{"id":11092,"date":"2017-10-14T08:24:25","date_gmt":"2017-10-14T06:24:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11092"},"modified":"2017-10-14T08:24:25","modified_gmt":"2017-10-14T06:24:25","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-oktober-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11092","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2017"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2017<\/p>\n<p>Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft gewinnt an Breite. Neben den Konsumausgaben und den<br \/>\nBauinvestitionen haben sich die Ausfuhren und die Investitionen in Ausr\u00fcstungen belebt. Die<br \/>\nFertigung im Produzierenden Gewerbe zeigt seit Jahresbeginn mehr Dynamik. Die positive Entwicklung<br \/>\nbei den Auftragseing\u00e4ngen und das g\u00fcnstige Gesch\u00e4ftsklima in der Industrie sprechen f\u00fcr eine<br \/>\nFortsetzung des Aufw\u00e4rtstrends. Die Verbraucherpreise haben sich vor dem Hintergrund stabiler<br \/>\nEnergiepreise im Jahresverlauf normalisiert. Die Kauflaune der Verbraucher bleibt hoch. Die<br \/>\nGrundtendenzen am Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv. Dank kr\u00e4ftiger Nachfrage h\u00e4lt die hohe<br \/>\nDynamik beim Besch\u00e4ftigungsaufbau an. Arbeitslosigkeit und Unterbesch\u00e4ftigung bleiben in der<br \/>\nTendenz r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDie deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und nun auch breit angelegten Aufschwung.<br \/>\nDie konjunkturelle Dynamik hat sich im ersten Halbjahr sp\u00fcrbar belebt. Wesentliche Impulse hierf\u00fcr<br \/>\nkamen von der globalen Nachfrage nach Industrieg\u00fctern, die seit Ende vergangenen Jahres anzog.<br \/>\nDamit belebten sich auch die heimischen Investitionen in Ausr\u00fcstungen. Die Indikatoren deuten auf<br \/>\neine rege Fortsetzung des Aufschwungs in der zweiten Jahresh\u00e4lfte hin, wenn auch nicht ganz mit der<br \/>\nDynamik des ersten Halbjahrs. Die Bundesregierung erwartet damit gem\u00e4\u00df ihrer Herbstprojektion einen<br \/>\nAnstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2017 von preisbereinigt 2,0\u00a0Prozent, dies w\u00e4re das<br \/>\nst\u00e4rkste Wirtschaftswachstum seit sechs Jahren.[1] Der Aufschwung steht auf einem soliden<br \/>\nbinnenwirtschaftlichen Fundament. Die Besch\u00e4ftigung nimmt weiter deutlich zu. Die privaten<br \/>\nKonsumausgaben und die Bruttoanlageinvestitionen liefern die gr\u00f6\u00dften Wachstumsbeitr\u00e4ge in H\u00f6he von<br \/>\n1,0 beziehungsweise 0,7 Prozentpunkten. Die Kapazit\u00e4ten sind etwas \u00fcber normal ausgelastet. Der<br \/>\nAnstieg des Verbraucherpreisniveaus erh\u00f6ht sich auf eine Jahresrate von 1,8\u00a0Prozent. Der Aufschwung<br \/>\nder deutschen Wirtschaft wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen.<br \/>\nDie Weltwirtschaft gewinnt auf das Jahr gesehen weiter an Fahrt. Trotz eines leichten R\u00fcckgangs<br \/>\nliegt die weltweite Industrieproduktion im Juli um 3,7\u00a0Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahres. Die<br \/>\nDynamik in den asiatischen Schwellenl\u00e4ndern ist hoch, aber auch die Konjunktur in den entwickelten<br \/>\nVolkswirtschaften belebte sich. Die globalen Stimmungsindikatoren zeigen einen zunehmenden<br \/>\nOptimismus. Insbesondere im Euroraum haben sich die Wachstumserwartungen zuletzt deutlich<br \/>\nverbessert. In den Vereinigten Staaten hat sich die Konjunktur nach dem schwachen ersten Quartal<br \/>\nnormalisiert. Die japanische Wirtschaft legte im zweiten Quartal merklich zu. Von den<br \/>\nSchwellenl\u00e4ndern verzeichnete China wieder eine gleichm\u00e4\u00dfigere wirtschaftliche Entwicklung.