{"id":11527,"date":"2018-04-04T08:31:29","date_gmt":"2018-04-04T06:31:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11527"},"modified":"2018-04-04T08:31:29","modified_gmt":"2018-04-04T06:31:29","slug":"emissionen-gehen-leicht-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11527","title":{"rendered":"Emissionen gehen leicht zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Klimabilanz 2017: Emissionen gehen leicht zur\u00fcck<br \/>\nNiedrigere Emissionen im Energiebereich, h\u00f6here im Verkehrssektor<\/p>\n<p>In Deutschland wurden 2017 insgesamt 904,7 Mio. t Treibhausgase freigesetzt<br \/>\n&#8211; 4,7 Millionen Tonnen weniger als 2016. Das zeigt die erste<br \/>\nPrognose-Berechnung des Umweltbundesamtes (UBA). W\u00e4hrend die Emissionen<br \/>\nim Energiebereich deutlich zur\u00fcckgingen, stiegen sie im Verkehrssektor<br \/>\nsowie in der Industrie an. Daher sind zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig, um<br \/>\nDeutschland wieder auf Kurs in Richtung der Klimaziele zu bringen.<br \/>\nGegen\u00fcber 1990 hat Deutschland seine Emissionen bis zum Jahr 2017 um 27,7<br \/>\nProzent gesenkt. Das f\u00fcr 2020 vereinbarte Klimaziel von 40 Prozent soll<br \/>\nso schnell wie m\u00f6glich erreicht werden. Bis 2030 m\u00fcssen die Emissionen<br \/>\num mindestens 55 Prozent gesenkt werden.<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Svenja Schulze: \u201eDie Klimabilanz 2017 zeigt ein<br \/>\ngemischtes Bild. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien haben wir bereits<br \/>\nviel erreicht. Hier werden wir mit neuen Sonderausschreibungen weitere<br \/>\ngro\u00dfe Schritte machen. Im Verkehrsbereich geht die Entwicklung leider<br \/>\nimmer noch in die falsche Richtung. F\u00fcr Klimaschutz und saubere Luft<br \/>\nbrauchen wir eine grundlegende Verkehrswende. Das muss ein Schwerpunkt in<br \/>\ndieser Legislaturperiode werden. Wir werden in diesem Jahr erstmals ein<br \/>\nKlimaschutzgesetz vorbereiten und 2019 verabschieden. Damit werden wir<br \/>\nsicherstellen, dass wir das 2030-Ziel zuverl\u00e4ssig und verbindlich<br \/>\nerreichen.\u201c<\/p>\n<p>Den deutlichsten R\u00fcckgang gab es in der Energiewirtschaft: Hier gingen die<br \/>\nEmissionen im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 Millionen Tonnen zur\u00fcck<br \/>\n(minus 4,1 Prozent). Zentraler Grund daf\u00fcr ist, dass infolge der hohen<br \/>\nWindkrafteinspeisung weniger Steinkohle verstromt wurde. Zudem wurden im<br \/>\nLaufe des Jahres 2017 Steinkohlekraftwerke mit einer Kapazit\u00e4t von<br \/>\ninsgesamt mehr als 3 Gigawatt stillgelegt bzw. in die Netzreserve<br \/>\n\u00fcberf\u00fchrt. Im vierten Quartal gingen noch zwei weitere<br \/>\nBraunkohlekraftwerke in die Sicherheitsbereitschaft.<\/p>\n<p>Im Verkehrssektor stiegen die Emissionen 2017 um 3,8 Millionen Tonnen auf<br \/>\n170,6 Millionen Tonnen (plus 2,3 Prozent) an. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass<br \/>\nnach Daten des Kraftfahrtbundesamtes der Pkw-Bestand im Jahr 2017 um rund<br \/>\n1,5 % anstieg. Mehr Autos auf der Stra\u00dfe lassen h\u00f6here Fahrleistungen<br \/>\nund damit h\u00f6here Treibhausgasemissionen erwarten. Auch bei Lkw und<br \/>\nSattelzugmaschinen sind die Best\u00e4nde 2017 deutlich gewachsen (+4,1 % bzw.<br \/>\n+4,4 %). In Kombination mit der guten Konjunktur f\u00fchrte das zu mehr<br \/>\nG\u00fctertransporten auf der Stra\u00dfe. Dagegen tr\u00e4gt der schrumpfende Anteil<br \/>\nvon Diesel-Pkw und der wachsende Anteil von Benzin-Pkw bei den<br \/>\nNeuzulassungen kaum zum Anstieg der Emissionen bei. Zusammen mit dem Trend<br \/>\nzu st\u00e4rker motorisierten Pkw verursacht dies nur ein Plus von maximal 0,2<br \/>\nMillionen Tonnen im Jahr 2017.<\/p>\n<p>UBA-Pr\u00e4sidentin Maria Krautzberger: \u201eEs ist falsch, dass wir nur mit dem<br \/>\nDiesel unsere Klimaziele erreichen k\u00f6nnen. Wir brauchen generell weniger<br \/>\nund viel sparsamere Fahrzeuge, egal mit was diese angetrieben werden. Die<br \/>\nderzeit von der EU-Kommission vorgeschlagenen CO2-Flottenzielwerte f\u00fcr<br \/>\nPkw und leichte Nutzfahrzeuge f\u00fcr 2025 und 2030 sind nicht ausreichend.<br \/>\nHier m\u00fcssen wir schnell nachsteuern, sonst werden wir die f\u00fcr 2030<br \/>\ngesteckten Klimaziele im Verkehr nicht erreichen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10914\" rel=\"attachment wp-att-10914\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10914\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/e-ladestation-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/e-ladestation-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/e-ladestation.