{"id":10289,"date":"2017-01-02T08:20:42","date_gmt":"2017-01-02T07:20:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10289"},"modified":"2017-01-02T08:20:42","modified_gmt":"2017-01-02T07:20:42","slug":"das-bildungs-und-forschungsjahr-2016-in-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10289","title":{"rendered":"Das Bildungs- und Forschungsjahr 2016 in Zahlen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Das Bildungs- und Forschungsjahr 2016 in Zahlen<\/p>\n<p>125.000 begabte Fachkr\u00e4fte wurden in den letzten 25 Jahren mit Hilfe des Weiterbildungsstipendiums dabei unterst\u00fctzt, sich weiter zu qualifizieren. Das Stipendium kann f\u00fcr berufsbezogene Weiterbildung eigener Wahl genutzt werden. Ab 2017 werden die F\u00f6rderleistungen f\u00fcr das Weiterbildungsstipendium deutlich erh\u00f6ht. Die maximale F\u00f6rderh\u00f6he steigt von aktuell 6000 Euro auf 7200 Euro. Das ist ein Plus von 20 Prozent.<\/p>\n<p>Bis zu 200 Nanometer winzig sind Phagen, eine besondere Form von Viren, die bestimmte Bakterien angreifen. Der Einsatz von Phagen k\u00f6nnte eine Alternative zu Antibiotika in der Bek\u00e4mpfung multiresistenter Bakterien sein. Die Erforschung neuer Therapieformen gegen bakterielle Infektionen ist Gegenstand einer im September gestarteten BMBF-F\u00f6rderung. Der Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen ist eine zentrale Aufgabe der Gesundheitsforschung. Deshalb f\u00f6rdert das Bundesforschungsministerium ein weites Spektrum: von den Grundlagen der Entstehung von Resistenzen, ihrer Verbreitung bis hin zur Entwicklung innovativer Therapien.<\/p>\n<p>200 Kilometer pro Stunde schnell fliegen k\u00f6nnen unbemannte Drohnen, die zur Lageunterst\u00fctzung in Seenot eingesetzt werden sollen. So k\u00f6nnen sie zum Beispiel schneller bei der Lokalisierung von Schiffbr\u00fcchigen helfen oder Informationen zur Lage an die Retter liefern. Das Projekt &#8222;Lageunterst\u00fctzung bei Seenoteins\u00e4tzen durch unbemannte Luftfahrtsysteme&#8220; ist ein erfolgreiches Beispiel der zivilen Sicherheitsforschung, die durch das BMBF gef\u00f6rdert wird. Im Fokus steht die Erforschung neuer Technologien, die den Schutz und die Rettung von Menschen erleichtern und so auch Einsatzkr\u00e4fte unterst\u00fctzen. Im Herbst sind hierzu zw\u00f6lf neue Projekte mit BMBF-F\u00f6rderung gestartet.<\/p>\n<p>790.000 Kinder bekommen im laufenden Schuljahr in der ersten Klasse ein &#8222;Lesestart&#8220;-Set. Die Sets enthalten ein speziell konzipiertes, altersgerechtes Buch f\u00fcr Kinder sowie einen mehrsprachigen Vorlese-Ratgeber f\u00fcr Eltern. Mithilfe des kostenlosen Sets soll das Vorlesen und Lesen im Familienalltag st\u00e4rker verankert werden. Das Lesef\u00f6rderprogramm &#8222;Lesestart &#8211; Drei Meilensteine f\u00fcr das Lesen&#8220; wird vom BMBF finanziert und von der Stiftung Lesen durchgef\u00fchrt. Seit 2011 wurden so mehr als drei Millionen Sets in Kinderarztpraxen, Bibliotheken und Grundschulen verteilt. Eigene Lesestart-Sets erhielten auch Fl\u00fcchtlingskinder in Erstaufnahmeeinrichtungen.<\/p>\n<p>156 Hochschulen deutschlandweit erhalten zwischen 2016 und 2020 insgesamt 820 Millionen Euro F\u00f6rdermittel zur Verbesserung von Studienbedingungen und Lehrqualit\u00e4t. \u00a0Bund und L\u00e4nder haben daf\u00fcr 2010 den Qualit\u00e4tspakt Lehre ins Leben gerufen, der die Hochschulen bei der besseren Betreuung ihrer Studentinnen und Studenten f\u00f6rdert. In diesem Jahr hat die zweite Phase des Qualit\u00e4tspakts begonnen.