{"id":11021,"date":"2017-09-13T07:55:44","date_gmt":"2017-09-13T05:55:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11021"},"modified":"2017-09-13T07:55:44","modified_gmt":"2017-09-13T05:55:44","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-september-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=11021","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2017"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2017<\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2017 beschleunigt gewachsen. Die rechnerisch<br \/>\ngr\u00f6\u00dferen Impulse kamen von der binnenwirtschaftlichen Seite. Das Wachstum im Produzierenden Gewerbe<br \/>\nbleibt in der Tendenz aufw\u00e4rtsgerichtet, auch wenn es im Juni und Juli an Dynamik einb\u00fc\u00dfte. Das<br \/>\nGesch\u00e4ftsklima in der Wirtschaft ist weiterhin sehr zuversichtlich. Die Verbraucherpreise haben<br \/>\nsich vor dem Hintergrund stabiler Energiepreise normalisiert. Die Kauflaune der Verbraucher blieb<br \/>\ndennoch hoch. Die Grundtendenzen am Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv. Dank kr\u00e4ftiger Nachfrage<br \/>\nist die Dynamik beim Besch\u00e4ftigungsaufbau hoch. Arbeitslosigkeit und Unterbesch\u00e4ftigung sind in der<br \/>\nTendenz r\u00fcckl\u00e4ufig. Dennoch bleiben strukturelle Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu bew\u00e4ltigen.<br \/>\nDie deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung. Im ersten Halbjahr 2017<br \/>\nbeschleunigte sie ihr Expansionstempo merklich. Die gesamtwirtschaftliche Leistung legte im ersten<br \/>\nHalbjahr 2017 preis-, kalender- und saisonbereinigt gegen\u00fcber dem Vorzeitraum um 1,2 % zu, nach<br \/>\neinem Wachstum von 0,8 % im zweiten Halbjahr 2016. [1] Unterst\u00fctzt wurde die Konjunktur im ersten<br \/>\nHalbjahr 2017 durch starke binnenwirtschaftliche Auftriebskr\u00e4fte. W\u00e4hrend sich die Impulse durch<br \/>\ndie privaten und staatlichen Konsumausgaben fortsetzten, belebten sich die Investitionen in Bauten<br \/>\n(+4,4 %) und vor allem erstmals auch wieder die in Ausr\u00fcstungen (+2,1 %). Der Beitrag des<br \/>\nAu\u00dfenhandels zum Wirtschaftswachstum war im ersten Halbjahr netto leicht positiv. Die Basis f\u00fcr die<br \/>\nbinnenwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin die gute Entwicklung des Arbeitsmarkts insgesamt.<br \/>\nImpulse kamen im ersten Halbjahr aber auch von den niedrigen Zinsen und dem etwas g\u00fcnstigeren<br \/>\nMineral\u00f6lpreisen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft setzt sich im zweiten Halbjahr fort.<br \/>\nVermutlich wird die Dynamik aber etwas geringer ausfallen. Die Stimmung in der Wirtschaft ist<br \/>\nweiterhin sehr zuversichtlich. Der Besch\u00e4ftigungsaufbau k\u00f6nnte aber etwas ruhiger verlaufen. Auch<br \/>\ndie Produktionsausweitung in Industrie und Baugewerbe k\u00f6nnten moderater ausfallen.