{"id":10316,"date":"2017-01-15T08:39:08","date_gmt":"2017-01-15T07:39:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10316"},"modified":"2017-01-15T08:39:08","modified_gmt":"2017-01-15T07:39:08","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10316","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2017"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2017<\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 um 1,9\u00a0% gewachsen.<br \/>\n* Die Konjunktur hat sich zum Jahresende hin belebt.<br \/>\n* Eine leicht anziehende globale Konjunktur l\u00e4sst die Exporte wieder steigen.<br \/>\n* Die Produktion im Produzierenden Gewerbe d\u00fcrfte im Jahresschlussquartal<br \/>\ninsgesamt sp\u00fcrbar zugenommen haben. Auftragseing\u00e4nge und<br \/>\nStimmungsindikatoren sprechen f\u00fcr einen guten Start in das Jahr 2017.<br \/>\n* Der Arbeitsmarkt entwickelte sich 2016 erfreulich. Der private Konsum<br \/>\nerh\u00e4lt weiterhin zuverl\u00e4ssige Impulse vom Arbeitsmarkt.<\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 um preisbereinigt 1,9\u00a0% in einem<br \/>\nunruhigen au\u00dfenwirtschaftlichen Umfeld solide gewachsen, nach einem Anstieg des<br \/>\nBruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7\u00a0% im vorangegangenen Jahr.[1] [2] Das Wachstum<br \/>\nfiel damit sogar geringf\u00fcgig st\u00e4rker aus, als in der Herbstprojektion der<br \/>\nBundesregierung vorhergesagt. Die Entwicklung wurde rechnerisch von der<br \/>\nBinnennachfrage getragen. Vor allem die staatlichen und privaten Konsumausgaben,<br \/>\naber auch die Bauinvestitionen legten kr\u00e4ftig zu. Die Investitionen in<br \/>\nAusr\u00fcstungen erh\u00f6hten sich ebenfalls, aber verhaltener. Mit der starken<br \/>\nBinnennachfrage nahmen die Importe st\u00e4rker zu als die Exporte, so dass der<br \/>\nWachstumsbeitrag des Au\u00dfenhandels leicht negativ ausfiel.<\/p>\n<p>Das positive Jahresergebnis unterstreicht, dass sich die Konjunktur<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Industrie\/statistische-daten.html&gt; in Deutschland<br \/>\nim Jahresschlussquartal 2016 belebt hat. Die verhaltene Entwicklung im dritten<br \/>\nQuartal ist \u00fcberwunden. Darauf deuten unter anderem die soliden Produktions- und<br \/>\nUmsatzzahlen in der Industrie hin. Die Baut\u00e4tigkeit hat sich in den letzten<br \/>\nMonaten ebenfalls positiv entwickelt. Zudem stellt sich das au\u00dfenwirtschaftliche<br \/>\nUmfeld etwas freundlicher dar. Insgesamt bleibt das Bild einer soliden, stark<br \/>\nbinnenwirtschaftlich getriebenen Konjunktur bestehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Aussichten f\u00fcr die Weltwirtschaft haben sich tendenziell verbessert. Die<br \/>\nweltweite Industrieproduktion nimmt weiter zu. Die Wirtschaft der Vereinigten<br \/>\nStaaten hat im zweiten Halbjahr 2016 mehr Fahrt aufgenommen. Die<br \/>\nWirtschaftsleistung der Europ\u00e4ischen Union nimmt gem\u00e4\u00dfigt, aber stetig zu. Sogar<br \/>\ndas BIP des Vereinigten K\u00f6nigreichs erh\u00f6hte sich infolge der Pfund-Abwertung nach<br \/>\ndem Brexit-Referendum &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/europa,did=771554.html&gt; recht<br \/>\ndeutlich. In China