{"id":10593,"date":"2017-04-22T07:58:52","date_gmt":"2017-04-22T05:58:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10593"},"modified":"2017-04-22T07:58:52","modified_gmt":"2017-04-22T05:58:52","slug":"projektstart-gutscheine-fuer-haushaltsnahe-dienstleistungen-schwarzarbeit-verhindern-sozialversicherungspflichtige-jobs-schaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10593","title":{"rendered":"Projektstart: Gutscheine f\u00fcr haushaltsnahe Dienstleistungen  Schwarzarbeit verhindern,  sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Projektstart: Gutscheine f\u00fcr haushaltsnahe Dienstleistungen<\/p>\n<p>Schwarzarbeit verhindern,<\/p>\n<p>sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen<\/p>\n<p>Fachkr\u00e4ftebedarf in der Region sichern und Schwarzarbeit verhindern &#8211; darum geht es in einem neuen Modellprojekt rund um haushaltsnahe Dienstleistungen. Initiatoren sind das Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-W\u00fcrttemberg (WM), die Regionaldirektion Baden-W\u00fcrttemberg der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (RD) und die Stiftung Diakonie W\u00fcrttemberg. Mittels Gutscheinen sollen Betroffene unterst\u00fctzt werden, um haushaltsnahe Dienstleistungen zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bezahlen zu k\u00f6nnen. Mit der Umsetzung ist das Diakonische Werk W\u00fcrttemberg beauftragt.<\/p>\n<p>Die Idee: Frauen und M\u00e4nner, die ihre Wochenarbeitszeit erh\u00f6hen, erhalten einen Zuschuss in H\u00f6he von acht Euro je Stunde, wenn sie sozialversicherungs-pflichtig haushaltnahe Dienstleistungen wie Putzen, B\u00fcgeln oder W\u00e4schewaschen in Anspruch nehmen. Der Haushalt muss also trotz vollzeitnaher Arbeit nicht liegen bleiben. Gleichzeitig bieten die Agenturen f\u00fcr Arbeit Qualifizierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Dienstleister an und tragen so zur Professionalisierung von haushaltsnahen Dienstleistungen bei. Die Idee stammt aus Belgien.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4845\" rel=\"attachment wp-att-4845\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4845\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8222;Mit professioneller Hilfe im Haushalt wird es leichter Beruf und Familie zu vereinbaren. Unser Ziel ist es, qualifizierte Frauen, die stark in die Familienarbeit eingebunden sind, aber gerne wieder &#8211; oder wieder mehr &#8211; arbeiten w\u00fcrden, zu unterst\u00fctzen. Durch haushaltsnahe Dienstleistungen k\u00f6nnen sie in ihrem Alltag entlastet werden&#8220;, betonte Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekret\u00e4r im Bundesfamilienministerium. \u201eAuf der anderen Seite st\u00e4rken wir mit dem Modellprojekt die Dienstleistungsunternehmen und bek\u00e4mpfen wirksam Schwarzarbeit, da die Gutscheine nur da eingel\u00f6st werden k\u00f6nnen, wo die Firmen ihr Personal sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnsere Erfahrung zeigt, dass h\u00e4ufig gut qualifizierte Frauen weniger Stunden arbeiten als sie m\u00f6chten, um neben den famili\u00e4ren Verpflichtungen die Aufgaben im Haushalt erledigen zu k\u00f6nnen. Wenn diese Frauen ihre Wochenarbeitszeit um f\u00fcnf bis zehn Stunden erh\u00f6hen und daf\u00fcr von uns einen Gutschein bekommen, mit dem sie sich qualitativ gute Hilfe im Haushalt leisten k\u00f6nnen, schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe\u201c, erkl\u00e4rt Christian Rauch, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der RD Baden-W\u00fcrttemberg. Eine h\u00f6here Arbeitszeit ginge oft einher mit qualifizierteren Aufgaben und somit mehr Gehalt f\u00fcr die Arbeitssuchenden. Ebenso w\u00fcrden sozialversicherungspflichtige Jobs im Bereich haushaltsnahe Dienstleistungen geschaffen.<\/p>\n<p>\u201eMit dem zweij\u00e4hrigen Modellprojekt \u00fcbernimmt Baden-W\u00fcrttemberg eine Vorreiterrolle in Deutschland. Wir erproben innovative Handlungsans\u00e4tze der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik und tragen mit den Gutscheinen sowohl zur Professionalisierung haushaltsnaher Dienstleistungen als auch zur Steigerung der Erwerbsbeteiligung und des Arbeitsvolumens von Frauen bei. Unser Ziel ist es, das Fachkr\u00e4ftepotenzial von Frauen noch besser f\u00fcr die S\u00fcdwestwirtschaft zu erschlie\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rt Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. \u201eDurch die Gutscheine k\u00f6nnen beispielsweise Wiedereinsteigerinnen dabei unterst\u00fctzt werden, in den Beruf zur\u00fcckzukehren und entsprechend ihrer Qualifikation berufst\u00e4tig zu sein. Angesichts des demografischen und familialen Wandels er\u00f6ffnen wir neue und zeitgem\u00e4\u00dfe M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die parallele Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wirken Schwarzarbeit im Sektor haushaltsnaher Dienstleistungen entgegen und st\u00e4rken gleichzeitig die Regionen\u201c, so die Ministerin weiter.<\/p>\n<p>Mit der M\u00f6glichkeit f\u00fcr geringqualifizierte Personen, sich im Rahmen des Projekts weiterzubilden und einen hauswirtschaftlichen Abschluss zu erlangen, bieten haushaltsnahe Dienstleistungen eine attraktive Jobalternative. Momentan besch\u00e4ftigen lediglich knapp ein Prozent der rund vier Millionen Privathaushalte Dienstleistende sozialversicherungspflichtig. Seri\u00f6se Dienstleistungs-unternehmen w\u00fcrden momentan von Internet-Anbietern verdr\u00e4ngt. \u201eDies hat zur Folge, dass zum einen die gute Qualit\u00e4t der Arbeit, zum anderen die soziale Absicherung der Dienstleistenden komplett au\u00dfer Acht gelassen werden\u201c, beschreibt der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks W\u00fcrttemberg und der Stiftung Diakonie W\u00fcrttemberg, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, seine Beobachtungen. \u201eWir brauchen aber dringend einen gleichberechtigten Zugang aller zur Erwerbsarbeit, damit wir eine gleichberechtigte Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft garantieren k\u00f6nnen!\u201c<\/p>\n<p>Hintergrund:<\/p>\n<p>Seit dem 1.M\u00e4rz 2017 l\u00e4uft das Modellprojekt in den Arbeitsagenturen Aalen und Heilbronn, Projektende ist Februar 2019.Mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Millionen Euro finanzieren BMFSFJ, RD Baden-W\u00fcrttemberg, Wirtschaftsministerium Baden-W\u00fcrttemberg und Stiftung Diakonie das Projekt.<br \/>\nQuelle: bmfsfj.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Projektstart: Gutscheine f\u00fcr haushaltsnahe Dienstleistungen Schwarzarbeit verhindern, sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen Fachkr\u00e4ftebedarf in der Region sichern und Schwarzarbeit verhindern &#8211; darum geht es in einem neuen Modellprojekt rund um haushaltsnahe Dienstleistungen. 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