<br \/>\nDie Weltwirtschaft gewinnt auf das Jahr gesehen weiter an Fahrt. Die globale Industrieproduktion<br \/>\nist seit Februar 2017 aufw\u00e4rtsgerichtet. Die Dynamik in den asiatischen Schwellenl\u00e4ndern ist hoch,<br \/>\naber auch die Konjunktur in den entwickelten Volkswirtschaften belebte sich. Die globalen<br \/>\nStimmungsindikatoren zeigen einen zunehmenden Optimismus. Die Konjunkturerwartungen f\u00fcr den<br \/>\nEuroraum haben sich weiter aufgehellt. In den Vereinigten Staaten hat sich das Wachstum nach dem<br \/>\nschwachen ersten Quartal normalisiert. Das Wirtschaftswachstum in Japan ist im zweiten Quartal<br \/>\nh\u00f6her ausgefallen. Von den Schwellenl\u00e4ndern verzeichnete China wieder eine stabilere<br \/>\nwirtschaftliche Entwicklung. Russland und Brasilien profitieren von den anziehenden<br \/>\nRohstoffpreisen. Beide L\u00e4nder konnten ihre Rezessionsphasen \u00fcberwinden. Insgesamt wird daher das<br \/>\nWachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr h\u00f6her ausfallen als im Vorjahr. Der IWF, wie andere<br \/>\nOrganisationen zuvor, erwartet in seinem Ausblick vom Juli weiterhin einen Anstieg der<br \/>\nWeltwirtschaft von 3,5 %.<br \/>\nDie deutschen Ausfuhren bleiben in der Tendenz leicht aufw\u00e4rtsgerichtet. Nach der<br \/>\nZahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank legten die Ausfuhren an Waren und Dienstleistungen<br \/>\nim Juli 2017 in jeweiligen Preisen leicht um 0,2 % gegen\u00fcber dem Vormonat zu. Im aussagekr\u00e4ftigen<br \/>\nDreimonatsvergleich stiegen sie deutlicher um 1,3 %. Die Einfuhren erh\u00f6hten sich im Juli um 2,1 %.<br \/>\nIm Dreimonatsvergleich war ihr Anstieg mit +1,2 % etwa ebenso stark wie der der Ausfuhren. Der seit<br \/>\nJahresbeginn kumulierte Leistungsbilanz\u00fcberschuss liegt weiterhin sp\u00fcrbar niedriger als ein Jahr<br \/>\nzuvor. Die nationalen Indikatoren zur Au\u00dfenwirtschaft sowie die weltwirtschaftliche Belebung lassen<br \/>\ntrotz eines st\u00e4rkeren Euros eine weitere moderate Expansion der deutschen Exporte erwarten.<br \/>\nDie im ersten Halbjahr starke Industriekonjunktur hat in den Sommermonaten etwas an Schwung<br \/>\nverloren. Nach einem R\u00fcckgang im Juni wurde die Produktion im Juli nur leicht um 0,3 % ausgeweitet.<br \/>\nOb sich die dynamische Entwicklung des ersten Halbjahrs auch im Herbst fortsetzt, bleibt daher<br \/>\nabzuwarten. W\u00e4hrend die Auftragseing\u00e4nge der vergangenen Monate eine etwas ruhigere Gangart<br \/>\nsignalisieren, sprechen das verbesserte ifo Gesch\u00e4ftsklima im Verarbeitenden Gewerbe sowie die<br \/>\nstarke Kfz-Produktion im August f\u00fcr ein gutes drittes Quartal. Die Bauproduktion wurde im Juli um<br \/>\n0,5 % gesteigert, hat sich seit dem Fr\u00fchjahr aber insgesamt eher schwach entwickelt. Trotz<br \/>\nnachgebender Auftragseing\u00e4nge im Bauhauptgewerbe, die im zweiten Quartal um 2,6 % zur\u00fcckgingen,<br \/>\nblieb die Stimmung in der Branche gut. Sowohl die aktuelle Lage als auch Aussichten f\u00fcr die<br \/>\nkommenden Monate werden von den Bauunternehmen sehr positiv eingesch\u00e4tzt. Die Kapazit\u00e4tsauslastung<br \/>\nist \u00fcberdurchschnittlich hoch, was sich mittlerweile auch in der Entwicklung der Baupreise<br \/>\nniederschl\u00e4gt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDer private Konsum bleibt weiterhin eine wichtige St\u00fctze der Konjunktur. Zwar sind die Erl\u00f6se im<br \/>\nEinzelhandel im Juli um 1,2 % gesunken, im aussagekr\u00e4ftigeren Dreimonatsvergleich blieben sie aber<br \/>\naufw\u00e4rtsgerichtet. Auch im Kfz-Handel entwickelten sich die Ums\u00e4tze