schw\u00e4cht sich das Wachstum tendenziell weiter ab, bleibt aber<br \/>\nvergleichsweise hoch. Die gro\u00dfen rohstoffexportierenden Schwellenl\u00e4nder Russland<br \/>\nund Brasilien d\u00fcrften allm\u00e4hlich ihre Rezession verlassen. Insgesamt wird das<br \/>\nglobale Wachstum im Jahr 2016, aufgrund des schwachen ersten Halbjahrs, geringer<br \/>\nausfallen als im Vorjahr. Nach einem Anstieg des globalen BIP von 2,9\u00a0% im Jahr<br \/>\n2016 erwartet die OECD f\u00fcr das Jahr 2017 eine Beschleunigung auf 3,3\u00a0%.<br \/>\nAllerdings bleiben die Unw\u00e4gbarkeiten beachtlich.<\/p>\n<p>Angesichts der leichten Besserung der Weltkonjunktur haben die deutschen<br \/>\nAusfuhren ihre Schw\u00e4chephase vom Sommer \u00fcberwunden und sind zum Jahresende 2016<br \/>\nwieder leicht aufw\u00e4rtsgerichtet. Saisonbereinigt stiegen die Ausfuhren an Waren<br \/>\nund Dienstleistungen im November kr\u00e4ftig um 3,1\u00a0% gegen\u00fcber dem Vormonat an. Die<br \/>\nnominalen Einfuhren nahmen mit 3,3\u00a0% noch st\u00e4rker zu. Dieses Muster ergab sich<br \/>\nauch im weniger schwankungsanf\u00e4lligen Dreimonatsvergleich. Die Einfuhren stiegen<br \/>\nmit einem Zuwachs von 3,2\u00a0% st\u00e4rker als die Ausfuhren mit 2,2\u00a0%. Vom Au\u00dfenhandel<br \/>\ninsgesamt d\u00fcrften demnach gegenw\u00e4rtig eher leicht d\u00e4mpfende Wachstumsimpulse<br \/>\nausgehen. Die nationalen Konjunkturindikatoren f\u00fcr den Au\u00dfenhandel, wie die<br \/>\nindustriellen Auftragseing\u00e4nge, die Exporterwartungen der Unternehmen sowie die<br \/>\nrealen effektiven Wechselkurse, deuten zusammen mit der Einsch\u00e4tzung der<br \/>\nWeltkonjunktur auf eine, wenn auch moderate, Exportbelebung hin.<\/p>\n<p>Die Produktion im Produzierenden Gewerbe zog im November im Vergleich zum<br \/>\nVormonat um 0,4 % etwas an.[3] Die Industrieproduktion erh\u00f6hte sich dabei um 0,4<br \/>\n% und die Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 1,5\u00a0%. W\u00e4hrend sich die Produktion von<br \/>\nindustriellen Vorleistungsg\u00fctern und Konsumg\u00fctern belebte (+0,9 % und +0,3 %),<br \/>\nblieb die von Investitionsg\u00fctern nahezu unver\u00e4ndert (-0,1 %). Der Trend der<br \/>\nIndustrieproduktion ist leicht aufw\u00e4rtsgerichtet. Im Durchschnitt der Monate<br \/>\nOktober\/November produzierte die Industrie 0,8\u00a0% mehr als im Durchschnitt des<br \/>\ndritten Quartals 2016. Die Erzeugung im Baugewerbe lag um 1,6\u00a0% h\u00f6her. Die<br \/>\nindustriellen Auftragseing\u00e4nge sprechen f\u00fcr eine weitere Belebung der<br \/>\nIndustriekonjunktur. Im Vergleich der Durchschnitte Oktober\/November mit dem<br \/>\ndritten Quartal nahmen die Bestellungen in der Industrie um 3,7\u00a0% zu. Dabei ergab<br \/>\nsich f\u00fcr die Herkunft der Nachfrageimpulse ein gemischtes Bild. Die Bestellungen<br \/>\naus dem Inland verzeichneten ein Plus von 4,3\u00a0%. Die Auftr\u00e4ge aus dem Euroraum<br \/>\ngingen um 0,6\u00a0% zur\u00fcck und die aus den L\u00e4ndern au\u00dferhalb des Euroraums stiegen<br \/>\n\u00e4u\u00dferst stark um 5,8\u00a0% an. Sowohl die Auftragseing\u00e4nge als auch die<br \/>\nStimmungsindikatoren versprechen ein solides Produktionswachstum zum Jahresende<br \/>\nund einen guten Start in das Jahr 2017.