{"id":11246,"date":"2017-12-13T09:05:16","date_gmt":"2017-12-13T08:05:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11246"},"modified":"2017-12-13T09:05:16","modified_gmt":"2017-12-13T08:05:16","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11246","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2017"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2017<\/p>\n<p>Die Konjunktur bleibt zum Jahresende aufw\u00e4rtsgerichtet. F\u00fcr das Jahr 2017 zeichnet sich insgesamt<br \/>\nein starkes Ergebnis f\u00fcr das Bruttoinlandsprodukt ab. Auftragseing\u00e4nge und Stimmungsindikatoren<br \/>\nsenden positive Signale f\u00fcr die Industrie. Nach schw\u00e4cheren Ergebnissen im September und Oktober<br \/>\nd\u00fcrfte sich die Industrieproduktion lebhaft fortsetzen. Die Anschaffungsneigung der Konsumenten und<br \/>\ndie Stimmung im Handel sind positiv. Die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften in weiten Teilen der<br \/>\nWirtschaft ist weiterhin sehr hoch. Arbeitslosigkeit und Unterbesch\u00e4ftigung verringern sich in der<br \/>\nTendenz. Strukturelle Herausforderungen bleiben am Arbeitsmarkt dennoch bestehen.<br \/>\nDie deutsche Konjunktur befindet sich in einem dynamischen Aufschwung. Im dritten Quartal war die<br \/>\nWirtschaftsleistung (BIP) stark um preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,8 Prozent gestiegen. [1]<br \/>\nDie Konjunktur war bereits im ersten Halbjahr kr\u00e4ftiger als bisher statistisch ausgewiesen.<br \/>\nAngesichts der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf zeichnet sich ein starkes Jahresergebnis ab.<br \/>\n[2] Im dritten Quartal lieferte insbesondere der positive Au\u00dfenbeitrag in H\u00f6he von 0,4<br \/>\nProzentpunkten Impulse, weil die Exporte st\u00e4rker expandierten als die Importe. Angesichts<br \/>\nausgelasteter Produktionskapazit\u00e4ten und g\u00fcnstiger Finanzierungsbedingungen zogen die privaten<br \/>\nInvestitionen in Ausr\u00fcstungen an; sie stiegen im dritten Quartal um 2,8 Prozent. Zudem kam es zu<br \/>\neinem Vorratsaufbau. Der private Konsum, wesentlicher Wachstumstreiber der letzten Jahre,<br \/>\nstagnierte vor\u00fcbergehend (-0,1 Prozent). Der Besch\u00e4ftigungsaufwuchs setzte sich nahezu ungebremst<br \/>\nfort und auch die Einkommen nahmen im abgelaufenen Quartal weiter zu. Insgesamt d\u00fcrfte sich die<br \/>\ngute wirtschaftliche Entwicklung zum Jahresende fortsetzen. Der Anstieg der Industrieproduktion<br \/>\nk\u00f6nnte allerdings im vierten Quartal geringer ausfallen. Die konjunkturelle Grundtendenz bleibt<br \/>\naber kr\u00e4ftig. Hierauf weisen auch die sehr positiven Stimmungsindikatoren hin.<br \/>\nDie Weltwirtschaft gewinnt auf Jahressicht weiter an Fahrt. Die weltweite Industrieproduktion nahm<br \/>\nim September erneut zu und setzte damit ihre aufw\u00e4rtsgerichtete Entwicklung fort. Im September lag<br \/>\nsie um 3,9 Prozent \u00fcber dem Niveau vor einem Jahr. Die globalen Stimmungsindikatoren spiegeln einen<br \/>\nzunehmenden Optimismus wider. In den Industriestaaten setzte sich der konjunkturelle Aufschwung im<br \/>\ndritten Quartal fort. Im Euroraum nahm das BIP im dritten Vierteljahr um 0,6 Prozent in den<br \/>\nVereinigten Staaten um 0,8 Prozent und in Japan um 0,6 Prozent zu. Von den Schwellenl\u00e4ndern<br \/>\nverzeichnete China wieder eine gleichm\u00e4\u00dfigere wirtschaftliche Entwicklung und Russland und Brasilen<br \/>\nhaben ihre Rezession \u00fcberwunden. Insgesamt wird daher das Wachstum der Weltwirtschaft h\u00f6her<br \/>\nausfallen als im Vorjahr. Die OECD rechnet in ihrem Ausblick vom November nun mit einem globalen<br \/>\nWachstum von 3,6 Prozent.