<br \/>\nInsgesamt wird daher das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr h\u00f6her ausfallen als im Vorjahr.<br \/>\nIn Anlehnung an die Einsch\u00e4tzung der internationalen Organisationen rechnet die Bundesregierung f\u00fcr<br \/>\ndieses Jahr mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,6\u00a0Prozent und im Folgejahr von 3,7\u00a0Prozent.<br \/>\nNach der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank legten die Ausfuhren an Waren und<br \/>\nDienstleistungen im August 2017 in jeweiligen Preisen deutlich um 2,3\u00a0Prozent gegen\u00fcber dem<br \/>\nVormonat zu. Im Dreimonatsvergleich erh\u00f6hten sie sich weiter um 1,3\u00a0Prozent. Die Einfuhren stiegen<br \/>\nim August weniger stark um 0,6\u00a0Prozent. Im Dreimonatsvergleich gaben sie demgegen\u00fcber um<br \/>\n1,0\u00a0Prozent nach. Der seit Jahresbeginn kumulierte Leistungsbilanz\u00fcberschuss liegt weiterhin<br \/>\nsp\u00fcrbar niedriger als ein Jahr zuvor. Die positiven Signale der nationalen Indikatoren zur<br \/>\nAu\u00dfenwirtschaft sowie die weltwirtschaftliche Belebung lassen trotz eines st\u00e4rkeren Euros eine<br \/>\nweitere Expansion der deutschen Exporte erwarten. Aufgrund der starken Binnennachfrage und den<br \/>\ndamit einhergehenden Importzuw\u00e4chsen wird der Au\u00dfenbeitrag in diesem Jahr voraussichtlich<br \/>\nwachstumsneutral ausfallen.<br \/>\nDie seit Jahresbeginn zu beobachtende Dynamik bei der industriellen Produktion, die um die<br \/>\nJahresmitte ausgesetzt hatte, setzte sich zuletzt wieder fort. Die Herstellung des Verarbeitenden<br \/>\nGewerbes erh\u00f6hte sich im August saisonbereinigt um 3,2\u00a0Prozent. Die Produktion im<br \/>\nInvestitionsg\u00fctergewerbe legte dabei mit einem Plus von 4,8\u00a0Prozent besonders kr\u00e4ftig zu. Eine<br \/>\nRolle d\u00fcrfte hier die Lage der Werksferien im Bereich Kraftfahrzeuge (+10,8\u00a0Prozent) gespielt<br \/>\nhaben. Die positive Entwicklung der Auftragseing\u00e4nge (August: +3,6\u00a0Prozent) und das weiterhin<br \/>\ng\u00fcnstige Gesch\u00e4ftsklima sprechen f\u00fcr eine Fortsetzung der guten Industriekonjunktur. Die<br \/>\nBauproduktion entwickelt sich bereits seit dem Fr\u00fchjahr leicht r\u00fcckl\u00e4ufig, allerdings von einem<br \/>\nhohen Niveau aus. Im August kam es zu einem R\u00fcckgang um 1,2\u00a0Prozent. In Anbetracht baufreundlicher<br \/>\nRahmenbedingungen hat sich das Gesch\u00e4ftsklima in der Branche im September weiter verbessert. Die<br \/>\nBauunternehmen waren mit ihrer aktuellen Lage zufriedener und auch ihre Gesch\u00e4ftserwartungen hoben<br \/>\nsie an.<br \/>\nDer private Konsum bleibt eine wichtige St\u00fctze der deutschen Konjunktur. Gem\u00e4\u00df Herbstprojektion der<br \/>\nBundesregierung steigen die privaten Konsumausgaben im laufenden Jahr um 1,8\u00a0Prozent und im<br \/>\nFolgejahr um weitere 1,6\u00a0Prozent. Am aktuellen Rand deuten die Ums\u00e4tze im Einzelhandel eine etwas<br \/>\nlangsamere Gangart an (Juli: -1,2\u00a0Prozent, August: -0,4\u00a0Prozent). Nach einem starken Mai und Juni<br \/>\ngingen auch die Ums\u00e4tze im Kfz-Handel im Juli um 1,2\u00a0Prozent zur\u00fcck, blieben aber deutlich<br \/>\naufw\u00e4rtsgerichtet. Daf\u00fcr sprechen auch die privaten Kfz-Neuzulassungen, die im August um<br \/>\n8,2\u00a0Prozent und im September um 2,0\u00a0Prozent gestiegen sind. Die Stimmungsindikatoren sind ebenfalls<br \/>\nsehr positiv. Das ifo Gesch\u00e4ftsklima f\u00fcr den Einzelhandel hat sich im September verbessert und<br \/>\nbefindet sich weit \u00fcber seinem langj\u00e4hrigen Durchschnitt. Auch das Konsumklima der Verbraucher<br \/>\nbewegt sich in der N\u00e4he historischer H\u00f6chstwerte, obwohl sich die Inflation mit 1,8\u00a0Prozent im<br \/>\nAugust binnen eines Jahres wieder merklich beschleunigt hat.