<\/p>\n<p>230 Forschungspartner sind an den vier &#8222;Kopernikus-Projekten f\u00fcr die Energiewende&#8220; beteiligt, die im April gestartet sind. In diesen vom BMBF gef\u00f6rderten Projekten werden zehn Jahre lang gemeinsam von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft technologische und wirtschaftliche L\u00f6sungen f\u00fcr den Umbau des Energiesystems entwickelt. Mit dem Start geht die gr\u00f6\u00dfte Forschungsinitiative zur Energiewende in vier Schl\u00fcsselbereichen in die Umsetzung: Entwicklung von Stromnetzen, Speicherung \u00fcbersch\u00fcssiger erneuerbarer Energie durch Umwandlung in andere Energietr\u00e4ger, Neuausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung und das verbesserte Zusammenspiel aller Sektoren des Energiesystems.<\/p>\n<p>500 mit Frauen besetzte Professuren sind bereits mit dem Professorinnen-Programm von Bund und L\u00e4ndern gef\u00f6rdert worden. Im Februar hat die Pflegewissenschaftlerin Miriam Tariba Richter die 500. gef\u00f6rderte Professur an der Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften Hamburg angetreten. Das Professorinnen-Programm erh\u00f6ht seit 2008 die Anzahl der Professorinnen an deutschen Hochschulen und st\u00e4rkt die Strukturen f\u00fcr die hochschulinterne Gleichstellung.<\/p>\n<p>735 Euro im Monat bekommen seit dem laufenden Wintersemester Studierende, die mit dem H\u00f6chstsatz des BAf\u00f6G gef\u00f6rdert werden. Die Bedarfss\u00e4tze und die Einkommensfreibetr\u00e4ge sind um sieben Prozent gestiegen, Wohnzuschl\u00e4ge sowie Kinderbetreuungszuschl\u00e4ge wurden ebenfalls deutlich angehoben. Der Kreis der BAf\u00f6G-Empf\u00e4nger in Schule oder Hochschule wird durch die Reform erheblich vergr\u00f6\u00dfert. Bereits seit 2015 tr\u00e4gt der Bund die Finanzierung des BAf\u00f6G vollst\u00e4ndig und entlastet so die L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Rund sieben Prozent betr\u00e4gt nach Branchenangaben das j\u00e4hrliche Wachstum des Marktes f\u00fcr Industrieelektronik, w\u00e4hrend der Mikroelektronikmarkt weltweit insgesamt stagniert. Mit fortschreitender Digitalisierung w\u00e4chst die Bedeutung dieser Sparte &#8211; gerade in Deutschland ist die forschungsintensive Mikroelektronik eine Schl\u00fcsseltechnologie. Die Bundesregierung hat deshalb im Februar das neue Rahmenprogramm &#8222;Mikroelektronik aus Deutschland &#8211; Innovationstreiber der Digitalisierung&#8220; beschlossen. Das BMBF unterst\u00fctzt die Mikroelektronikforschung insbesondere bei den Themen Industrie 4.0, Elektromobilit\u00e4t und automatisiertem Fahren, nachhaltige und effiziente Energieversorgung sowie intelligente Medizintechnik. Bis 2020 stehen hierf\u00fcr rund 400 Millionen Euro bereit.<\/p>\n<p>3000 Betriebe wurden 2016 im Auftrag des BMBF erstmals dazu befragt, welche Rolle die Digitalisierung f\u00fcr sie in der Ausbildung spielt. Ein Ergebnis: In den kommenden drei Jahren sieht die Mehrzahl der Betriebe bei allen betrieblichen T\u00e4tigkeiten einen weiteren Bedeutungszuwachs digitaler Ger\u00e4te. Entsprechend muss auch die Berufsbildung modifiziert werden. Deshalb f\u00f6rdert das BMBF die Entwicklung einer &#8222;Berufsbildung 4.0&#8220; &#8211;\u00a0 so werden zum Beispiel Ausbilderinnen und Ausbilder im Einsatz digitaler Medien geschult, \u00fcberbetriebliche Ausbildungsst\u00e4tten mit digitaler Infrastruktur wie 3D-Druckern oder Assistenzrobotern ausgestattet und Ausbildungsinhalte daraufhin untersucht, wie sie f\u00fcr die neuen Anforderungen von Digitalisierung und Industrie 4.0 angepasst werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>4000 Pl\u00e4tze f\u00fcr die sprachliche und fachliche Studienvorbereitung von Fl\u00fcchtlingen sind in diesem Jahr an 170 Hochschulen und Studienkollegs bundesweit geschaffen