<br \/>\nNach der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank erh\u00f6hten sich die Ausfuhren an Waren und<br \/>\nDienstleistungen im Oktober 2017 in jeweiligen Preisen leicht um 0,2 Prozent gegen\u00fcber dem<br \/>\nVormonat. Im weniger schwankungsanf\u00e4lligen Dreimonatsvergleich bleibt der Trend angesichts des<br \/>\nglobalen Aufschwungs aufw\u00e4rtsgerichtet (+0,9 Prozent). Die Einfuhren erh\u00f6hten sich im Oktober um<br \/>\n1,9 Prozent. Im Dreimonatsvergleich nahmen sie etwas weniger stark als die Ausfuhren um 0,7 Prozent<br \/>\nzu. Der kumulierte Leistungsbilanz\u00fcberschuss liegt im laufenden Jahr weiterhin unter dem des<br \/>\nVorjahreszeitraums. Die positiven Signale der nationalen Indikatoren zur Au\u00dfenwirtschaft sowie die<br \/>\nweltwirtschaftliche Belebung deuten trotz zwei schwacher Monate auf eine weitere Expansion der<br \/>\ndeutschen Exporte hin.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><br \/>\nDie dynamische Industriekonjunktur zeigt sich nahezu in allen Industriezweigen. Die<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge, die bereits im dritten Quartal mit einer Rate von 3,7 Prozent sehr kr\u00e4ftig<br \/>\nzunahmen, erh\u00f6hten sich nochmals im Oktober (+0,5 Prozent). Entsprechend hoch sind die<br \/>\nAuftragsbest\u00e4nde. Das ausgezeichnete Gesch\u00e4ftsklima signalisiert eine Fortsetzung der positiven<br \/>\nEntwicklung. Nicht zuletzt wegen der Lage der Sommerferien und aufgrund von Br\u00fcckentagen war die<br \/>\nIndustrieproduktion im September und Oktober r\u00fcckl\u00e4ufig. Damit deutet sich ein nicht ganz so<br \/>\nwachstumsstarkes Jahresendquartal an. Die Bauproduktion verl\u00e4uft seit dem dritten Quartal trotz<br \/>\ng\u00fcnstiger Rahmenbedingungen und einer starken Nachfrage allenfalls seitw\u00e4rts. Sie war aber dennoch<br \/>\nauch im Oktober 2017 \u2013 arbeitst\u00e4glich bereinigt \u2013 um reichlich vier Prozent h\u00f6her als vor einem<br \/>\nJahr. Ein entscheidender Grund f\u00fcr die schw\u00e4chere Entwicklung d\u00fcrfte sein, dass sich die<br \/>\nBauwirtschaft nahe ihrer Kapazit\u00e4tsgrenzen bewegt und Arbeitskr\u00e4fte rar werden.<br \/>\nDer private Konsum war, gest\u00fctzt auf eine gute Entwicklung von Einkommen und Besch\u00e4ftigung, w\u00e4hrend<br \/>\ndes langen Aufschwungs der verl\u00e4ssliche Tr\u00e4ger der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Im dritten<br \/>\nQuartal ging er saisonbereinigt erstmals seit dem vierten Quartal 2013 leicht um 0,1 Prozent<br \/>\nzur\u00fcck. Dies zeigte sich auch in dem nahezu stagnierenden Umsatz im Einzelhandel (+0,2 Prozent),<br \/>\ndessen Start in das Jahresschlussquartal ebenfalls holprig war (-1,2 Prozent). Die Ums\u00e4tze im<br \/>\nKfz-Handel, die bis September vorliegen, blieben demgegen\u00fcber im dritten Quartal aufw\u00e4rtsgerichtet.