{"id":11223,"date":"2017-12-05T08:31:46","date_gmt":"2017-12-05T07:31:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11223"},"modified":"2017-12-05T08:31:46","modified_gmt":"2017-12-05T07:31:46","slug":"gefahr-fuer-babys-durch-schuetteln-wird-unterschaetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11223","title":{"rendered":"Gefahr f\u00fcr Babys durch Sch\u00fctteln wird untersch\u00e4tzt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Gefahr f\u00fcr Babys durch Sch\u00fctteln wird untersch\u00e4tzt<\/p>\n<p>Wenn Eltern f\u00fcr einen kurzen Moment die Kontrolle verlieren und ihr schreiendes Baby sch\u00fctteln, k\u00f6nnen sie ihm schwere Sch\u00e4den zuf\u00fcgen, die zu k\u00f6rperlicher und geistiger Behinderung f\u00fchren k\u00f6nnen. Zehn bis 30 Prozent der Kinder sterben sogar an den Folgen eines Sch\u00fctteltraumas.<\/p>\n<p>Wie hoch der Aufkl\u00e4rungsbedarf in der Bev\u00f6lkerung zum Sch\u00fctteltrauma ist, zeigt eine aktuelle Repr\u00e4sentativbefragung des Nationalen Zentrums Fr\u00fche Hilfen (NZFH). Nur 79 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass man Babys niemals sch\u00fctteln darf. 24 Prozent der Befragten meinen irrt\u00fcmlicherweise, dass Sch\u00fctteln einem Baby nicht schade.<\/p>\n<p>Das Nationale Zentrum Fr\u00fche Hilfen hat es sich zusammen mit dem \u201eB\u00fcndnis gegen Sch\u00fctteltrauma\u201d zur Aufgabe gemacht, \u00fcber die Folgen des Sch\u00fcttelns von S\u00e4uglingen und Kleinkindern aufzukl\u00e4ren \u2013 im Auftrag des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ).<\/p>\n<p>\u201eLeider kommt es immer wieder vor, dass Babys durch Sch\u00fctteln schwer verletzt werden, manche sogar sterben. Deshalb ist Aufkl\u00e4rung f\u00fcr Eltern notwendig. Sie m\u00fcssen wissen, wo sie Hilfe bekommen, wenn sie sich \u00fcberfordert f\u00fchlen\u201c, erkl\u00e4rte Dr. Katarina Barley, Bundesministerin f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend. \u201eEltern d\u00fcrfen in schwierigen Situationen nicht alleine gelassen werden. Deshalb ist die Arbeit des \u201eB\u00fcndnis gegen Sch\u00fctteltrauma\u201c so wichtig. Ich danke allen B\u00fcndnispartnerinnen und \u2013partnern f\u00fcr ihr Engagement.\u201c<\/p>\n<p>Das Wissen \u00fcber fr\u00fchkindliche Schreiphasen, die als Hauptausl\u00f6ser f\u00fcr das Sch\u00fctteln von S\u00e4uglingen gelten, ist in der Bev\u00f6lkerung gering. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung (BZgA), dem Tr\u00e4ger des NZFH, berichtet: \u201eZwei Drittel der Befragten ist nicht dar\u00fcber informiert, dass es intensive Schreiphasen im S\u00e4uglingsalter geben kann. 18 Prozent der Befragten glauben sogar, dass Babys manchmal nur schreien, um zu \u00e4rgern. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern von Babys, die viel schreien, gut informiert sind und wissen, wo sie rechtzeitig Unterst\u00fctzung finden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>23 Verb\u00e4nde, Vereine und Institutionen aus dem Gesundheitswesen, dem Kinderschutz und der Kinder- und Jugendhilfe haben sich dem \u201eB\u00fcndnis gegen Sch\u00fctteltrauma\u201c angeschlossen.<\/p>\n<p>Durch neue Informationsmaterialien werden den Eltern Wege aufgezeigt, wie sie mit der Situation besser umgehen k\u00f6nnen. Wichtige Anlaufstellen f\u00fcr Eltern, deren Baby viel schreit, sind die niedergelassenen Kinder\u00e4rztinnen und Kinder\u00e4rzte, Fr\u00fche Hilfen in den Kommunen sowie (Familien-)Hebammen. Aber auch Wohlfahrtsverb\u00e4nde, Vereine und Kinderkliniken bieten spezielle Beratungsangebote f\u00fcr S\u00e4uglinge mit Regulationsproblemen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1235\" rel=\"attachment wp-att-1235\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1235\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/stop.png\" alt=\"\" width=\"274\" height=\"258\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neue Informationsangebote:<\/p>\n<p>Den Flyer und einen Aufkl\u00e4rungsfilm zum Sch\u00fctteltrauma sowie Adressen von Beratungsstellen finden Sie unter: www.elternsein.info.