Geschrieben am: So, Sep 12th, 2021

Energiepark Bad Lauchstädt macht mitteldeutsche Chemieindustrie nachhaltiger

Bad Lauchstädt:

Energiepark Bad Lauchstädt macht mitteldeutsche Chemieindustrie nachhaltiger

Staatssekretär Andreas Feicht übergibt heute in Anwesenheit von Dr. Reiner Haseloff,
Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, einen Förderbescheid über rund 34 Millionen Euro für den
Energiepark Bad Lauchstädt. Gefördert wird das Vorhaben als Reallabor der Energiewende im Rahmen
des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. In den kommenden fünf Jahren soll hier
demonstriert werden, wie sogenannter grüner Wasserstoff intelligent erzeugt, gespeichert,
transportiert, vermarktet und genutzt werden kann. Der Fokus liegt auf dem Einsatz des
klimaneutralen Gases in der Chemieindustrie, einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in
Sachsen-Anhalt.


Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff betonte: „In den neunziger Jahren haben wir in Sachsen-Anhalt
sehr erfolgreich das Chemieparkmodell entwickelt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir auch mit
dem Energiepark Bad Lauchstädt Vorreiter sind und das Modell zu einer Erfolgsgeschichte wird. Mit
dem heutigen Tag geben wir den Startschuss zu einer sicheren und klimaschonenden Energieversorgung
für Deutschland.“
Staatssekretär Andreas Feicht: „Wasserstoff ist nicht nur ein Schlüsselelement für die
Energiewende. Er kann auch ein wertvoller Baustein für den Aufbau einer nachhalti-gen
Chemieindustrie sein und damit den Erhalt von Wertschöpfung und qualifizierten Arbeitsplätzen in
der mitteldeutschen Strukturwandelregion sichern. Mit dem Förder-format der Reallabore der
Energiewende unterstützt das BMWi Unternehmen dabei, ihre Geschäftsmodelle für den Umbau unseres
Energiesystems fit zu machen.“
In dem von der VNG AG koordinierten Vorhaben wollen die beteiligten Projektpartner ein
Versorgungssystem mit einer Kapazität von rund 27 Millionen Kubikmetern Wasserstoff pro Jahr
errichten und erproben. Für die Wasserstoffproduktion soll ein 30-Megawatt-Elektrolyseur zum
Einsatz kommen. Den dafür benötigten Strom wird ein nahegelegener Windpark liefern, der parallel
zum Reallabor entsteht. Der erzeugte grüne Wasserstoff wird über eine ehemalige Erdgaspipeline zum
Chemiepark Leuna transportiert und ersetzt teilweise den fossilen Energieträger Erdgas. Über den
Anschluss des Systems an die mitteldeutsche Erdgaspipeline sollen perspektivisch weitere Chemie-
und Industriestandorte in der Region eingebunden werden. In einer möglichen späteren Ausbauphase
soll der produzierte Wasserstoff in der bestehenden Salzkaverne vor Ort zwischengespeichert werden.
Mit rund 50 Millionen Kubikmetern fasst dieser unterirdische Hohlraum fast doppelt so viel
Wasserstoff, wie im Energiepark Bad Lauchstädt pro Jahr hergestellt werden kann.
Weitere Informationen zum 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung und den Reallaboren der
Energiewende finden Sie hier.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2021/09/20210909-energiepark-bad-lauchstaedt-macht-mitteldeutsche-chemieindustrie-nachhaltiger.html

Quelle: abo-bmwi.de



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