<br \/>\nDie Inflationsrate lag im November bei 1,8 Prozent. Da Einkommen und Besch\u00e4ftigung weiter zunehmen,<br \/>\ndie Konsumlaune positiv ist und sich das ifo Gesch\u00e4ftsklima f\u00fcr den Einzelhandel unver\u00e4ndert auf<br \/>\nhohem Niveau bewegt, d\u00fcrften die privaten Konsumausgaben weiter zunehmen.<br \/>\nDie Lage und der Ausblick am Arbeitsmarkt bleiben positiv. Die Erwerbst\u00e4tigkeit w\u00e4chst seit dem<br \/>\nzweiten Quartal etwas moderater als im letzten Winterhalbjahr, im Oktober saisonbereinigt um 41.000<br \/>\nPersonen. Damit waren zuletzt 650.000 Personen mehr erwerbst\u00e4tig als ein Jahr zuvor. Im September<br \/>\nstieg die sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung, bereinigt um die Saisoneinfl\u00fcsse, um 35.000<br \/>\nPersonen. Die einschl\u00e4gigen Fr\u00fchindikatoren von BA, ifo und IAB signalisieren eine anhaltend hohe<br \/>\nNachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften in weiten Teilen der Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit und die<br \/>\nUnterbesch\u00e4ftigung gingen im November saisonbereinigt um 18.000 bzw. 21.000 Personen zur\u00fcck. Nach<br \/>\nUrsprungszahlen sank die Arbeitslosigkeit auf 2,37 Mio. Personen, den niedrigsten Stand seit der<br \/>\nWiedervereinigung. Der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit d\u00fcrfte sich fortsetzen; er k\u00f6nnte jedoch etwas<br \/>\nschleppender verlaufen, weil Personen mit Migrationshintergrund nach dem Abschluss von<br \/>\nIntegrations- und Sprachkursen nicht sofort auf dem Arbeitsmarkt Erfolg haben. Zudem bleiben<br \/>\nweitere Herausforderungen, wie der nach wie vor hohe Stand atypischer und in der Regel niedrig<br \/>\nentlohnter Besch\u00e4ftigung, die Eind\u00e4mmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die h\u00f6here<br \/>\nArbeitslosigkeit in strukturschwachen Gebieten, bestehen.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nHinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in<br \/>\nder Januar-Ausgabe des Monatsberichts \u201eSchlaglichter der Wirtschaftspolitik\u201c ver\u00f6ffentlicht. Diese<br \/>\nAusgabe wird voraussichtlich in der 1. Kalenderwoche 2018 auf der Internetseite des<br \/>\nBundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie zu finden sein.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 11. Dezember 2017 vorlagen. Soweit nicht<br \/>\nanders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber der jeweiligen Vorperiode auf Basis<br \/>\npreisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.<br \/>\n[2] Erste Ergebnisse f\u00fcr das Jahr 2017 ver\u00f6ffentlicht das Statistische Bundesamt am 11. Januar<br \/>\n2018.<\/p>\n<p>http:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Wirtschaftliche-Lage\/2017\/20171212-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2017.html<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bundd.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2017 Die Konjunktur bleibt zum Jahresende aufw\u00e4rtsgerichtet. F\u00fcr das Jahr 2017 zeichnet sich insgesamt ein starkes Ergebnis f\u00fcr das Bruttoinlandsprodukt ab. Auftragseing\u00e4nge und Stimmungsindikatoren senden positive Signale f\u00fcr die Industrie. 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