<\/p>\n<p>Der private Konsum hat sich im Jahr 2016 um preisbereinigt 2,0\u00a0% kr\u00e4ftig erh\u00f6ht.<br \/>\nAuch im Jahresschlussquartal d\u00fcrfte es einen sp\u00fcrbaren Zuwachs gegeben haben. Die<br \/>\nUms\u00e4tze im Einzelhandel fielen im November zwar um 1,8\u00a0% geringer aus als im<br \/>\nVormonat. Dieser war mit einem Anstieg von 2,5\u00a0% aber auch sehr stark. Der<br \/>\nKfz-Handel f\u00e4llt im vierten Quartal dagegen vermutlich etwas schw\u00e4cher aus. Seine<br \/>\nUms\u00e4tze sind im Oktober um 1,5\u00a0% gesunken und die Neuzulassungen haben sich zum<br \/>\nJahresende schwach entwickelt. Die Stimmung sowohl unter den Einzelh\u00e4ndlern als<br \/>\nauch unter den Verbrauchern bleibt jedoch weiterhin sehr gut.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt entwickelte sich erfreulich und auch der Ausblick bleibt<br \/>\npositiv. Die Erwerbst\u00e4tigkeit nahm saisonbereinigt weiter zu. Sie lag Im November<br \/>\nbei gut 43,8\u00a0Mio. Personen, 0,7\u00a0% \u00fcber Vorjahresniveau (Ursprungszahlen). Die<br \/>\nEntwicklung bei der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung ist seit Juni<br \/>\ndeutlich verlangsamt, wobei auch im Oktober der Vorjahresstand noch um 1,2\u00a0%<br \/>\n\u00fcberschritten wurde. Die Fr\u00fchindikatoren deuten aber weiterhin auf eine hohe<br \/>\nNachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften hin, wobei es schwieriger wird, Angebot und<br \/>\nNachfrage zusammenzuf\u00fchren. Die Arbeitslosigkeit sank im Dezember saisonbereinigt<br \/>\num 17.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen waren 2,57 Mio. Personen arbeitslos<br \/>\ngemeldet. Bei Fl\u00fcchtlingen, die Zugang zum Arbeitsmarkt haben, nahm die<br \/>\nArbeitslosigkeit schrittweise zu, obwohl gleichzeitig viele in<br \/>\narbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen qualifiziert wurden.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Hinweis:<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der Februar-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 5.<br \/>\nKalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nEnergie zu finden sein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung des<br \/>\nBruttoinlandsprodukts im Jahr 2016 vom 12. Januar 2017.<br \/>\n[2] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 12. Januar 2017<br \/>\nvorlagen.<br \/>\n[3] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.<\/p>\n<p>Downloads<\/p>\n<p>Ausgew\u00e4hlte Daten zur wirtschaftlichen Lage<br \/>\nStand: Januar 2017<br \/>\nPDF:\u00a0 41,5 KB<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/W\/wirtschaftliche-lage-brd-01-2017,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf&gt;<\/p>\n<p>Quelle: bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2017 * Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 um 1,9\u00a0% gewachsen. * Die Konjunktur hat sich zum Jahresende hin belebt. * Eine leicht anziehende globale Konjunktur l\u00e4sst die Exporte wieder steigen. * Die Produktion im Produzierenden Gewerbe d\u00fcrfte im Jahresschlussquartal insgesamt sp\u00fcrbar zugenommen haben. 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