im Juni weiter dynamisch. Trotz<br \/>\nder etwas anziehenden Verbraucherpreise, die im August 1,8 % \u00fcber dem Niveau des Vorjahres lagen,<br \/>\nstieg das Konsumklima erneut und erreichte im August ein neues Hoch. Angesichts dessen sollte der<br \/>\nprivate Konsum weiter expandieren. Allerdings deutet die etwas eingetr\u00fcbte Stimmung im Einzelhandel<br \/>\ndarauf hin, dass sich die Entwicklung nach dem au\u00dfergew\u00f6hnlich starken zweiten Quartal etwas<br \/>\nverlangsamen k\u00f6nnte.<br \/>\nDer Arbeitsmarkt entwickelte sich insgesamt weiterhin positiv und auch der Ausblick stimmt<br \/>\nzuversichtlich. Die Erwerbst\u00e4tigkeit nimmt saisonbereinigt seit Februar monatlich stetig um 40 bis<br \/>\n50 Tausend Personen zu, im Juli um 42.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen waren fast 44,4 Mio.<br \/>\nund damit 1,6 % mehr Personen als vor einem Jahr erwerbst\u00e4tig. Die sozialversicherungspflichtige<br \/>\nBesch\u00e4ftigung stieg im Juni (+53.000 Personen) erneut etwas st\u00e4rker als die Erwerbst\u00e4tigkeit. In<br \/>\nnahezu allen Wirtschaftsbereichen werden Mitarbeiter gesucht. Die Arbeitslosigkeit ist im August<br \/>\nw\u00e4hrend der Sommerferien leicht angestiegen. Nach den Ursprungszahlen waren 2,54 Mio. Personen<br \/>\narbeitslos gemeldet, 139.000 weniger als vor einem Jahr. Die Unterbesch\u00e4ftigung war etwas geringer<br \/>\nals im Juli. Bereinigt um die Saisoneffekte gingen Arbeitslosigkeit und Unterbesch\u00e4ftigung im<br \/>\nAugust gegen\u00fcber dem Vormonat erneut leicht zur\u00fcck. Diese positiven Entwicklungen sollten die<br \/>\nbestehenden Problembereiche aber nicht verdecken, denn die regionalen Unterschiede bei der<br \/>\nArbeitslosigkeit sind weiterhin sehr gro\u00df. Zudem stellen der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit,<br \/>\nvon der im August noch immer 895.000 Personen betroffen waren, sowie die Integration der<br \/>\nFl\u00fcchtlinge nach wie vor erhebliche Herausforderungen dar.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nHinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in<br \/>\nder Oktober-Ausgabe des Monatsberichts \u201eSchlaglichter der Wirtschaftspolitik\u201c ver\u00f6ffentlicht. Diese<br \/>\nAusgabe wird voraussichtlich in der 39. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums<br \/>\nf\u00fcr Wirtschaft und Energie zu finden sein.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 11. September 2017 vorlagen. Soweit nicht<br \/>\nanders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber der jeweiligen Vorperiode auf Basis<br \/>\npreisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.<\/p>\n<p>http:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Wirtschaftliche-Lage\/2017\/20170912-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-september-2017.html<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2017 Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2017 beschleunigt gewachsen. Die rechnerisch gr\u00f6\u00dferen Impulse kamen von der binnenwirtschaftlichen Seite. Das Wachstum im Produzierenden Gewerbe bleibt in der Tendenz aufw\u00e4rtsgerichtet, auch wenn es im Juni und Juli an Dynamik einb\u00fc\u00dfte. 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