der<br \/>\nArbeitsmarkt l\u00e4uft auf hohen Touren. Das au\u00dfenwirtschaftliche Umfeld zeigt sich g\u00fcnstig, auch wenn<br \/>\ndie Korrektur an den Kapitalm\u00e4rkten und der schwelende Handelskonflikt f\u00fcr eine gewisse<br \/>\nVerunsicherung sorgen. Der globale Aufschwung ist vielf\u00e4ltigen Unsicherheiten und Risiken<br \/>\nausgesetzt.<br \/>\nDer Weltwirtschaft expandiert mit hohem Tempo. Die Weltindustrieproduktion blieb allerdings im<br \/>\nJanuar 2018 gegen\u00fcber dem Vormonat nahezu unver\u00e4ndert, lag dabei aber um 4,0 Prozent \u00fcber dem<br \/>\nNiveau des Vorjahres. Impulse kamen im Januar weiterhin von den Schwellenl\u00e4ndern, w\u00e4hrend die<br \/>\nProduktion der entwickelten Volkswirtschaften etwas schw\u00e4cher ausfiel. Die weiteren Aussichten f\u00fcr<br \/>\nden regional breit angelegten globalen Aufschwung bleiben positiv, auch wenn sich sein<br \/>\nWachstumstempo kaum mehr steigern d\u00fcrfte. So gab der globale Markit Einkaufsmanagerindex im M\u00e4rz<br \/>\nnach, blieb aber deutlich in seiner Wachstumszone. Das ifo Weltwirtschaftsklima stieg demgegen\u00fcber<br \/>\nf\u00fcr das ersten Quartal auf den h\u00f6chsten Wert seit Herbst 2007. Internationale Organisationen haben<br \/>\nzuletzt ihre Prognose etwas angehoben. IWF und OECD rechnen f\u00fcr die Weltwirtschaft f\u00fcr die Jahre<br \/>\n2018 und 2019 nunmehr mit einem Wachstum von jeweils 3,9 Prozent. Bei dieser Aufw\u00e4rtsrevision<br \/>\nd\u00fcrfte die Steuerreform in den Vereinigten Staaten eine Rolle gespielt haben. Noch nicht<br \/>\nber\u00fccksichtigt sind allerdings die aufkeimenden Handelskonflikte. Diese k\u00f6nnten nicht nur den<br \/>\nHandel in einigen Bereichen beeintr\u00e4chtigen, sondern vor allem f\u00fcr Verunsicherung sorgen und bei<br \/>\neiner Eskalation den globalen Aufschwung gef\u00e4hrden.<br \/>\nAngesichts des au\u00dfenwirtschaftlichen Umfelds bleiben die deutschen Ausfuhren an Waren und<br \/>\nDienstleistungen trotz Abschw\u00e4chung in der Tendenz aufw\u00e4rtsgerichtet. Im Dreimonatsvergleich<br \/>\nDezember\/Januar\/Februar gegen\u00fcber September\/Oktober\/November legten sie in jeweiligen Preisen um<br \/>\n1,0 Prozent zu. Die ifo Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe haben sich vier Monate in Folge<br \/>\nabgeschw\u00e4cht, blieben aber \u00fcberdurchschnittlich. Dabei d\u00fcrfte neben der weiteren Aufwertung des<br \/>\nEuro-Wechselkurses der aufkeimende Handelskonflikt eine Rolle gespielt haben. Die nominalen Importe<br \/>\nvon Waren und Dienstleistungen entwickelten sich im Februar ebenfalls schw\u00e4cher. Angesichts der<br \/>\nsteigenden Binnennachfrage d\u00fcrfte aber auch die Importnachfrage aufw\u00e4rtsgerichtet bleiben.<br \/>\nInsgesamt ergab sich im Januar und Februar ein \u00dcberschuss der Leistungsbilanz, die neben dem Waren-<br \/>\nauch den Dienstleistungshandel und grenz\u00fcberschreitende Einkommen ber\u00fccksichtigt, der \u00fcber dem<br \/>\nVorjahresstand lag.<br \/>\nDie Industrieproduktion startete sehr verhalten in das neue Jahr, bleibt aber in der Grundtendenz<br \/>\nauf Wachstumskurs. Im Februar ging sie um 2,0 Prozent zur\u00fcck und verbuchte damit den dritten<br \/>\nR\u00fcckgang in Folge. Innerhalb der Industrie meldeten die Investitionsg\u00fcterproduzenten die st\u00e4rkste<br \/>\nAbschw\u00e4chung (-3,1 Prozent). Das Baugewerbe meldete zuletzt ebenfalls eine Abnahme (-2,2 Prozent).