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Repr\u00e4sentativbefragung \u201eBekanntheit und Wissen zu Sch\u00fctteltrauma und Babyschreien in Deutschland 2017\u201c wurden 1.009 Personen im Alter zwischen 16 und 49 Jahren im Mai 2017 befragt. Ein Info-Blatt mit ausgew\u00e4hlten Ergebnissen und Hintergrundinformationen zum Sch\u00fctteltrauma finden Sie hier:<\/p>\n<p>www.fruehehilfen.de\/presse-buendnis-gegen-schuetteltrauma oder www.bzga.de\/presse\/daten-und-fakten\/nationales-zentrum-fruehe-hilfen<\/p>\n<p>Das Plakat gibt es auch zum Herunterladen unter:<\/p>\n<p>www.bzga.de\/presse\/pressemotive\/nationales-zentrum-fruehe-hilfen<\/p>\n<p>&#8222;B\u00fcndnis gegen Sch\u00fctteltrauma\u201c<\/p>\n<p>Folgende Verb\u00e4nde, Vereine und Institutionen sind Mitglieder im \u201eB\u00fcndnis gegen Sch\u00fctteltrauma\u201c:Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendhilfe \u2013 AGJBerufsverband der Frauen\u00e4rzte e. V.Berufsverband der Kinder- und Jugend\u00e4rzte e. V.Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e. V.Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e. V.Bundeskonferenz f\u00fcr Erziehungsberatung e. V.Bundesverband der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte des \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Kinderschutz in der Medizin e. V.Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin e. V.Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Sozialp\u00e4diatrie und Jugendmedizin e. V.Deutsche Liga f\u00fcr das Kind e. V.Deutscher Hebammenverband e. V.Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e. V.Deutscher Parit\u00e4tischer Wohlfahrtsverband \u2013 Gesamtverband e. V.Deutsches Rotes Kreuz e. V.Diakonisches Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern \u2013 Landesverband der Inneren Mission e. V.Frauenhauskoordinierung e. V.Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen, Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen, Klinik f\u00fcr Kinder- und JugendmedizinGesellschaft f\u00fcr Seelische Gesundheit in der Fr\u00fchen Kindheit e. V.Landesamt f\u00fcr Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit BrandenburgStiftung SeeYou Familienorientierte Nachsorge HamburgSozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V.Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg, Institut f\u00fcr Psychosoziale Pr\u00e4vention<\/p>\n<p>Tr\u00e4ger des Nationalen Zentrums Fr\u00fche Hilfen ist die Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e. V. Das NZFH wird gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es unterst\u00fctzt seit 2007 die Fachpraxis dabei, famili\u00e4re Belastungen und Ressourcen fr\u00fcher zu erkennen, bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu f\u00f6rdern.<br \/>\nQuelle:\u00a0BMFSFJ.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Gefahr f\u00fcr Babys durch Sch\u00fctteln wird untersch\u00e4tzt Wenn Eltern f\u00fcr einen kurzen Moment die Kontrolle verlieren und ihr schreiendes Baby sch\u00fctteln, k\u00f6nnen sie ihm schwere Sch\u00e4den zuf\u00fcgen, die zu k\u00f6rperlicher und geistiger Behinderung f\u00fchren k\u00f6nnen. Zehn bis 30 Prozent der Kinder sterben sogar an den Folgen eines Sch\u00fctteltraumas. 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