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der Industrie stiegen die Emissionen aufgrund der guten Konjunktur um<br \/>\n2,5 Prozent auf 192,9 Millionen Tonnen. Davon entfallen 1,6 Prozent auf<br \/>\nden Anstieg der Prozessemissionen und 3 Prozent auf energetische<br \/>\nEmissionen im verarbeitenden Gewerbe. F\u00fcr Raffinerien, Stahlindustrie<br \/>\nsowie die mineralische Industrie geht die Prognose von einer gestiegenen<br \/>\nProduktion aus. Die Produktionsentwicklung in der chemischen Industrie<br \/>\nf\u00fchrte insgesamt ebenfalls zu einer leichten Emissionszunahme.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in der Landwirtschaft die Treibhausgas-Emissionen nahezu<br \/>\nstagnierten, gingen sie im Abfallsektor um 4,3% gegen\u00fcber dem Vorjahr<br \/>\nzur\u00fcck. Dieser anhaltende R\u00fcckgang geht ma\u00dfgeblich auf die Entwicklung<br \/>\nim Bereich der Abfalldeponierung zur\u00fcck. Seit 2005 d\u00fcrfen in Deutschland<br \/>\nkeine biologisch abbaubaren Abf\u00e4lle mehr deponiert werden &#8211; das macht<br \/>\nsich neben Abfalltrennung und Recycling bei den Emissionen positiv<br \/>\nbemerkbar.<\/p>\n<p>Zur Genauigkeit der Daten:<br \/>\nDie Ergebnisse sind erste Detailsch\u00e4tzungen, also eine Prognose und keine<br \/>\nfinalen Zahlen. Sie leiten sich aus einem System von Modellrechnungen und<br \/>\nTrendfortschreibungen der im Januar 2017 ver\u00f6ffentlichten detaillierten<br \/>\nTreibhausgasemissionsberechnungen des Jahres 2016 ab. Zudem wurden erste<br \/>\nf\u00fcr das Jahr 2017 ver\u00f6ffentlichte \u00dcberblicksangaben der<br \/>\nArbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, amtliche Monatsstatistiken zum<br \/>\nEnergieverbrauch, Produktionsdaten von Industrieverb\u00e4nden sowie<br \/>\nzus\u00e4tzliche Informationen (z.B. Gradtagzahlen) verwendet. Durch diesen<br \/>\nBerechnungsansatz ist die Genauigkeit der Sch\u00e4tzung generell geringer als<br \/>\ndie der Detailberechnungen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2017 ist die Sch\u00e4tzung mit h\u00f6heren Unsicherheiten versehen<br \/>\nals in den Vorjahren. Die im Jahr 2016 erfolgten Kraftwerksummeldungen<br \/>\nzwischen dem Energie- und Industriebereich konnten in der aktuellen<br \/>\nBerichterstattung aufgrund der vorl\u00e4ufigen Daten noch nicht ad\u00e4quat<br \/>\nber\u00fccksichtigt werden. Deshalb wurde die Emission f\u00fcr die<br \/>\nIndustriefeuerungen im Jahr 2017 etwas h\u00f6her angesetzt. Infolge der<br \/>\nWitterung ist eigentlich von einer leichten Emissionsminderung bei den<br \/>\nHaushalten auszugehen. Aufgrund der dort mitber\u00fccksichtigten<br \/>\nstatistischen Differenzen beim Erdgas ist diese Entwicklung jedoch nicht<br \/>\nsichtbar.<\/p>\n<p>Erste verifizierte Emissionsdaten f\u00fcr die emissionshandelspflichtigen<br \/>\nAnlagen der Energiewirtschaft und Industrie werden wie immer j\u00e4hrlich am<br \/>\n1. April bekanntgegeben. Im Jahr 2016 waren fast 51 Prozent der gesamten<br \/>\nTreibhausgasemissionen in Deutschland dem Emissionshandelssektor<br \/>\nzuzurechnen. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHst) im UBA<br \/>\nver\u00f6ffentlicht j\u00e4hrlich im Mai einen detaillierten Bericht zu diesen<br \/>\nDaten. Die vollst\u00e4ndigen offiziellen Inventardaten zu den<br \/>\nTreibhausgasemissionen in Deutschland f\u00fcr das Jahr 2017 ver\u00f6ffentlicht<br \/>\ndas Umweltbundesamt zum 15. Januar 2019 mit der \u00dcbermittlung an die<br \/>\nEurop\u00e4ische Kommission.<\/p>\n<p>Grafiken zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen finden Sie unter:<br \/>\nwww.bmu.de\/MD752<\/p>\n<p>Quelle:bmub.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Klimabilanz 2017: Emissionen gehen leicht zur\u00fcck Niedrigere Emissionen im Energiebereich, h\u00f6here im Verkehrssektor In Deutschland wurden 2017 insgesamt 904,7 Mio. t Treibhausgase freigesetzt &#8211; 4,7 Millionen Tonnen weniger als 2016. Das zeigt die erste Prognose-Berechnung des Umweltbundesamtes (UBA). W\u00e4hrend die Emissionen im Energiebereich deutlich zur\u00fcckgingen, stiegen sie im Verkehrssektor sowie in der Industrie an. 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