worden. Die Pl\u00e4tze werden \u00fcber das Programm &#8222;Integra&#8220; des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gef\u00f6rdert und vom BMBF finanziert. &#8222;Integra&#8220; ist der zentrale Baustein des BMBF-Ma\u00dfnahmenpakets, mit dem der Bund den Zugang studierf\u00e4higer Fl\u00fcchtlinge zu einem Studium in Deutschland unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>10 Jahre Pakt f\u00fcr Forschung und Innovation haben die Wissenschaftsorganisationen im Dezember gefeiert. Bund und L\u00e4nder haben den Pakt 2005 geschlossen, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Wissenschaftssystems zu st\u00e4rken. Zuletzt wurde er im Dezember 2014 f\u00fcr die Jahre 2016 bis 2020 fortgeschrieben. Der Pakt f\u00fcr Forschung und Innovation gilt f\u00fcr die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie f\u00fcr die Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft. Mit dem Pakt verpflichten diese sich auf forschungspolitische Ziele wie mehr Chancengerechtigkeit, bessere Nachwuchsf\u00f6rderung oder intensivere internationale Vernetzung. Im Gegenzug erhalten sie finanzielle Planungssicherheit durch einen j\u00e4hrlichen Budgetzuwachs von aktuell drei Prozent. In den Jahren 2016 bis 2020 tr\u00e4gt der Bund diesen Aufwuchs allein.<\/p>\n<p>Mehr als 500 Projekte zur Erforschung von Alternativen zum Tierversuch hat das BMBF in den vergangenen 35 Jahren bereits gef\u00f6rdert. Deutschland z\u00e4hlt auf diesem Gebiet zu den Vorreitern. Das Spektrum ist vielf\u00e4ltig: Mit Hilfe von Zellkulturen wird zum Beispiel im Labor k\u00fcnstliche menschliche Haut gez\u00fcchtet, an der die Wirkung von Arzneimitteln oder Chemikalien getestet werden kann. Andere Forscherteams entwickeln Computermodelle, die physiologische Prozesse in Organen simulieren. Diese Modelle k\u00f6nnen die Zahl an erforderlichen Tierversuchen etwa bei Medikamenten-Studien reduzieren. Anfang des Jahres hat das BMBF die entsprechende F\u00f6rderma\u00dfnahme aktualisiert und einen weiteren Fokus auf die st\u00e4rkere Verbreitung der Alternativmethoden in der Praxis gesetzt.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Mathematik-Lehrst\u00fchle werden mit Hilfe des BMBF an Standorten des African Institute for Mathematical Sciences (AIMS) aufgebaut. Zus\u00e4tzlich unterst\u00fctzt das BMBF die Doktorandenausbildung in den Zentren und Hochschulkooperationen mit Deutschland. Die Ma\u00dfnahme &#8222;Deutsche Forschungslehrst\u00fchle&#8220; ist Teil der Afrika-Strategie des BMBF. Die Ausbildung an den AIMS-Zentren hat eine klare Anwendungsorientierung und einen Fokus auf die lokalen Herausforderungen.<\/p>\n<p>1000 Tenure-Track-Professuren an deutschen Universit\u00e4ten werden mit einem neuen Bund-L\u00e4nder-Programm zur F\u00f6rderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses zus\u00e4tzlich geschaffen. Darauf haben sich Bund und L\u00e4nder im Fr\u00fchjahr geeinigt. Mit der Tenure-Track-Professur wird ein international bekannter Karriereweg zus\u00e4tzlich zum bisherigen Berufungssystem erstmals deutschlandweit eingef\u00fchrt. Das macht einerseits die Karrierewege transparenter und vergr\u00f6\u00dfert andererseits die Attraktivit\u00e4t des deutschen Wissenschaftssystems im Wettbewerb um die kl\u00fcgsten K\u00f6pfe. Ab 2017 und \u00fcber eine Laufzeit von 15 Jahren wird der Bund das Programm mit\u00a0einer Milliarde\u00a0Euro unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Knapp 30 Prozent betr\u00e4gt der Anteil Europas an der weltweiten Wissensproduktion. Deutschland leistet als gr\u00f6\u00dfte Forschungsnation Europas dazu einen wesentlichen Beitrag. Der Europ\u00e4ische