{"id":10238,"date":"2016-12-10T09:16:10","date_gmt":"2016-12-10T08:16:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10238"},"modified":"2016-12-10T09:16:10","modified_gmt":"2016-12-10T08:16:10","slug":"deutsch-palaestinensisches-forschungs-und-promotionsprogramm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10238","title":{"rendered":"Deutsch-Pal\u00e4stinensisches Forschungs- und Promotionsprogramm"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Deutsch-Pal\u00e4stinensisches Forschungs- und Promotionsprogramm<\/p>\n<p>Der Parlamentarische Staatssekret\u00e4r im Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB, und ein Vertreter der pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde haben heute in J\u00fclich das neue Programm &#8222;Palestinian-German Science Bridge&#8220; feierlich er\u00f6ffnet. Bis zu 15 exzellente Master- sowie sieben Doktoranden aus Pal\u00e4stina erhalten w\u00e4hrend der n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre die Chance, ihre Forschungsarbeiten am Forschungszentrum J\u00fclich durchzuf\u00fchren und in Deutschland zu promovieren. Mittelfristig k\u00f6nnen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Aufbau von Forschungsinfrastrukturen in Pal\u00e4stina beitragen.<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00f6rdert das Projekt mit 2,5 Millionen Euro.<\/p>\n<p>&#8222;Mit dem Programm f\u00f6rdern wir junge Talente&#8220;, sagte Staatssekret\u00e4r Rachel. &#8222;Die pal\u00e4stinensischen Universit\u00e4ten verf\u00fcgen \u00fcber ein gro\u00dfes Potenzial sehr gut theoretisch ausgebildeter und hoch motivierter Masterstudierender, denen es jedoch insbesondere im natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich an weiterf\u00fchrenden Experimentier- und Forschungsm\u00f6glichkeiten an den einheimischen Universit\u00e4ten fehlt. Hier setzt das Programm an. Langfristig er\u00f6ffnen wir damit Chancen, in im eigenen Land zur Gestaltung der Zukunft und zum Wohlstand beizutragen.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10239\" rel=\"attachment wp-att-10239\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-10239\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Flag_of_Palestine.svg_.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"75\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tr\u00e4ger des Projekts sind das Forschungszentrum J\u00fclich (FZJ) und die Pal\u00e4stinensische Akademie der Wissenschaften (PALAST). In dem Kooperationsprogramm werden in einem ersten Schritt ausgew\u00e4hlten pal\u00e4stinensischen Masterstudierenden aller dortigen Universit\u00e4ten stark erweiterte Experimentier- und Forschungsm\u00f6glichkeiten am Forschungszentrum J\u00fclich erm\u00f6glicht. Die besten Masterstudentinnen und Studenten k\u00f6nnen dann in Deutschland promovieren. Nach Abschluss der Ausbildung ist eine R\u00fcckkehr an eine pal\u00e4stinensische Universit\u00e4t oder Forschungseinrichtung geplant. Dort sollen eigene Forschungsgruppen und Doktorandenstudieng\u00e4nge aufgebaut werden.<\/p>\n<p>Denn in den Pal\u00e4stinensischen Gebieten gibt es bisher nur vier Promotionsprogramme (Chemie, Physik und Islamisches Recht an der Al-Najah Universit\u00e4t Nablus sowie ein &#8222;Interdisciplinary PhD in Social Sciences&#8220; an der Universit\u00e4t Birzeit). Mit Ausnahme des Programms in islamischem Recht haben die allerdings noch keine Absolventen hervorgebracht. Die Al-Azhar Universit\u00e4t in Gaza hat unl\u00e4ngst den Antrag auf Akkreditierung eines Promotionsprogramms im Bereich Chemie gestellt. Das F\u00f6rderprogramm &#8222;Palestinian-German Science Bridge&#8220; f\u00fchrt so zum Aufbau von Forschergruppen vor Ort. Damit besteht die gro\u00dfe Chance, die Forschungsinfrastruktur an pal\u00e4stinensischen Universit\u00e4ten langfristig und nachhaltig aufzubauen und zu entwickeln.<\/p>\n<p>Das Programm sieht zudem weitere Vernetzungs- und Kapazit\u00e4tsaufbauma\u00dfnahmen zwischen deutschen und pal\u00e4stinensischen Wissenschaftlern vor: J\u00e4hrliche Forschungskurzaufenthalte und Sommerschulen von pal\u00e4stinensischen Forscherinnen und Forschern am FZJ sowie Gastdozenturen der J\u00fclicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den pal\u00e4stinensischen Universit\u00e4ten sollen die Qualit\u00e4t der Kooperation sowie deren stete Weiterentwicklung nachhaltig sicherstellen.<\/p>\n<p>Das neue Programm steht im Kontext mit der 2014 auf Ministerebene zwischen dem Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung und dem pal\u00e4stinensischen Hochschulministerium vereinbarten bilateralen Kooperation in Bildung und Forschung und dem deutschen Engagement f\u00fcr eine Zwei- Staaten L\u00f6sung. Dies wurde zuletzt auch im Rahmen der deutsch- pal\u00e4stinensischen Regierungskonsultationen Ende Oktober 2016 in Berlin nochmals unterstrichen. Neben dem neuen Programm werden das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung und das pal\u00e4stinensische Hochschulministerium erstmals ab Januar 2017 14 gemeinsame Forschungsprojekte insbesondere in den Bereichen Materialwissenschaften, Landwirtschaft und Erneuerbare Energien f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Quelle:bmbf.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Deutsch-Pal\u00e4stinensisches Forschungs- und Promotionsprogramm Der Parlamentarische Staatssekret\u00e4r im Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB, und ein Vertreter der pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde haben heute in J\u00fclich das neue Programm &#8222;Palestinian-German Science Bridge&#8220; feierlich er\u00f6ffnet. 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