<br \/>\nDie Auftragseing\u00e4nge im Verarbeitenden Gewerbe sind nach einem starken Minus von 3,5 Prozent im<br \/>\nJanuar im Februar wieder leicht um 0,3 Prozent gestiegen, was auf die Orders von Investitionsg\u00fctern<br \/>\nzur\u00fcckging (+0,9 Prozent). Im ersten Quartal d\u00fcrfte sich die Erzeugung der Industrie und des<br \/>\nBaugewerbes angesichts des schwachen Starts wohl kaum mehr als seitw\u00e4rts bewegen. Trotz dieser<br \/>\naktuell verhaltenen Entwicklung ist davon auszugehen, dass die Industriekonjunktur bei weiterhin<br \/>\nguten globalen und binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im laufenden Jahr grunds\u00e4tzlich<br \/>\naufw\u00e4rtsgerichtet bleibt. Ihre Wachstumsdynamik d\u00fcrfte allerdings weniger stark als im vergangenen<br \/>\nJahr ausfallen. F\u00fcr das Baugewerbe wird seit dem zweiten Halbjahr 2017 nur noch ein leichter<br \/>\nAufw\u00e4rtstrend ausgewiesen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDie Indikatoren f\u00fcr den privaten Konsum liefern ein gemischtes Bild. Die Ums\u00e4tze im Einzelhandel<br \/>\ngingen im Februar den dritten Monat in Folge leicht zur\u00fcck (-0,7 Prozent), lagen aber noch merklich<br \/>\n\u00fcber ihrem Vorjahresniveau. Die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen war im ersten Quartal<br \/>\ndemgegen\u00fcber deutlich h\u00f6her als im Vorquartal. Allerdings hat sich auch das ifo Gesch\u00e4ftsklima f\u00fcr<br \/>\nden Einzelhandel im M\u00e4rz weiter verschlechtert, blieb aber gut. Das Konsumklima der Verbraucher<br \/>\nzeigte sich unbeeindruckt. Zuletzt stieg der prognostizierte GfK-Konsumklimaindex im April leicht<br \/>\nan. Angesichts der Einkommens- und Besch\u00e4ftigungsentwicklung sollten daher auch vom privaten Konsum<br \/>\nweiter Impulse ausgehen.<br \/>\nDie Entwicklungen am Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv. Die Fr\u00fchindikatoren signalisieren eine<br \/>\nanhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften in weiten Teilen der Wirtschaft. Im Februar nahm die<br \/>\nErwerbst\u00e4tigkeit saisonbereinigt um 45.000 Personen zu und auch auf Jahressicht blieb der<br \/>\nBesch\u00e4ftigungszuwachs (+1,4 Prozent) unver\u00e4ndert hoch. Der Zuwachs bei der<br \/>\nsozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung war im Januar saisonbereinigt sehr kr\u00e4ftig (+89.000<br \/>\nPersonen). Die Zahl der Arbeitslosen sank im M\u00e4rz weiter und unterschritt deutlich die Marke von<br \/>\n2,5 Millionen Personen. In der saisonbereinigten Betrachtung betrug der R\u00fcckgang 19.000 Personen.<br \/>\nDie Unterbesch\u00e4ftigung, die zudem Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen und in<br \/>\nkurzfristiger Arbeitsunf\u00e4higkeit einschlie\u00dft, nahm etwas st\u00e4rker ab. Dennoch bleiben weitere<br \/>\nHerausforderungen, wie die Eind\u00e4mmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die h\u00f6here Arbeitslosigkeit<br \/>\nin strukturschwachen Gebieten.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nHinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in<br \/>\nder Mai-Ausgabe des Monatsberichts \u201eSchlaglichter der Wirtschaftspolitik\u201c ver\u00f6ffentlicht. Diese<br \/>\nAusgabe wird voraussichtlich in der 18. Kalenderwoche 2018 auf der Internetseite des<br \/>\nBundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie zu finden sein.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 11. April 2018 vorlagen. Soweit nicht<br \/>\nanders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber der jeweiligen Vorperiode auf Basis<br \/>\npreisbereinigter und kalender- und saisonbereinigter Daten.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Wirtschaftliche-Lage\/2018\/20180412-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-april-2018.html<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2018 Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort, sein Tempo hat sich zu Jahresbeginn leicht abgeschw\u00e4cht. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist weiterhin g\u00fcnstig, die schwelenden Handelskonflikte bergen allerdings erh\u00f6hte Risiken. 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