Forschungsraum, 2009 als Ziel f\u00fcr mehr wissenschaftlichen Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsame Forschung im Vertrag von Lissabon verankert, gilt zwar als weitestgehend verwirklicht. Mit der Digitalisierung, politischen Umbr\u00fcchen und einem versch\u00e4rften globalen Wettbewerb steht er aber vor neuen Herausforderungen. Das BMBF hat deshalb im Herbst die Debatte \u00fcber die deutsche Position zur Zukunft des Europ\u00e4ischen Forschungsraums und zur Ausrichtung des Nachfolgeprogramms von Horizont 2020, des weltweit gr\u00f6\u00dften F\u00f6rderprogramms f\u00fcr Forschung und Innovation, gestartet.<\/p>\n<p>Bis zu 50 Exzellenzcluster in verschiedenen Forschungsfeldern werden ab 2019 mit der neuen Exzellenzstrategie gef\u00f6rdert, die Bund und L\u00e4nder im Sommer beschlossen haben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) f\u00fchrt gemeinsam mit dem Wissenschaftsrat das wissenschaftsgeleitete Begutachtungs- und Auswahlverfahren hierf\u00fcr durch. Eine endg\u00fcltige F\u00f6rderentscheidung f\u00e4llt im September 2018. Mit der Nachfolge der Exzellenzinitiative soll die Spitzenforschung an deutschen Universit\u00e4ten im internationalen Wettbewerb weiter gest\u00e4rkt werden. Universit\u00e4ten mit der erforderlichen Anzahl von Clustern k\u00f6nnen sich in einer n\u00e4chsten Stufe als Exzellenzuniversit\u00e4t bewerben. Bund und L\u00e4nder finanzieren die &#8222;Exstra&#8220; mit j\u00e4hrlich 533 Millionen Euro, 75 Prozent der Mittel tr\u00e4gt der Bund.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2831\" rel=\"attachment wp-att-2831\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2831\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schule-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schule-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/schule.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rund 450 Jahre treibt eine Plastikflasche im Meer und zerf\u00e4llt dabei durch Wellenschlag und UV-Strahlung zu winzigen Plastikteilchen. Mikroplastik wird zu einer immer gr\u00f6\u00dferen Bedrohung f\u00fcr die Meere. Auch auf dieses Thema macht das aktuelle Wissenschaftsjahr &#8222;Meere und Ozeane&#8220; des BMBF mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen aufmerksam. Das gemeinsame Programm der Bundesregierung in der Meeresforschung &#8222;MARE:N&#8220;, das Programm &#8222;Plastik in der Umwelt&#8220;, der G7-Aktionsplan zum &#8222;Schutz der Meeresumwelt&#8220; und ein starkes Engagement auch auf europ\u00e4ischer Ebene, insbesondere zu Mikroplastik in den Meeren, sind Teil des deutschen Beitrags zur st\u00e4rkeren Erforschung der Rolle und der Belastung der Meere. Zusammen mit der F\u00f6rderung von Forschungszentren und der Erneuerung der deutschen Forschungsflotte werden in den n\u00e4chsten zehn Jahren mehr als vier Milliarden Euro in die Zukunft d! er Meere investiert.<\/p>\n<p>Bis zu 10.000 Fl\u00fcchtlinge sollen mit der im Februar gestarteten Initiative &#8222;Wege in Ausbildung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge&#8220; eine berufliche Perspektive im Handwerk bekommen. Nach der Teilnahme an einem Integrationskurs k\u00f6nnen junge Fl\u00fcchtlinge damit bis zu sechs Monate lang erste Einblicke in das Handwerk gewinnen, vertiefen diese dann in einem Berufsorientierungsprogramm und k\u00f6nnen schlie\u00dflich in eine Handwerksausbildung vermittelt werden. Das Programm wird vom BMBF gemeinsam mit der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks umgesetzt.<\/p>\n<p>550 Millionen Euro stellen Bund und L\u00e4nder in den n\u00e4chsten zehn Jahren f\u00fcr die neue F\u00f6rderinitiative &#8222;Innovative Hochschule&#8220; zur Verf\u00fcgung, die im Juni beschlossen wurde. Ziel ist die F\u00f6rderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers. Transfer und Innovation werden neben Forschung und Lehre als &#8222;dritte Mission&#8220; der Hochschulen bezeichnet. Die F\u00f6rderinitiative soll Hochschulen darin unterst\u00fctzen, sich auf diesem Feld zu profilieren und ihre strategische Rolle im regionalen Innovationssystem zu st\u00e4rken. Im Fokus stehen dabei Fachhochschulen sowie kleine und mittlere Universit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Bei 1,9 Millionen beruflichen Aufstiegen hat das Aufstiegsfortbildungsf\u00f6rderungsgesetz (AFBG), auch Meister-BAf\u00f6G genannt, seit Bestehen 1996 bereits geholfen. Zum 1. August wurde die F\u00f6rderung weiter verbessert: Der einkommensunabh\u00e4ngige maximale Beitrag f\u00fcr Lehrgangs- und Pr\u00fcfungskosten ist von 10.226 Euro auf 15.000 Euro gestiegen. Weitere F\u00f6rders\u00e4tze, Freibetr\u00e4ge und Zuschussanteile wurden ebenfalls erh\u00f6ht. Neu beginnen kann eine gef\u00f6rderte Aufstiegsfortbildung erstmals auch, wer bereits einen Bachelorabschluss hat oder wer ohne Erstausbildungsabschluss &#8211; etwa als Studienabbrecher oder Abiturient mit Berufspraxis &#8211; zur Pr\u00fcfung oder Fachschule zugelassen wird. Mit der Novelle wurde aus dem Meister-BAf\u00f6G das moderne Aufstiegs-BAf\u00f6G.<\/p>\n<p>Etwa 40.000 Schulen deutschlandweit sollen mit dem von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka im Oktober vorgeschlagenen Digitalpakt#D in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren fit f\u00fcr digitale Bildung gemacht werden. Der Plan: Das BMBF finanziert in Milliardenh\u00f6he die digitale Infrastruktur von der Grund- bis zur Berufsschule, die L\u00e4nder sorgen f\u00fcr die entsprechenden p\u00e4dagogischen Konzepte und passen die Lehreraus- und fortbildung an. Ab Januar werden das BMBF und die L\u00e4nder dar\u00fcber verhandeln. Der Vorschlag eines Digitalpakts geh\u00f6rt zur neuen BMBF-Strategie &#8222;Bildungsoffensive f\u00fcr die digitale Wissensgesellschaft&#8220;, mit der das Ministerium die Vermittlung digitaler Kompetenz und das Lernen mit digitalen Medien in verschiedenen Bildungsbereichen voranbringen wil! l.<\/p>\n<p>Drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts haben Staat und Wirtschaft in Deutschland 2015 f\u00fcr Forschung und Entwicklung (FuE) aufgewendet. Das hat eine Erhebung des Stifterverbandes im Auftrag des BMBF im Dezember ergeben. Damit ist das Drei-Prozent-Ziel f\u00fcr FuE der Europ\u00e4ischen Union in Deutschland erreicht. Bildung und Forschung haben f\u00fcr den Bund hohe Priorit\u00e4t. Seine FuE-Ausgaben sind seit 2005 um mehr als 60 Prozent gestiegen. Auch die Ausgaben des Bundes f\u00fcr Bildung haben sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt. Und so w\u00e4chst auch der Etat des BMBF 2017 auf rund 17,6 Milliarden Euro an &#8211; ein Plus von rund 1,2 Milliarden Euro bzw. 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<\/p>\n<p>Mehr Informationen finden Sie unter: www.bmbf.de<\/p>\n<p>Quelle;bmbf.bund.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Das Bildungs- und Forschungsjahr 2016 in Zahlen 125.000 begabte Fachkr\u00e4fte wurden in den letzten 25 Jahren mit Hilfe des Weiterbildungsstipendiums dabei unterst\u00fctzt, sich weiter zu qualifizieren. Das Stipendium kann f\u00fcr berufsbezogene Weiterbildung eigener Wahl genutzt werden. Ab 2017 werden die F\u00f6rderleistungen f\u00fcr das Weiterbildungsstipendium deutlich erh\u00f6ht. 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