<br \/>\nDie Grundtendenzen am Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv. Die Erwerbst\u00e4tigkeit, die<br \/>\nsaisonbereinigt seit Februar monatlich um rd. 50.000 Personen zunahm, stieg im August um 64.000<br \/>\nPersonen. Auf Jahressicht liegt der Zuwachs bei ca. 700.000 Personen. Einen derartigen<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsaufbau gab es in Deutschland zuletzt vor zehn Jahren, dem Jahr vor der Finanzkrise.<br \/>\nDas geht vor allem auf die rapide Entwicklung bei der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung<br \/>\nzur\u00fcck, die im Juli, bereinigt um die Saisoneinfl\u00fcsse, um 57.000 Personen anstieg. Die<br \/>\neinschl\u00e4gigen Fr\u00fchindikatoren signalisieren eine anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften in<br \/>\nweiten Teilen der Wirtschaft. Die Bundesregierung rechnet f\u00fcr das laufende Jahr im<br \/>\nJahresdurchschnitt mit einem Anstieg der Erwerbst\u00e4tigkeit um 660.000 Personen. Arbeitslosigkeit und<br \/>\nUnterbesch\u00e4ftigung sind im September saisonbereinigt um 23.000 beziehungsweise 20.000 Personen<br \/>\nweiter zur\u00fcckgegangen. Der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit d\u00fcrfte anhalten; er k\u00f6nnte sich aber etwas<br \/>\nverlangsamen, weil Personen mit Migrationshintergrund nach dem Abschluss von Integrations- und<br \/>\nSprachkursen zunehmend auf den Arbeitsmarkt dr\u00e4ngen.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nHinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in<br \/>\nder November-Ausgabe des Monatsberichts \u201eSchlaglichter der Wirtschaftspolitik\u201c ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nDiese Ausgabe wird voraussichtlich in der 44. Kalenderwoche auf der Internetseite des<br \/>\nBundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie zu finden sein.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[1] Herbstprojektion der Bundesregierung vom 11. Oktober 2017. In diesem Bericht werden Daten<br \/>\nverwendet, die bis zum 11. Oktober 2017 vorlagen.<br \/>\nSoweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber der jeweiligen<br \/>\nVorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und<br \/>\nsaisonbereinigter Daten.<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>http:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Wirtschaftliche-Lage\/2017\/20171013-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-oktober-2017.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2017 Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft gewinnt an Breite. Neben den Konsumausgaben und den Bauinvestitionen haben sich die Ausfuhren und die Investitionen in Ausr\u00fcstungen belebt. Die Fertigung im Produzierenden Gewerbe zeigt seit Jahresbeginn mehr Dynamik. Die positive Entwicklung bei den Auftragseing\u00e4ngen und das g\u00fcnstige Gesch\u00e4ftsklima in der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":1513,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,3,16],"tags":[2364],"class_list":["post-11092","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland-2","category-news","category-wirtschaft","tag-2364"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11092"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11092\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11093,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11092\/revisions\/11093"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}