Berlin:

Fuchtel: „Wir schaffen Perspektiven für die Landwirtschaft und die ländlichen Räume“
Parlamentarischer Staatssekretär besucht landwirtschaftliche Betriebe in Baden-Württemberg

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, wird sich heute gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Axel Müller bei dem Besuch von landwirtschaftlichen Betrieben im Landkreis Ravensburg ein Bild von der hohen Leistungsfähigkeit und Wettbewerbskraft der Land- und Ernährungswirtschaft machen: „Deutsche Agrar- und Ernährungsgüter sind weltweit gefragt. Damit generiert der Sektor Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze. Das Ziel unserer Agrarpolitik muss es sein, die Agrar- und Ernährungswirtschaft gezielt zu fördern. So schaffen wir auch Perspektiven für die Landwirtschaft und ländliche Räume“, betonte Hans-Joachim Fuchtel.

Der Parlamentarische Staatssekretär warb gleichzeitig für mehr gesellschaftliche Anerkennung der Landwirtschaft: „Unsere landwirtschaftlichen Unternehmer erzeugen Lebensmittel von höchster Qualität. Die Bäuerinnen und Bauern erhalten und pflegen darüber hinaus die Kulturlandschaft, deren Schönheit man in vielen Teilen Baden-Württembergs und Deutschlands bewundern kann. Die Landwirtschaft gehört in die Mitte der Gesellschaft.“ Der Parlamentarische Staatssekretär forderte aber auch die Agrarwirtschaft auf, sich mit den Anforderungen und Erwartungen der Gesellschaft an die landwirtschaftliche Erzeugung auseinanderzusetzen. „Damit die moderne Landwirtschaft in Deutschland weiterhin gute Zukunftsperspektiven hat, dürfen die Erzeugungsmethoden nicht im Widerspruch zu gesellschaftlichen Erwartungen stehen.“ Dazu leiste die Bundesregierung mit einer Reihe von Maßnahmen ihren Beitrag, sagte Fuchtel.

Bei den Besuchen der landwirtschaftlichen Betriebe werden auch die aktuellen agrarpolitischen Themen – vom Engagement des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für mehr Tierwohl über die Präventionsmaßnahmen des BMEL hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest bis hin zur Ackerbaustrategie sowie die Gestaltung der Zukunft lebensfähiger ländlicher Räume diskutiert.

Ackerbaustrategie
Um den erforderlichen Veränderungsprozess im Ackerbau aktiv anzugehen, erarbeitet das BMEL u.a. eine Ackerbaustrategie. Sie wird den Weg aufzeigen, wie wir die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin mit gesunden Lebensmitteln versorgen und gleichzeitig die Erzeugung ökologisch und ökonomisch tragfähig gestalten.

Tierwohl
Mit der nationalen Nutztierstrategie wird das BMEL der Nutztierhaltung in Deutschland eine Zukunft geben und sie als hochentwickelten Sektor weiterhin verbessern, indem Tier- und Umweltschutz genauso beachtete Kriterien sind wie Qualität bei der Produktion und Marktorientierung. Zu der aktuellen Diskussion um die Kastration von Ferkeln erklärt der Parlamentarische Staatssekretär, dass auch in Zukunft Ferkel in Deutschland produziert werden sollen. „Wir brauchen gemeinsame und tragfähige Lösungen. Ich meine: Tierschutz, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz schließen sich nicht aus. Daran zeigt sich auch das Spannungsfeld, in dem wir uns bei diesem Thema bewegen. Wichtig ist, dass am Ende nicht die Tierhaltung ins Ausland verlagert wird und dann möglicherweise Produkte in den Regalen landen, die unter weniger strengen Tierschutz-Auflagen hergestellt wurden. Alle Beteiligten müssen aufeinander zugehen.“ Hans-Joachim Fuchtel sprach sich dafür aus, dass die Milchviehhaltung ein wesentlicher Pfeiler der Landwirtschaft in Deutschland ist. „Wir unterstützen die Milchvieherzeuger beispielsweise beim Bau besonders tiergerechter Ställe. Allerdings ist der Sektor auch gefordert, Vorkehrungen zu treffen, um künftig auf schwierige Marktchancen besser reagieren zu können.“

Präventionsmaßnahmen Afrikanische Schweinepest
Die Afrikanische Schweinepest stellt seit längerem auch für Deutschland eine Bedrohung dar und die Vorbereitung für den Krisenfall laufen. Die rechtlichen Instrumente liegen vor, um die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen. „Wir nehmen die Situation sehr ernst. Außerdem hat das Bundeslandwirtschaftsministerium eine ganze Reihe an Maßnahmen ergriffen, um die Öffentlichkeit umfassend zu informieren und so präventiv der ASP entgegen zu wirken.“

Ländliche Räume
Das BMEL setzt sich für die Verbesserung der Lebensqualität in den vielfältigen ländlichen Regionen ein. Denn das Kraftzentrum unseres Landes ist der ländliche Raum. Etwa 90 Prozent der Fläche unseres Landes sind ländlich geprägt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (rund 47 Mio. Menschen) lebt auf dem Land. Ziel des BMEL sind lebenswerte und attraktive ländliche Räume – hier entsteht die meiste Dynamik. Die Landfrauen übernehmen in den ländlichen Regionen unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung. Damit leisten sie einen bedeutsamen Beitrag zur Lebensqualität in ländlichen Orten und für die ländliche Entwicklung. Hans-Joachim Fuchtel betont: „Wer die Zukunft ländlicher Regionen stärken will, muss sich auch um das Miteinander und Füreinander in den Orten kümmern. Dazu leisten die Landfrauen einen wertvollen Beitrag.“

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion