{"id":10065,"date":"2016-10-13T08:17:18","date_gmt":"2016-10-13T06:17:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10065"},"modified":"2016-10-13T08:17:18","modified_gmt":"2016-10-13T06:17:18","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-oktober-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=10065","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2016"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2016<\/p>\n<p>* Die deutsche Wirtschaft<\/p>\n<p>&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt;<br \/>\nexpandiert im zweiten Halbjahr langsamer als im starken ersten Halbjahr.<br \/>\nDas Wachstumstempo bleibt aber solide.<br \/>\n* Die weltwirtschaftliche Dynamik bleibt verhalten und das<br \/>\nau\u00dfenwirtschaftliche Umfeld schwierig. Starke positive Impulse f\u00fcr die<br \/>\ndeutschen Exporte sind derzeit rar.<br \/>\n* Die Industrieproduktion ist noch zur\u00fcckhaltend, die Nachfrage scheint aber<br \/>\nwieder zuzunehmen. Die Bauwirtschaft befindet sich demgegen\u00fcber im Aufwind.<br \/>\n* Vom Arbeitsmarkt gehen weiterhin positive Impulse auch auf den privaten<br \/>\nKonsum aus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1513\" rel=\"attachment wp-att-1513\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1513\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg\" alt=\"statistik\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/statistik.jpeg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist solide. [1] Das Wachstumstempo d\u00fcrfte<br \/>\naber im zweiten Halbjahr etwas langsamer ausfallen als im starken ersten<br \/>\nHalbjahr. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist zu Beginn des zweiten Halbjahres von<br \/>\nUnw\u00e4gbarkeiten gepr\u00e4gt. Nach der Brexit-Entscheidung<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/europa,did=771554.html&gt; ist der Verlauf des<br \/>\nAustrittsprozesses und die Ausgestaltung der wirtschaftlichen Beziehungen zum<br \/>\nVereinigten K\u00f6nigreich nach wie vor ungewiss. Ein wirtschaftlicher Schock f\u00fcr die<br \/>\ndeutsche Wirtschaft zeichnet sich dadurch aus heutiger Sicht aber nicht ab.<br \/>\nAktuell erschweren Ferientageeffekte eine Interpretation der nationalen<br \/>\nKonjunkturindikatoren f\u00fcr die Sommermonate. [2] Es liegt daher nahe, die<br \/>\nBerichtsmonate Juli und August zusammen zu betrachten. Die Industrieproduktion<br \/>\nwar in diesem Zeitraum geringf\u00fcgig niedriger als im bereits schwachen zweiten<br \/>\nQuartal. Die Auftragslage hellte sich aber etwas auf. Die Ausfuhren von Waren<br \/>\nblieben jedoch trotz der guten Ergebnisse im August ebenfalls leicht ged\u00e4mpft.<br \/>\nDie Stimmung der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hat sich gemessen am<br \/>\nifo-Konjunkturtest nach der Eintr\u00fcbung im Vormonat aber wieder aufgehellt. Die<br \/>\nGrundkonstitution des Baugewerbes bleibt gesund. Die \u00fcberraschend verhaltene<br \/>\nEntwicklung am Arbeitsmarkt zu Beginn des zweiten Halbjahres deutet jedoch auf<br \/>\neine langsamere Gangart im Dienstleistungsbereich hin. Alles in allem d\u00fcrften die<br \/>\nImpulse im zweiten Halbjahr weniger ausgepr\u00e4gt ausfallen. Die<br \/>\nbinnenwirtschaftlichen Auftriebskr\u00e4fte bleiben aber intakt.<\/p>\n<p>Vor allem das au\u00dfenwirtschaftliche Umfeld bleibt schwierig und das globale<br \/>\nWachstum z\u00f6gerlich. Gemessen an der Industrieproduktion ist die Weltwirtschaft<br \/>\nnach einer Belebung im zweiten Quartal schwach in das dritte Quartal gestartet.<br \/>\nIm laufenden Jahr bewegte sich die industrielle Aktivit\u00e4t in den Industriel\u00e4ndern<br \/>\nbislang allenfalls seitw\u00e4rts, w\u00e4hrend Impulse vor allem von den Schwellenl\u00e4ndern<br \/>\nAsiens ausgingen. Insgesamt d\u00fcrfte das diesj\u00e4hrige Wachstum der Weltwirtschaft<br \/>\netwas geringer ausfallen als im vergangenen Jahr. Der Internationale<br \/>\nW\u00e4hrungsfonds geht gem\u00e4\u00df seiner Prognose vom Oktober von einem Anstieg des<br \/>\nglobalen BIP von 3,1\u00a0% in diesem und von 3,4 % im Folgejahr aus. In den<br \/>\nVereinigten Staaten hat die Konjunktur im zweiten Quartal leicht angezogen. In<br \/>\nJapan fiel das Wachstumstempo nach einer Beschleunigung im ersten Quartal jedoch<br \/>\nwieder zur\u00fcck. Auch im Eurogebiet verlangsamte sich das Wachstum im zweiten<br \/>\nQuartal leicht. Die Wirtschaft im Vereinigten K\u00f6nigreich scheint sich weiter<br \/>\nrelativ robust zu entwickeln. In den Schwellenl\u00e4ndern bleibt die konjunkturelle<br \/>\nLage heterogen. F\u00fcr die rohstoffproduzierenden Schwellenl\u00e4nder zeichnet sich<br \/>\nLicht am Ende des Tunnels ab. In den Schwellenl\u00e4ndern Asiens bleibt das Wachstum<br \/>\nhoch, auch wenn das Expansionstempo abnimmt. Die Abw\u00e4rtsrisiken im<br \/>\nau\u00dfenwirtschaftlichen Umfeld bleiben angesichts vielf\u00e4ltiger Risiken erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund sind die Warenausfuhren in jeweiligen Preisen<br \/>\nsaisonbereinigt im August um 5,4 % im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen.<br \/>\nIn den Monaten Juli\/August blieben sie aber geringf\u00fcgig schw\u00e4cher als im zweiten<br \/>\nQuartal. Die Wareneinfuhren nahmen im August um 3,0 % gegen\u00fcber dem Vormonat zu<br \/>\nund zeigen sich auch in den Monaten Juli\/August insgesamt st\u00e4rker als im zweiten<br \/>\nQuartal. Im August ergab sich ein positiver Saldo des Warenhandels in H\u00f6he von<br \/>\n22,2 Mrd. Euro. Der Leistungsbilanzsaldo beziffert sich nach vorl\u00e4ufigen<br \/>\nBerechnungen der Deutschen Bundesbank auf 17,9 Mrd. Euro und damit 3,4 Mrd. Euro<br \/>\nmehr als im August des Vorjahres. Insgesamt deuten die Wachstumserwartungen f\u00fcr<br \/>\ndie wichtigsten Handelspartner auf ein nur moderates Wachstum der deutschen<br \/>\nExportm\u00f6glichkeiten hin. Allerdings haben sich die Bestellungen aus dem Ausland<br \/>\nnach einem R\u00fcckgang im zweiten Quartal etwas erholt.<\/p>\n<p>Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich im Jahresverlauf bisher nur<br \/>\nverhalten entwickelt. Im August konnte die Industrieproduktion zwar kr\u00e4ftig um<br \/>\n3,3 % ausgeweitet werden, insbesondere im Bereich der Investitionsg\u00fcter. Dies war<br \/>\ndie erwartete Gegenreaktion auf den schwachen Juli, der \u00fcberdurchschnittlich<br \/>\nstark durch die diesj\u00e4hrige Lage der Werksferien belastet war. Im Durchschnitt<br \/>\nder Monate Juli und August lagen sowohl die Industrieproduktion als auch die<br \/>\nUms\u00e4tze dennoch leicht unter dem Niveau des zweiten Quartals. Gleichwohl gibt es<br \/>\nSignale einer allm\u00e4hlichen Belebung der Industriekonjunktur. So zogen die<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge zuletzt etwas an und auch die Stimmung in den Unternehmen hat<br \/>\nsich aufgehellt. Die ifo Gesch\u00e4ftserwartungen f\u00fcr das Verarbeitende Gewerbe<br \/>\nkletterten im September auf den h\u00f6chsten Stand seit eineinhalb Jahren. Die<br \/>\nBauproduktion fiel im August etwas schw\u00e4cher aus als im Vormonat, d\u00fcrfte sich<br \/>\naber angesichts der anhaltend positiven Rahmenbedingungen und der kr\u00e4ftigen<br \/>\nEntwicklung der Auftragseing\u00e4nge und Baugenehmigungen weiter dynamisch<br \/>\nentwickeln.<\/p>\n<p>Der private Konsum bleibt wichtige St\u00fctze der Konjunktur. Gem\u00e4\u00df der aktuellen<br \/>\nHerbstprojektion der Bundesregierung werden die privaten Konsumausgaben in diesem<br \/>\nJahr preisbereinigt um 1,7\u00a0% zunehmen und damit erneut einen wesentlichen Beitrag<br \/>\nzu wirtschaftlichen Entwicklung leisten. Die Ums\u00e4tze im Einzelhandel sind im<br \/>\nAugust allerdings etwas schw\u00e4cher ausgefallen als im Vormonat und auch der<br \/>\nKfz-Handel hat etwas an Dynamik verloren. Das Gesch\u00e4ftsklima im Einzelhandel hat<br \/>\nsich im September aber wieder sp\u00fcrbar erholt. Die beruhigende Situation am<br \/>\nArbeitsmarkt, der nach wie vor geringe Preisauftrieb, und die gute<br \/>\nEinkommensentwicklung &#8211; nicht zuletzt auch aufgrund der Rentenanpassungen im Juli<br \/>\n&#8211; sorgen f\u00fcr eine anhaltend hohe Kauflaune der Verbraucher.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv, die Entwicklung war aber zuletzt<br \/>\nuneinheitlich. Die Erwerbst\u00e4tigkeit stieg im August auf 43,7\u00a0Mio. Personen. Dies<br \/>\nbedeutet eine Zunahme um 1,2\u00a0% gegen\u00fcber dem Vorjahr. Der Aufbau bei der<br \/>\nsozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung war am aktuellen Rand aber<br \/>\nunterbrochen. Die registrierte Arbeitslosigkeit sank im September nach der<br \/>\nSommerpause wieder auf 2,61\u00a0Mio. Personen, saisonbereinigt blieb sie nahezu<br \/>\nunver\u00e4ndert. Die Unterbesch\u00e4ftigung, die auch Teilnehmer an<br \/>\narbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen erfasst, steigt seit einigen Monaten leicht an.<br \/>\nIm weiteren Jahresverlauf d\u00fcrfte sich der R\u00fcckgang der registrierten<br \/>\nArbeitslosigkeit mit zunehmendem Zugang von Fl\u00fcchtlingen zum Arbeitsmarkt<br \/>\nabschw\u00e4chen. Die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften befindet sich weiterhin auf einem<br \/>\nsehr hohen Niveau. Vom Arbeitsmarkt gehen daher weiterhin positive Impulse auf<br \/>\ndie gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Hinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und<br \/>\nEntwicklung wird in der November-Ausgabe des Monatsberichts &#8222;Schlaglichter der<br \/>\nWirtschaftspolitik&#8220; &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Mediathek\/monatsbericht.html&gt;<br \/>\nver\u00f6ffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 44. Kalenderwoche auf<br \/>\nder Internetseite des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie zu finden<br \/>\nsein.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 11. Oktober 2016<br \/>\nvorlagen.<br \/>\n[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber<br \/>\nder jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren<br \/>\nCensus X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten.<\/p>\n<p>Downloads<\/p>\n<p>Ausgew\u00e4hlte Daten zur wirtschaftlichen Lage<br \/>\nStand: Oktober 2016<br \/>\nPDF:\u00a0 9,6 KB<br \/>\n&lt;http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/W\/wirtschaftliche-lage-brd-10-2016,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf&gt;<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2016 * Die deutsche Wirtschaft &lt;http:\/\/www.bmwi.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/schwerpunkte-der-wirtschaftspolitik.html&gt; expandiert im zweiten Halbjahr langsamer als im starken ersten Halbjahr. 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